Lukas Fienhage: Handbruch beendet Grand-Prix-Traum

Von Manuel Wüst
Langbahn-WM
Lukas Fienhage hofft auf eine kurze Pause

Lukas Fienhage hofft auf eine kurze Pause

In der Qualifikation für das Speedway-U21-EM Finale machte es Lukas Fienhage selbst spannend, am Sonntag machte ein Sturz den Traum vom Langbahn-GP 2019 zunichte. Ein Bruch in der linken Hand sorgt für eine Zwangspause.

Im tschechischen Pilsen gelang Lukas Fienhage die anvisierte Qualifikation für das Finale der Speedway-U21-EM im September in Stralsund. Der 18-Jährige macht es jedoch selbst spannend, wie er SPEEDWEEK.com berichtete: «Bei zwei zweiten Plätzen habe ich jeweils gepatzt. Ich habe in Führung liegend ein Loch erwischt und hatte dadurch Aufsteiger, wodurch mir jedes Mal ein Fahrer durchgeschlüpft ist. Ich hätte mich also auch viel sicherer qualifizieren können.»

Vor dem letzten Durchgang hatte Fienhage sieben Punkte auf der Habenseite, holte dann einen Laufsieg, sicherte damit den fünften Gesamtrang und die Qualifikation für das Finale. Gewonnen wurde das Rennen vom Briten Dan Bewley, der Maximum fuhr, vor Dominik Kubera, Viktor Trofimov und Hubert Czerniawski. Um den sechsten Gesamtrang musste ein Stechen gefahren werden, das der Russe Arslan Fayzulin gewann, der sich das letzte Ticket für Stralsund sicherte. Nicht am Stechen teilnehmen konnte sein Landsmann Gleb Chugunov, der im 17. Heat in Führung liegend stürzte und anschließend außer Gefecht war.

Tags drauf war es Lukas Fienhage, der nach einem Sturz im Langbahn-GP-Challenge in Bielefeld das Rennen nicht mehr fortsetzen konnte. «Ich bin in die Kurve gefahren und habe dann noch gesehen, wie sich Paul Cooper und Jesse Mustonen ins Gehege und irgendwie beide zu Sturz gekommen sind. Jesse ist dann so blöd gerutscht, lag vor meinem Motorrad und ich bin in ihn reingefahren.»

Nach einem Sieg im ersten Lauf lag die Qualifikation für den Grand Prix 2019 im Bereich des Möglichen. «Im ersten Lauf musste ich mich erst vom zweiten Platz nach vorne kämpfen, und war trotzdem nur 1 km/h langsamer als der Schnellste zu der Zeit», erzählte der Youngster. «Es ist schwer zu sagen, ob es geklappt hätte mit der Qualifikation. Aber ich hätte es mir auf jeden Fall zugetraut.»

Der Sturz blieb nicht folgenlos: Fienhage war zwar bereits Sonntagabend wieder aus dem Krankenhaus zuhause, doch der vierte Mittelhandknochen in der linken Hand ist ab. «Der Arzt sagt, es ist schwer einzuschätzen, wie schnell das verheilen wird», so der Norddeutsche, der auf eine kurze Pause hofft.

Abgesagt hat Fienhage seinen Start bei der U21-Team-EM-Qualifikation im französischen Macon.
französischen Macon.

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