Sandro Cortese: «1. Moto2-Sieg? Ich sag’ nichts»

Von Günther Wiesinger
Moto2
Sandro Cortese auf der Kalex

Sandro Cortese auf der Kalex

Sandro Cortese will die Schmach von Katar ausmerzen und in Texas punkten. Er lobt Marcel Schrötter und weiss nicht, wann er reif ist für den ersten Sieg.

Moto3-Weltmeister Sandro Cortese (23) schrammte in Katar als 17. An den Punkterängen vorbei. Doch der Kalex-Pilot aus dem Dynavolt Intact GP-Team will diese Scharte in Texas ausmerzen.

Sandro Cortese weiss, dass die Grundlage für ein zufriedenstellendes Ergebnis bereits im Qualifying gelegt wird. Das heisst: Es muss versuchen, einen Platz in den ersten vier Startreihen (das wäre Top-12) zu ergattern. Und er muss sich dazu auf dem Circuit of the Americas am besten einen Windschatten suchen.

Einen Verbündeten, mit dem er gemeinsame Sache machen könnte, hat Sandro bisher nicht gefunden. «Man hat als Rennfahrer keine Freundschaften im Feld», klärt der Berkheimer auf. «Selbst Danny Kent, der 2012 mein Teamkollege war, ist nicht gerade mein Kumpel.»

Sandro Cortese hat in der 125er-WM 106 Rennen gebraucht bis zum ersten Sieg. Sein Cheftechniker Jürgen Lingg hat kürzlich gesagt: «Ich hoffe, dass es in der Moto2-WM bei Sandro bis zum ersten Sieg nicht wieder 100 Grands Prix dauert.»

Nach den sieben GP-Siegen in den letzten eineinhalb Jahren ist Cortese selbstsicher genug, um so eine Durststrecke ausschliessen zu können. «Es wird nicht 100 Rennen dauern», versichert der Kalex-Pilot. Auf eine genaue Schätzung will sich Cortese anfangs nicht einlassen. «Wie viele Rennen sind in diesem Jahr noch? 16?», erkundigt er sich dann. «Ah, dazu will ich jetzt nichts sagen. Keine Ahnung. Ich hoffe, dass es bald klappt. Irgendwann...»

Dass ihn Landsmann Marcel Schrötter in Katar im Qualifying und im Rennen besiegte, bringt Cortese nicht aus der Fassung. «Man muss den Marcel loben, denn er hat einen ziemlich harten Winter gehabt; er hat nicht gewusst, wie es weitergeht. So ähnlich ist es mir auch schon ergangen. Dadurch weiss ich aus Erfahrung, wie schwierig das zu verkraften ist. Er hat aus dieser Geschichte auch viel Motivation rausgeholt. Je mehr Deutsche vorne dabei sind, desto gesünder ist das für den deutschen Motorradsport. Das tut uns allen gut.»
 
    

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