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Oliveira-Ersatz Nocco: Zweite Chance in Sepang

Von Frank Aday
Nachdem sich Miguel Oliveira in Aragón das rechte Schlüsselbein gebrochen hatte, wurde er beim Australien-GP durch den 19-jährigen Italiener Alessandro Nocco ersetzt. In Sepang kommt er erneut zum Zug.

Alessandro Nocco gab auf der anspruchsvollen Strecke von Phillip Island sein Debüt in der Moto2-Weltmeisterschaft als Ersatz für den verletzten Miguel Oliveira auf der Kalex des Leopard-Teams um Stefan Kiefer.

Im Qualifying hatte der 19-Jährige nach einem Sturz den 29. und letzten Platz mit 0,338 sec Rückstand auf Robin Mulhauser belegt. Auf die Bestzeit hatte der Italiener 5,3 sec eingebüßt. «Am Samstagmorgen hatte ich ein gutes Gefühl mit den Regenreifen und das freie Training lief gar nicht so schlecht. Doch am Nachmittag, als die Piste vollkommen abgetrocknet war, änderte sich alles. Es fühlte sich wie eine andere Strecke an. Runde für Runde musste ich mich neu orientieren. Als ich begann, meine Pace zu steigern, bin ich über das Vorderrad gestürzt. Das Qualifying war somit zu Ende. Es tat mir leid für meine Crew, dass ich für zusätzliche Arbeit gesorgt hatte», blickte Nocco, der 2016 die letzten zwei Rennen des Superstock-1000-Cups bestritt, zurück.

Im Rennen gab Nocco frühzeitig auf: «Es war ein sehr schwieriger Anfang für mich in dieser Klasse, aber mit jeder Runde sammelte ich mehr und mehr Moto2-Erfahrung. Am Sonntag habe ich meine bisherige Bestzeit um zwei Sekunden verbessert, aber das Fahrverhalten des Motorrades verändert sich sehr deutlich, wenn man mehr pusht. Das verlangt natürlich eine gewisse Umstellung aus fahrerischer Sicht. In den letzten Runden haben die Reifen zu stark abgekühlt. Daher zog ich es vor, in die Box zu fahren, um keinen weiteren Schaden anzurichten.»

Teammanager Stefan Kiefer erklärte nach dem ersten Moto2-WM-Einsatz von Nocco: «Zu Alessandro ist zunächst zu sagen, dass es für ihn eine gewaltige Aufgabe war, an diesem Wochenende ohne Moto2-Erfahrung und ohne Streckenkenntnisse zum ersten Mal auf WM-Niveau anzutreten. Die zum Teil widrigen Wetterbedingungen kamen erschwerend hinzu. Bei dem knappen Zeitplan an einem Rennwochenende hat er deswegen dann weitere wertvolle Trainingszeit verloren. Daher hat er sich im Rennen bis zu seiner Aufgabe recht ordentlich aus der Affäre gezogen. Trotzdem muss er in der Moto2-Klasse noch vieles lernen.»

Noccos Teamkollege Danny Kent, der Moto3-Weltmeister von 2015, kam ebenfalls nicht ins Ziel. «Auf diese Weise wollten wir das Rennen natürlich nicht beenden. Ich war schon in den Punkterängen, aber leider stürzte ich zwei Runden vor Schluss. Kurz zuvor spürte ich erstmals an diesem Wochenende etwas Chattering an der Front. Doch wahrscheinlich tauchte dieses Problem wegen zu wenig Trainingszeit auf trockener Piste zuvor nicht auf. Im Moment läuft es für uns sehr unglücklich, nachdem wir erneut von einem Rennen ohne Punkte abreisen. Aber wir geben nicht auf und werden weiterhin zu hundert Prozent pushen. Zum Glück geht es am nächsten Wochenende in Malaysia gleich weiter. Hoffentlich erleben wir dort ein erfreulicheres Wochenende.»

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