10h Suzuka: Schon 27 Fahrzeuge für Asien-Gastspiel

Von Oliver Müller
Intercontinental GT Challenge

Die weltumspannende Intercontinental GT Challenge macht 2018 auch in Japan Halt. Für das Event in Suzuka sind nun bereits Rennwagen von zwölf Herstellern gemeldet. Auch eine Callaway Corvette C7 GT3-R tritt an.

SRO-Gründer Stephane Ratel rief im Jahre 2016 die 'Intercontinental GT Challenge' ins Leben. Damit wollte er eine Gesamtwertung von vier Langstreckenrennen auf vier unterschiedlichen Kontinenten schaffen. Im Unterschied zu anderen Championaten, sollen in der IGTC jedoch jeweils lokale Teams an den einzelnen Veranstaltungen teilnehmen, um so den kostenzehrenden Materialtransport rund um den Globus zu reduzieren. Neben den Rennen in Bathurst (Australien), Spa-Francorchamps (Europa) und Laguna Seca (Amerika) wird der asiatische IGTC-Auftritt 2018 in Suzuka stattfinden.

Zur Durchführung des Events hatte Ratel eine Kooperation mit der GTA (den Organisatoren der japanischen Super GT) und Mobilityland (was die Firma hinter den Strecken in Suzuka und Motegi ist) geschlossen. Steigen soll das Rennen am 26. August und als Renndauer wurden zehn Stunden vereinbart.

Nun ist auch eine erste provisorische Entrylist in den Umlauf gekommen. Auf dieser befinden sich bereits 27 Fahrzeuge von zwölf verschiedenen Herstellern. Mit dabei ist auch eine faustdicke Überraschung. Denn Callaway Competition bringt eine Corvette C7 GT3-R an den Start. Die amtierende Meistermannschaft aus dem ADAC GT Masters wird hierzu eine Partnerschaft mit dem lokalen Team Bingo Racing eingehen.

Neben dem in Leingarten (bei Heilbronn) gebauten US-Muscle-Car laufen auch andere Rennwagen 'Made in Germany' beim 10h-Rennen im Land der aufgehenden Sonne auf: zwei Audi R8 LMS, vier Mercedes-AMG, vier Porsche 911 GT3 R und ein BMW M6 GT3. Letztgenannter bayrischer Wagen wird vom Team AAI eingesetzt. Dabei handelt es sich um die amtierenden GT-Champions der Asian Le Mans Series.

Das Werksteam M-Sport bringt zwei der brandneuen Bentley Continental GT3 an den Start. Dazu kommen noch zwei Lamborghini Huracán GT3 von JLOC – dem in der Vergangenheit bereits in Le Mans startenden Japanese Lamborghini Owners Club. KCMG (in Europa bekannt aus LMP2-Einsätzen in der FIA WEC) setzt in Suzuka auf zwei Nissan GT-R NISMO GT3. Das selbe Modell verwendet auch das Super-GT-Team Gainer.

Zwei Honda NSX GT3 kommen mit von Modulo Drago Corse und CarGuy Racing, die sonst ebenfalls in der Super GT unterwegs sind. Bei Modulo Drago handelt es sich um das Team von Ex-WTCC-Werkspilot Ryo Michigami. Einer der beiden bislang gemeldeten Ferrari 488 GT3 wird von ARN Racing eingesetzt. Das ist das Meisterteam der japanischen Super Taikyu Serie. Der andere Wagen aus Maranello wird von HubAuto Racing aufgeboten.

Neben den GT3-Rennern sind für die 10 Stunden von Suzuka auch Wagen aus der GT300-Klasse der japanischen Super GT zugelassen. Gebrauch von dieser Regelung machen Cars Tokai Dream28 und das Team UpGarage. Sie setzen auf das sogenannte Mother Chassis. Diese Rennwagen-Idee wurde einst von Dome erdacht und stellt eine etwas günstigere Variante des GT-Sports dar. Ein Mother Chassis ist eine Art Baukasten-Auto, das für verschiedene Silhouetten angepasst werden kann. Cars Tokai Dream28 verwendet beim 10h-Rennen in Suzuka die Optik eines Lotus Evora. Das Fahrzeug des Team UpGarage erinnert an einen Toyota GT86.

Hier die provisorische Entrylist


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