Lukas Tulovic: Führerschein da – Moto2-GP-Platz weg

Von Johannes Orasche
Lukas Tulovic

Lukas Tulovic

Der deutsche Moto2-Rookie Lukas Tulovic hat den Motorrad-Führerschein bestanden, befindet sich aber sportlich in einer heiklen Situation.

Das Kiefer Racing Team mit GP-Neuling Lukas Tulovic hat harte Wochen hinter sich. Mit Sponsor-Aktionen wie dem One-Event-Partner auf dem Sachsenring hat das Team mit Hilfe von Tulovic-Manager Peter Bales alle Register gezogen. Der Hammer kam wenig später mit der Verkündung von Dorna, dass Kiefer Racing den Platz für 2020 verlieren würde.

Tulovic hat am Montag in seiner Heimat Eberbach in Baden-Württemberg die A2-Motorrad-Führerscheinprüfung bestanden, stilecht im Rennleder. «Ich darf jetzt 48 PS auf der Straße bewegen. Jetzt gibt es einen schönen BMW-Roller für mich. Mein Manager Peter Bales hat das Ding organisiert. Ich habe den Roller schon in Spielberg probiert. Er fährt sich richtig schön, das Ding läuft 150 oder so. Den werde ich noch schön bekleben und folieren.»

Tulovic verrät: «Den A1-Führerschein für die kleinen Motorräder habe ich schon mit 16 gemacht. Ich musste Achter fahren und alles andere, es gab keine Ausnahme. Es wäre peinlich gewesen, wenn ich die Prüfung nicht bestanden hätte. Beim Auto-Führerschein bin ich bei der ersten Prüfung durchgefallen, damals bin ich zu weit in eine Kreuzung eingefahren.»

Die Freude über den neuen fahrbaren Untersatz von BMW ist im Moment beim 19-Jährigen sehr getrübt. Tulovic wird seinen Fixplatz in der mittleren GP-Kategorie nach nur einem Jahr verlieren. «Aber es gibt für die Zukunft Ideen und Möglichkeiten, das ist im Moment Job meines Managements», sagt der Deutsche. «Das ist auch der Hauptgrund, warum es im Moment nicht so gut läuft. Kopf ausschalten, wie bei den Italienern und Spaniern, klappt im Moment daher nicht so gut. Weitergehen wird es auf alle Fälle, die Frage ist wie. Ich denke, es wird sich in den nächsten ein, zwei Rennen ergeben.Auch mit der IDM Superbike befasst er sich: „Ich schließe im Moment nix aus.“ Übrigens: Manager Bales hat bereits ein BMW Superbike auf Social Media präsentiert 

Bei der Firma Lakowa – dem Sachsenring-Sponsor von Kiefer Racing – gab es zuletzt einen Termin mit Teambesitzer Jochen Kiefer. Am Samstag schrieb «Tulo» dann Autogramme auf Einladung seines Helmsponsors LS2 bei einem Händler. Diese Woche wird noch in Walldorf und Schafheim trainiert. In Assen darf Tulovic auf Einladung von Aprilia am Montag vor dem Misano-GP die neue RSV4 testen.

Tulovic blickt dann weiter nach vorne: «Misano wird sicher wieder eine interessante Sache. Diese Piste wird wie Mugello auch wieder Neuland für mich.»

Was die GP-Rennstrecken betrifft, hat Tulovic längst seine Favoriten: «Von der Anlage her definitiv der Red Bull Ring in Spielberg, auch mit dem Media-Center und der ganzen Infrastruktur. Von der Piste und dem Layout hat mir Mugello sehr gut gefallen und ich gehe davon aus, dass mir auch Phillip Island gefallen wird.»


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