Wayne Gardner: «Remy braucht konkurrenzfähiges Bike»

Von Sharleena Wirsing
Moto2
Remy und Wayne Gardner

Remy und Wayne Gardner

«Remy ist es leid, keine konkurrenzfähige Maschine zu haben», klagt Ex-500-ccm-Weltmeister Wayne Gardner gegenüber SPEEDWEEK.com. 2019 will er seinen Sohn unter den Top-5 sehen.

Bei einem Motocross-Unfall erlitt Remy Gardner Ende April mehrere Brüche in seinen Beinen. Der Tech3-Pilot wurde deshalb bei den Grands Prix in Jerez, Le Mans und Mugello durch den 19-jährigen Spanier Hector Garzó ersetzt, der in der Moto2-EM als Teamkollege von Lukas Tulovic ebenfalls Tech3-Maschine fährt. Schon in Barcelona gab der Sohn von Ex-500-ccm-Weltmeister Wayne Gardner sein Comeback und sicherte trotz großer Schmerzen den 15. Platz. In Assen landete er auf Rang 18.

«Er macht sich bemerkenswert gut. Wirklich großartig, wenn man bedenkt, dass er sich vor acht Wochen bei einem Trainingsunfall Brüche in beiden Beinen zugezogen hat. Es war kein großer Crash, er fiel nur sehr unglücklich. Es war ein großer Schock, aber er erholte sich extrem schnell. Er ist positiv eingestellt. Bei seinem ersten Rennwochenende nach der Verletzung in Barcelona zeigte er eine unglaubliche Leistung auf diesem nicht konkurrenzfähigen Bike», kritisierte Gardner die Mistral 610 des Tech3-Teams.

Vor seiner Verletzungspause ließ Remy Gardner mit Platz 6 in Las Termas aufhorchen. Vater Wayne sucht für ihn nun ein konkurrenzfähiges Bike für die Saison 2019, in der erstmals die 765-ccm-Dreizylinder-Motoren von Triumph eingesetzt werden. «Ich sehe mich im Moment nach guten Optionen für Remy um. Er ist es leid, keine konkurrenzfähige Maschine zu haben. Die Tech3-Bikes sind schon einige Jahre alt, es wurden nur geringfügige Updates vorgenommen. Sie sollten eigentlich in einem Museum stehen. Wir suchen ein Team mit gutem Teammanager und Cheftechniker.»

Also wird Remy 2019 nicht für Tech3-KTM antreten? «Das würde ich nicht sagen, wir sehen uns aber um, damit wir die besten Optionen für Remy kennen. Im Moment wissen wir es noch nicht. Das Wichtigste sind ein starkes Bike und ein guter Crew-Chief.»

«Remy wird in den nächsten Rennen sicher wieder bessere Leistungen bringen. Wenn er fit ist, dann hat er die Fähigkeiten, um stets unter den Top-5 oder Top-6 zu liegen. Doch leider gibt das Material diese Platzierungen nicht her. Wenn er es 2018 also in die Top-10 schafft, ist das mit diesem Motorrad schon großartig. Die Tech3-Maschine ist nicht konkurrenzfähig. Das zeigt sich bei Bo [Bendsneyder] und Remy. Es wird kein Geld investiert, da das Team im nächsten Jahr mit den Maschinen von KTM antreten wird. Wir werden sehen. Die Top-10 wären fast ein Wunder, die Top-15 sind ein gutes Resultat», sagt Wayne Gardner.

Xavi Vierge stand 2017 in Japan mit der Mistral 610 des Tech3-Teams auf dem Podest und schloss die Saison als Gesamtelfter ab. Warum war er mit dieser Maschine so stark? «Naja, wenn man sich die Rundenzeiten ansieht, ist Remy nun schneller als Xavi im letzten Jahr. Und das auf derselben Maschine. Die anderen Bikes werden jedes Jahr besser, aber diese Maschine ist vier Jahre alt und nur wenigen Updates unterzogen worden. Die Rundenzeiten und die Gesamtzeiten in den Rennen waren meist schneller als die von Xavi, bevor sich Remy verletzte natürlich. Er macht sich genauso gut wie Xavi, aber der Rest des Moto2-Feldes ist in diesem Jahr schneller.»

Ex-Weltmeister Gardner sieht eine rosige Zukunft für seinen Sohn. «Der Wechsel zu den Triumph-Motoren mit mehr Drehmoment sollte gut für Remy sein. Das sollte seinem Fahrstil entgegenkommen. Ich bin mir sicher, dass Remy auf einem guten Bike in einem guten Team stetig unter den Top-5 liegen würde. Und er würde es auch mal auf das Podest schaffen. Daran habe ich keinen Zweifel. Ich denke, wir haben noch nicht das Beste von Remy gesehen, denn er hatte noch kein konkurrenzfähiges Bike. Das ist entscheidend. Man muss sich nur die Resultate der ganzen bisherigen Tech3-Piloten in der Moto2-Klasse ansehen», betonte Gardner.

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