Formel 1: Ein selten kurioser Unfall

IDM Schleiz: Kevin Wahr holt Samstagssieg

Von Esther Babel
Auch wenn Chris Stange kräftig Druck gemacht hatte, ging der Sieg an WM-Gast Kevin Wahr. Bryan Schouten holte Platz nach Aufholjagd, Jonas Geitner hat das Nachsehen.

Bryan Schouten setzte seine Pechsträhne in dieser Saison fort. Statt von Startplatz 2, kurz hinter Polesetter Chris Stange, ins Rennen zu gehen, musste er nach einer verpassten Boxenausfahrt das Rennen von ganz hinten aufnehmen. Supersport-WM-Gast Kevin Wahr ging das Rennen aus der zweiten Reihe an, genau wie Maurice Ullrich und der Finne Eemeli Lahti.

Nach dem Start kamen alle gut um die erste Ecke rum und nahmen die 15 Runden Renndistanz in Angriff. Einen Frühstart gab es nicht. Polesetter Stange kam als Erster aus der ersten Runde bei Start-Ziel vorbei. Hinter ihm hatte sich schon Wahr in Stellung gebracht und hatte Geitner und Christoph Beinlich hinter sich. Kommentiert wurde das Rennen von Moto2-GP-Pilot Marcel Schrötter.

In der zweiten Runde übernahm Wahr das Kommando und verwies Stange und Geitner auf die Plätze 2 und 3. Dahinter tauchte mit kleinem Abstand Lahti auf, der sich mit Beinlich zusammen getan hatte. Von hinten drängelte sich Platz für Platz Schouten nach vorne. An der Spitze versuchte unterdessen Wahr, sich Stück für Stück von den Verfolgern abzusetzen. Nach vier Runden hatte der Suzuki-Pilot schon einen Vorsprung von 1,4 Sekunden herausgefahren, Tendenz ansteigend.

In der Verfolgergruppe taten sich Stange und Geitner zusammen und hielten den Rest der Meute auf Abstand. Als Vierter hatte sich Lahti eingerichtet und musste sich aber auf den ranrückenden Schouten gefasst machen. Zur Halbzeit war der Niederländer am Finnen dran. Wahrs Vorsprung hatte sich bei gut zwei Sekunden eingependelt.

Sieben Runden vor Schluss ging Schouten an Lahti vorbei und machte sich auf die Verfolgung von Geitner und dem letzten Podestplatz. Doch Geitner bekam per Boxenanzeige Wind von den Plänen und legte noch eine Schippe drauf, um den Vorsprung vor Schouten zu halten. Bei den Verfolgern witterte Stange seine Chance und verkürzte den Abstand zu Wahr merklich. Bei noch zwei zu fahrenden Runden war Wahrs Vorsprung auf gerade mal eine Sekunde geschrumpft. Auch Schouten klebte plötzlich an Geitners Hinterrad.

Am Ende hieß der Sieger Kevin Wahr, 0,414 Sekunden vor Stange. Den dritten Platz hatte sich in der letzten Runde noch Bryan Schouten geschnappt.

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