Baumgärtel (Kalex): «Forward nicht mehr bedienen»

Von Jordi Gutiérrez
Moto2
Kalex wird 2018 18 Fahrer ausstatten. Das Forward-Team soll nicht mit neuem Material versorgt werden. Im Titelkampf 2018 sieht Alex Baumgärtel von Kalex fünf Favoriten.

Die Hoffnung von Forward-Teambesitzer Giovanni Cuzari, MV Agusta für 2018 an Bord zu holen und eine Suter oder Kalex als MV Agusta für die Konstrukteurs-WM anzumelden, wird sich nicht erfüllen. Trotzdem testete das Forward-Team in Jerez mit Eric Granado und Stefano Manzi Bikes der Hersteller Kalex und Suter.

Suter zieht sich jedoch mit sofortiger Wirkung aus der Moto2-WM zurück. Und Alex Baumgärtel von Kalex betonte gegenüber SPEEDWEEK.com: «Wir sind jetzt bei 18 Bikes für 2018, da wir Forward nicht mehr bedienen wollen. Vielleicht macht es das sogar einfacher für uns im Wettbewerb mit KTM. Masse macht ja auch träge.» Forward fällt weg, doch Intact GP kehrt nach dem Rückzug von Suter zu Kalex zurück. Auch AGR und das Team von Fred Corminboeuf mit drei Fahrer entfallen. Fenati kommt im Rivacold-Team neu hinzu.

Bei den Tests in Jerez und Valencia waren die Kalex-Piloten Francesco Bagnaia, Mattia Pasini und Alex Márquez bereits auf dem Kalex-Material für 2018 unterwegs. Beim Jerez-Test war KTM-Pilot Miguel Oliveira Schnellster, in Valencia hatte Bagnaia die Nase vorne.

Wen siehst du 2018 vorne? «Verdammt, Oliveira», lachte Alex Baumgärtel von Kalex. «Oliveira, Bagnaia, Pasini, Márquez und Binder. Diese Fahrer sind es im Moment. Pasini: Fünf Poles in Folge gegen Morbidelli und Márquez ist schon nicht schlecht. Oliveira und Binder waren dann erst am Ende der Saison vorne dabei. KTM hat etwas gefunden, um auch im Qualifying auf eine schnelle Runde heranzukommen. Aber verdammte Axt: Pasini hat sehr großes Verständnis als Fahrer und auch für die Technik. Er ist ein sehr wertvoller Fahrer für uns.»

«Beim Test in Jerez war der Asphalt die große Unbekannte. Unsere Fahrer sagten, dass nicht mehr Grip vorhanden war. Aber es gab weniger Störimpulse durch den flachen, neuen Belag. Unglücklicherweise wurde die Strecke am Abend vor dem Test mit Wasser gereinigt. Das führte zu Verzögerungen am ersten Tag. Doch mit Pasini, Bagnaia und Márquez testeten wir schon die Teile für 2018. Rahmen, Gabelbrücken und Kleinigkeiten. Für Bagnaia war es der erste Test auf Öhlins-Federelementen. Danach ging es an die Arbeit mit Chassis, Schwinge und Übersetzung. Alles sehr positiv: Einlenkverhalten, Grip auf der Reifenkante und beim Herausbeschleunigen. Das bestätigten alle drei, obwohl die Set-ups recht unterschiedlich waren», freute sich Baumgärtel. «Diese Teile werden für 2018 produziert. Trotzdem werden wir weiterarbeiten und durch die Ergebnisse der Tests für Februar Anpassungen vorzunehmen. Die Aerodynamik war positiv. Diese Teile erhielten wir erst für den Valencia-Test.»

Der deutsche Motorradhersteller Kalex engineering hat beim Japan-GP den 49. Moto2-GP-Sieg in Folge gefeiert. Das Jubiläum des 50. Triumphs in Serie verhinderte aber das Red Bull KTM-Werksteam in Phillip Island eine Woche später. Denn Miguel Oliveira siegte – wie auch in Sepang und Valencia.

«Natürlich stehen wir durch die drei KTM-Siege durch Oliveira nun unter Druck. Er und Binder machten einen hervorragenden Job. Wir fordern uns nun mehr. Darum sehen wir alles positiv, alle waren bei den Tests glücklich mit dem neuen Material. Wir arbeiten nun am nächsten Schritt», versicherte Baumgärtel.

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