Chris Stange (Kawasaki): Sieg – Abflug – IDM Führung

Von Esther Babel
IDM Supersport 600
Am IDM Wochenenden in Zolder ließ der IDM Superstock 600 Pilot nichts aus. Er fuhr seinen ersten Laufsieg 2016 ein, stürzte im zweiten Lauf und fährt als IDM-Leader nach Schleiz.

Christian Stange vom Team Weber-Diener fand Gefallen an der physisch anstrengenden Strecke in Belgien. «Ganz ungefährlich ist es hier nicht», war sich der Teenager bewusst. «Aber das ist okay. Das Layout ist toll.» In der Sommerpause der Superstock 600-Klasse war Stange nicht untätig, hatte fleissig getestet und seine Kawasaki ZX6R vor allem beim Fahrwerks-Set-up weiter nach vorne gebracht. «Wir haben mit der Geometrie experimentiert», schildert er. «Eine neue Feder probiert und andere Innereien an der Gabel versucht. Ich kann jetzt gar keinen konkreten Punkt hervorheben, an dem es besser geworden ist. Ich habe einfach mehr Vertrauen und wir konnten Dinge probieren, für die uns bisher die Zeit gefehlt hat.»

Im ersten Rennen zeigte Stange dann, was in ihm steckt. Vom Start weg setzte er sich in der Spitzengruppe fest und hatte auch keine Scheu, sich Gastfahrer Kevin Wahr, der bereits einen Supersport-IDM-Titel in der Tasche hat und inzwischen erfolgreich in der WM Supersport unterwegs ist, vorzuknöpfen. Nach einer spektakulären letzten Runde feierte Stange den lang ersehnten Sieg.

«Zwischendrin hatte ich mal einen Riesenrutscher», berichtet er. «Wahr war extrem spät auf der Bremse. Die Lücke konnte ich dann wieder zufahren. Dann gab es auf der Zielgeraden einen Motorplatzer bei einem Konkurrenten und ich bin aus der Verkleidung raus, da ich einen Sturz auf jeden Fall vermeiden wollte. Auch die dadurch entstandene Lücke konnte ich wieder zu fahren. Bryan Schouten ist dann als Erster in die letzte Runde rein. Als er sich mal verbremste, kam ich vorbei. Auch Wahr als WM-Pilot war eine Motivation. Da kann man sich selber besser einschätzen und weiß, wo man steht. Es war ein echt gutes Gefühl, den lang erhofften Sieg einzufahren.»

Lauf 2 lief für Chris Stange unter dem Motto Schadensbegrenzung. Nach dem Start tauchte er erneut in der Spitzengruppe auf, musste aber in der Schikane zu Boden. Flott sprang der Teenager wieder auf seine Kawasaki und reihte sich im hinteren Drittel des Feldes wieder ein. Von da aus kämpfte sich Stange zurück, bis auf achten Platz. «Das war mein Fehler», gab er ohne Zögern zu. «Am Ende der Kerbs ist mir das Vorderrad eingeklappt.» Der Einsatz nach dem Patzer hatte sich gelohnt. Mit insgesamt 114 Punkten ist Stange nach den beiden Belgien-Rennen als Führender der Gesamtwertung unterwegs.

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