Aki Ajo: «Wir fahren Rennen, um zu gewinnen!»

Von Andreas Gemeinhardt
MotoE

Im Interview analysiert Teamchef Aki Ajo die bisherige Entwicklung des neuen MotoE-Projekts und seines Fahrers Niki Tuuli, der mit seinem Sieg im ersten MotoE-Rennen aller Zeiten auf dem Sachsenring Geschichte schrieb.

Für das Ajo MotoE Racing-Team verlief die Premiere des Enel MotoE-Weltcups auf dem Sachsenring geradezu perfekt: Der 23-jährige Finne Niki Tuuli sicherte sich nicht nur die Pole-Position, sondern gewann auch das Auftaktrennen beim Großen Preis von Deutschland. Im folgenden Interview analysiert Teamchef Aki Ajo die bisherige Entwicklung des neuen MotoE-Weltcups und seines Piloten Niki Tuuli.

Aki, wann hast du dich entschieden, mit einem eigenen Team in den MotoE-Weltcup einzusteigen?
«Wir wurden von der Dorna und der IRTA auf die neue Rennserie angesprochen und nutzten die Chance, zu den Ersten zu gehören, die an diesem neuen Wettbewerb teilnehmen. Nach den ersten Gesprächen fiel die Entscheidung sehr schnell. Wir sind sehr glücklich, ein Teil des MotoE-Weltcups zu sein.»

Auf welche Schwierigkeiten sind Sie bei der technischen Entwicklung des MotoE-Bikes gestoßen?
«Die Motorräder sind bereits komplett wettbewerbstauglich, das konnte man beim ersten Rennen auf dem Sachsenring sehen. Im Prinzip hatten wir nur die auch sonst üblichen Dinge zu bewältigen: Zu lernen, wie das Motorrad funktioniert und wie es am besten mit unserem Fahrer harmoniert, also eigentlich das Gleiche, wie bei dem Standard-Rennmaterial.»

Die MotoE-Motorräder erfordern eine andere Wartung als herkömmliche Motorräder. Wie bereitet ihr das MotoE-Equipment für die Rennen vor?
«Das entspricht im Prinzip unserer normalen Arbeit: Wir pflegen die Bikes, überprüfen mechanische Details und bereiten das Setup vor, während der Hersteller und der Serienveranstalter dafür sorgen, dass uns intakte Bikes bei jeder Veranstaltung zur Verfügung gestellt werden.»

Wie wählt man einen Fahrer für eine völlig neue Rennserie aus? Wieso fiel deine Wahl auf Niki Tuuli?
«Niki hat eine sehr positive Arbeitseinstellung, er hat ein gutes Gefühl für das Bike und wie die Maschine beim Fahren reagiert. Darüber hinaus passt er hervorragend zu unserem Team, sodass wir uns gegenseitig helfen können, die beste Leistung von Fahrer und Motorrad zu erzielen. Niki ist auch jemand, der zuhört und bereit ist, sich ein Feedback anzunehmen und sich so weiterzuentwickeln, was besonders in einer neuen Meisterschaft sehr wichtig ist.»

Was waren die größten Herausforderungen beim ersten Rennen auf dem Sachsenring?
«Das allererste Rennen wurde bei gemischten Streckenbedingungen ausgetragen. Ich denke, das war die größte Herausforderung, aber ansonsten lief es sehr gut. Wir hatten unsere Hausaufgaben gemacht und glaubten, dass wir ziemlich gut aufgestellt sein sollten. Wir hatten bereits nach den Tests eine klare Vorstellung, wie wir in das erste Rennwochenende einsteigen werden.»

Hast du mit so einem engen Rennen und so vielen Überholmanövern gerechnet?
«Ich dachte schon, dass es ein enges Rennen geben wird, da die Maschinen sehr ähnlich sind und viele Fahrer sich auf gleichem Niveau befinden. Vielleicht kam die Intensität des Rennens ein wenig überraschend.»

Eure harte Arbeit hat sich in Deutschland ausgezahlt, wie beurteilst du die Fortschritte, die er seit seinem Einstand im Team gemacht hat?
«Niki arbeitet wirklich hat. Er ist froh, neue Dinge kennen zulernen und neue Informationen zu bekommen. Er war bereits bei den Tests schnell, aber ich konnte beobachten, dass er vor allem sein Verständnis für das Motorrad weiterentwickelt hat. Er hört nicht nur auf das Team, sondern auch auf das Motorrad und genau das braucht er, um schnell zu fahren.»

Mit dem Sieg im ersten Rennen legte euer Team die Messlatte sehr hoch. Wie sehen eure Ziele für den Rest der Saison aus?
«Das war erst einmal die erste Folge einer neuen Serien und alle werden ständig dazulernen. Wie wollen natürlich Top- Ergebnisse erreichen und immer unser Bestes geben, um zu gewinnen, denn genau deshalb fahren wir Rennen!»

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