Kein Wiedersehen mit den Kofler-Brüdern in der Euro Moto geplant
Heute beginnt in Portimao die Saison der Supersport-WM für den Österreicher Andreas Kofler. Bruder Maximilian begleitet ihn in die WM und plant keine Euro Moto-Saison.
Noch vor dem ersten Rennen 2026 wurden hinter den Kulissen Fahrerverträge für 2027 vorbereitet. Bei allem Neuigkeitswert dürfte das dem Sport mehr Schaden als Nutzen bringen. Ein Kommentar.
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Auf einer Yamaha R9 startet der zweifache Meister der Internationalen Deutschen Motorrad-Straßenmeisterschaft (IDM), die seit diesem Jahr Euro Moto heißt, in das neue Abenteuer mit dem Team Motorsport Kofler aus Attnang-Puchheim. Ein Wiedersehen bei der Euro Moto ist aktuell für keinen der Kofler-Brüder geplant.
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«Ich freue mich auf den Auftakt. Wir haben zuletzt in Portimao und Valencia gut getestet und ein gutes Grundsetup gefunden. Dennoch erwartet mich jetzt eine neue Welt», blickte der 21-jährige Andreas Kofler voraus. «Im Prinzip fange ich wieder von vorne an, denn es wartet ein neues Motorrad, neue Strecken und ein Fahrerfeld, welches sicherlich nicht mit der IDM von der Qualität zu vergleichen ist. 33 schnelle Fahrer, die alle aufzeigen wollen.» Mit seinem Team, mit welchen er die beiden Titel bei der IDM errunge hat, kann er auf ein vertrautes Umfeld blicken. «An unserer Arbeitsweise, die uns zu den zwei Titeln geführt hat, werden wir nichts ändern. Besonders mit meinem Crew-Chief Alex Linortner verstehe ich mich blind und er pusht mich immer zu Höchstleistungen. Er hat viel Erfahrung, auch in der Weltmeisterschaft und ist ein Tüftler. Wir haben große Ziele gemeinsam und wollen uns nun Stück für Stück an die Weltspitze heranarbeiten», erklärte Kofler. Die Strecke in Portimao kennt er zwar noch von seinen Zeiten aus der spanischen Meisterschaft, mit der neuen R9 von Yamaha sammelte er aber nur bei den zwei Testtagen erste Erfahrungen. «Portimao ist sicherlich die schwierigste Strecke im Kalender mit dem ständigen Auf- und Ab. Von dem her sind die Erwartungen nicht groß bei mir vor dem Wochenende. Das Ziel ist, sich jetzt in der neuen Welt zurechtzufinden und dann Schritt für Schritt mich weiterzuentwickeln.»
Keine komplette Saison für den großen Bruder An seiner Seite wird ihn sein älterer Bruder Maximilian unterstützen, der selbst schon WM-Erfahrungen sammeln konnte und die letzten beiden Jahre für Yamaha in der IDM Superbike unterwegs war. Für den Nachfolger Euro Motor gibt der Österreicher laut Promoter keine Nennung ab: «Ich war auch mit anderen Teams in Kontakt und wäre schon gerne in der Euro Moto Superbike gestartet», erklärte der 25-jährige Österreicher, «es hat sich aber nichts ergeben. Es war auch eine Budgetfrage.»
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«Es ist absolut fair, dass unser Team mit ihm gegangen ist, und ich werde ihn bestmöglich unterstützen», meint er gegenüber den Euro Moto-Machern. Max Kofler wird seinen vier Jahre jüngeren Bruder so oft wie möglich als Assistent begleiten. «Was ich da machen muss», fragt Kofler lachend. «Den Helm zum Service bringen, mich um die Lederkombi kümmern, Termine machen und dafür sorgen, dass der Andy an dem Zeitpunkt dort ist, wo er sein soll. Ich werde ihm alles abnehmen, damit sein Kopf frei fürs Fahren ist. Er soll sich auf nichts anderes konzentrieren.» Das Fahren wird Max Kofler nicht aufgeben, bloß eben nicht komplett in einer Serie.
Noch vor dem ersten Rennen 2026 wurden hinter den Kulissen Fahrerverträge für 2027 vorbereitet. Bei allem Neuigkeitswert dürfte das dem Sport mehr Schaden als Nutzen bringen. Ein Kommentar.
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