Erstes MX-Bike mit Smartphone-App: Yamaha YZ450F

Von Rolf Lüthi
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Das neue 450er-Motocross-Motorrad von Yamaha hat einen neuen Motor, einen neuen Rahmen, Elektrostarter und eine Tuning-Smartphone-App. Der umgedrehte Zylinderkopf wurde beibehalten.

Die Entwickler von Yamaha hatten das Ziel, mit der Neukonstruktion die perfekte Balance zwischen Kraft und Souveränität zu schaffen sowie in den Bereichen Styling, Leistung und Handling neue Maßstäbe zu setzen. Im Motor wurden unter anderem Zylinderkopf, Kolben, Nockenprofile und Zylindergeometrie überarbeitet und optimiert. Gleichzeitig sollte die Balance der Maschine durch eine optimierte Motorposition im Doppelschleifen-Aluminiumrahmen verbessert werden.

Yamaha bringt zudem eine speziell entwickelte Smartphone-App Power Tuner für iOS und Android auf den Markt – damit ist die 2018er-YZ450F die weltweit erste Motocross-Serienmaschine mit kabelloser Motorabstimmung über das Smartphone. Die Motorleistung kann an die unterschiedlichsten Fahrstile, Strecken und Witterungsbedingungen angepasst werden, indem die Einspritz- und Zündungskennfelder schnell und einfach geändert werden. Gleichzeitig lassen sich mit der App Daten aufzeichnen: Renneinstellungen, Wartungs- und Systemdiagnosen, Motorlaufzeiten und viele mehr. Die Power Tuner App ermöglicht nicht nur ein detaillierteres Motor-Mapping als je zuvor, die Fahrer können Einstellungen auch untereinander austauschen – etwa mit Teammitgliedern oder Freunden.

Dank einer leichten Lithium-Ionen-Batterie und einem kompakten Anlasser kann die 2018er-YZ450F nun durch einen einfachen Druck auf den Starterknopf angelassen werden. Durch das geringe Gewicht der Lithium-Ionen-Batterie ist die Maschine nur minimal schwerer geworden.

Für das Modelljahr 2018 hat Yamaha den charakteristischen YZ450F-Motor mit dem rückwärts geneigten Zylinder, dem einzigartigen, nach hinten gerichteten Auspuff und dem vorn angebrachten Fallstrom-Ansaugtrakt weiter überarbeitet. Der Motor hat einen komplett neuen, leichteren Zylinderkopf und wurde in einem etwas steileren Winkel in den ebenfalls neuen Rahmen montiert. Der neue Motor verfügt über neu entwickelte Nockenprofile, eine neue Kurbelwelle und einen leistungsfähigeren, hochverdichtenden «Bridge-Box»-Kolben mit DLC-beschichtetem Bolzen, dazu ein neues 44-mm-Drosselklappengehäuse von Mikuni. Überarbeitete Gangübersetzungen für verschiedene Untergründe, verbesserte Kupplungsscheiben und eine steifere äußere Druckplatte sorgen für größere Langlebigkeit.

Dazu wurden die Kühler vergrößert und stärker in den Einlassluftstrom geneigt. Der um den Zylinder herum geführte Auspuff wurde neu gezeichnet, der Schalldämpfer liegt nun näher am Schwerpunkt.

Der neue Doppelschleifenrahmen ist durch verbesserte obere Versteifungen noch steifer, während die neu entwickelten Motoraufhängungen und hinteren Rahmenprofile eine ideale Balance zwischen Kurvengefühl und Stabilität bewirken. Rund um dieses optimierte Chassis wurde die 2018er-YZ450F neu gestaltet – sie sieht besser aus und bietet einen schmaleren Knieschluss, da der 6,2-Liter-Tank verkleinert, der oben montierte Luftkasten neu gestaltet und die Kühlerhutzen nun konkav ausgeführt wurden. Außerdem wurde die Sitzfläche um 9 mm verschmälert und am hinteren Ende um fast 20 mm abgesenkt, wodurch ein flacheres Profil entsteht und der Fahrer bei der Gewichtsverlagerung beweglicher ist.

Die individuell und unkompliziert einstellbare KYB-Federgabel ist mit herkömmlichen Spiralfedern ausgestattet, ihr AOS-System trennen Luft und Öl. Der hintere KYB-Stoßdämpfer wurde auf das neue Chassis abgestimmt und mit einer leichteren Feder versehen.

Für das Modelljahr 2018 werden die YZ250F und YZ-Zweitakter ebenfalls mit neuen Grafiken und blau eloxierten Felgen ausgeliefert.

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