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Patrick Hobelsberger über seinen inneren Schweinehund (Teil 1)
Der ehemalige WM-Pilot hatte es im Jahr 2025 nicht leicht. Ein überraschender Markenwechsel am Anfang und Verletzungspech am Ende der Saison stellten nur einige der Herausforderungen dar.
IDM Superbike
Im Artikel erwähnt


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Gerade mal zwei Auftritte in der IDM Superbike bestritt der Bayer nach seinem Wechsel zu Hersteller Honda im Vorjahr. «Man kann mit Fug und Recht sagen, dass es 2025 nur darum ging, wie oft ich wieder aufstehen würde», so seine Zusammenfassung des letzten Jahres. «Ich will ehrlich sein: Es hat mich oft umgehauen. Ich bin sehr dankbar dafür, wie schwer es war, wie sehr es mich verändert hat, und im Nachhinein bin ich mir sicher, dass es das beste Jahr war, das ich je hatte. Es hat alles verändert, wir haben unser eigenes Team aufgebaut, mein Unternehmen umstrukturiert, eine neue Werkstatt gebaut, supergute Partner gefunden, uns mit den richtigen Leuten angefreundet und einige supergute Rennen gemanagt. Es gab nichts dazwischen, es war entweder ganz oben oder ganz unten, super hoch oder super tief. Ich bin dankbar für jede Lektion, besonders für die, bei denen ich gegen meinen inneren Teufel kämpfen musste. Ich kann 2026 kaum erwarten, ich bin bereit dafür.»
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Gerne erinnert sich Hobelsberger an seinen Fight mit YART-Pilot Karel Hanika im Rahmen der Alpe Adria in Brünn. «Wir konnte ihn bei seinem Heimrennen schlagen», schwärmt er noch heute. «Das war Weltklasse. Bei der IDM hat es leider gezwickt, ehrlich gesagt. In Assen hatte ich Pech mit dem Vorderreifen, was mich dann auch einen Sturz gekostet hat. Kurz nach Assen hat sich dann herausgestellt, dass ich mir den Fuß gebrochen habe. So bin ich dann nach Hockenheim gefahren, was völliger Quatsch war. Dort habe ich versucht, mit einem gebrochenen Fuß Rennen zu fahren. Im Nachhinein ist man immer klüger. Jetzt bin ich klüger. Aber nein, Hockenheim ist nicht gut gelaufen.» Raus aus der Komfortzone Er verrät, dass er mehr als einmal an seine Grenzen gekommen ist und dass auch in ihm ein uns allen bekannter Schweinehund, er nennt es Teufel, wohnt, der überwunden werden muss, wenn es vorwärts gehen soll. «Ich bin in einer Situation gewesen, in der ich nicht sein wollte», beschreibt er sein Innenleben. «Speziell zu Beginn letztes Jahr, als es mit Kawasaki auseinander ging. Ich stand mit Null da. Ich hatte mich bei einem Trainingsunfall, übrigens an der gleichen Stelle wie unlängst Aldeguer, verletzt. Dann die Trennung von Kawasaki. Ich war in Spanien, verletzt, ohne was zum Fahren. Wir haben anschließend von Null etwas aufgebaut. Mit absolut tollen Partnern, mit einem geilen Team. Ich habe letztes Jahr den Spaß meines Lebens gehabt. Es war wirklich speziell. Ich war einfach öfter schon in Situationen, in denen ich nicht sein wollte. Ich musste aus meiner Komfortzone rauskommen. Was heißt rauskommen, ich war das ganze Jahr außerhalb meiner Komfortzone. Ob beim Sport, beim Training, bei den Instruktionen.» «Ein Beispiel», erläutert Hobelsberger. «Ich bin bei der Instruktion gewesen. Von morgens um 8 bis abends 22 Uhr, inklusive der Nachbesprechungen. Ich hatte extrem viel zu tun. Damit verdiene ich ja auch mein Geld, damit ich Rennen fahren kann. Dann musste ich selbst ja noch trainieren. Da bin in Brünn eben um 22 Uhr zwei Mal um die Strecke gelaufen. Am nächsten Tag ging es in der Früh wieder raus. Alles vorbereitet und wieder bis 22 Uhr gearbeitet. Da muss man eben am Abend oder früh um 5 laufen. Um die Uhrzeit bin ich schon in Brünn und auch in Most neben der Kehrmaschine hergelaufen. Der innere Schweinehund hat immer gesagt, dass das anstrengend und schwierig ist. Da habe ich schon öfters gegen ankämpfen müssen und habe es mir dann gegeben. Ich habe mich das ganze Jahr reingehängt.»
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Aber jeder, der nicht halbwegs blind ist, weiß sowieso, was Sache istPatrick Hobelsberger
«Umso blöder war es, dass bei den beiden IDM-Rennen kein vernünftiges Ergebnis rauskam», resümiert er. «Aber jeder, der nicht halbwegs blind ist, weiß sowieso, was Sache ist. Die, die es wirklich verfolgt haben, kennen sich aus und wissen Bescheid. Der Rest ist mir egal, da beschäftige ich mich nicht mit. Wenn der innere Teufel zu laut wurde, habe ich immer weiter auf die Kacke gehauen und mich durchgebissen. Da bin ich stolz drauf. Es war manchmal nicht einfach. Meine Komfortzone hat sich dadurch definitiv komplett verschoben. Das war noch vor zwei Jahren meine Extremzone. Die Komfortzone ist so groß geworden. Das reicht für eine komplette Fußball-Mannschaft.»
Teil 2 folgt am Freitag, den 30.01.2026
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