2014: Neuer Trainingsplan für Marcel Schrötter

Von Sharleena Wirsing
Moto2

Marcel Schrötter wird sich 2014 auf der Moto2-Eigenbaumaschine von Tech3 versuchen. Um perfekt auf diese neue Herausforderung vorbereitet zu sein, absolviert er ein umfangreiches Trainingsprogramm.

2014 tritt Moto2-Pilot Marcel Schrötter an der Seite des spanischen Rookie Alex Mariñelarena für das Tech3-Team an. Er pilotiert das selbst konstruierte Rolling-Chassis von Guy Coulon, das mit dem Honda-Einheitsmotor versehen ist. Zur Vorbereitung auf die Saison 2014 absolviert Schrötter ein aufwändiges Trainingsprogramm.

Beim Superprestigio-Dirt-Track in Barcelona stellte Moto2-Pilot Marcel Schrötter sein Talent auf unbekanntem Terrain unter Beweis. Der Bayer kämpfte im Quali-Lauf sogar gegen MotoGP-Champ Marc Márquez. «Aus meiner Sicht hat 2014 um einiges arbeitsreicher als in der Vergangenheit üblich begonnen. Noch vor dem Jahreswechsel bin ich nach Katalonien in meine zweite Heimat zurück gereist, um dann Anfang Januar an einem Event meines neuen Helmausrüsters in Almeria teilzunehmen. Am vorletzten Wochenende stand mit dem Dirt-Track-Spektakel in Barcelona auch schon der erste Wettbewerb im neuen Jahr auf dem Programm», fasst Schrötter in seinem Blog zusammen.

Zur intensiven Saisonvorbereitung gehört auch ein neuer Trainingsplan für den Bayern: «In der vergangenen Woche begannen dann die eigentlichen Saisonvorbereitungen mit einem Trainingsaufenthalt bei Nico Terol in Alcoy. Von nun an werde ich nach einem von Nicos Trainer eigens für mich abgestimmten Programm arbeiten. Zum gegenseitigen Kennenlernen und für einen ersten Vorgeschmack reiste ich zusammen mit Jonas (Anm.: Folger) nach Alcoy.»

Hartes Training in Alcoy mit Terol

«Nach der Anreise am Montag starteten wir tags darauf mit dem Training. Am Vormittag stand eine Session mit 100-ccm-Bikes auf dem Programm. Mit diesen Mini-MX-Maschinen wurde auf einer Flat-Track-Anlage trainiert, die Nicos Betreuer gehört. Wir fuhren also Motocross auf einer vollkommen flachen Piste ohne Sprünge. Das war natürlich ein lustiger Start in eine ansonsten schweißtreibende Trainingswoche», schickt Schrötter voraus. «Diese Art Training mit Motorrädern wird fixer Bestandteil des Vorbereitungsprogramms sein. Das Fahren macht unglaublich viel Spaß und das Verletzungsrisiko ist eher gering. Der eigentliche Zweck der Übung besteht darin, dass man auf der Flat Track viel driftet. Auf diese Weise entwickelt man ein exzellentes Feingefühl für das Motorrad. Am späten Nachmittag des gleichen Tages wurde zur Auflockerung ein dem Squash sehr ähnlicher Ballsport gespielt.»

«Am Mittwoch ging es, nach einer Mountainbike-Tour, zum ersten Mal ins Fitnessstudio, was gleichzeitig ein erster Belastungstest war. Daraufhin hat unser Trainer ein Zirkeltraining zusammengestellt, dessen Übungen gezielt auf Ausdauer, Spritzigkeit und Reaktionsvermögen abgestimmt sind. Donnerstag trainierten wir den ganzen Tag mit dem Supermoto-Bike auf der Kartbahn in Oliva, einer kleinen Stadt am Meer unweit von Gandia. Freitagvormittag stand wieder eine Session im Fitnessstudio auf dem Programm, und zwar schon mit dem neu erstellten Zirkeltraining. Am Nachmittag gingen Jonas und ich zum Ausgleich schwimmen. Vor der Abreise am Samstagnachmittag machten wir alle zusammen noch einmal eine ausgedehnte Mountainbike-Tour in den umliegenden Bergen. Abgesehen von ganztägigem Fahrtraining mit Motorrädern und Ausfahrten mit dem Mountainbike dauert eine der zwei täglichen Trainingseinheiten etwa zwei bis zweieinhalb Stunden.»

Trainings- und Ernährungsumstellung

«Nach dieser Woche ist für mich klar ersichtlich, welche Änderungen ich beim Training machen muss. Aber in dieser Konstellation, gemeinsam mit Jonas und dann und wann einmal mit Nico, schuftet man wirklich gerne für die Fitness. In Zukunft werde ich auch viel Wert auf richtige Ernährung legen. Diesbezüglich muss ich wohl auf einiges verzichten», weiß der zweifache Deutsche Meister und Europameister Marcel Schrötter.

Der neue Trainingsplan des 21-Jährigen gibt ein intensives Programm vor, doch er bietet die nötige Abwechslung. «Einen strikten Plan in dem Sinn wird so nicht geben, sondern dieser dient als Vorgabe, die ich allerdings einhalten werde. Zudem wird das Training von Woche zu Woche unterschiedlich gestaltet. Aber eines ist jetzt schon klar, nämlich dass meine Vorbereitung komplett anders und viel geradliniger abläuft als in den Jahren zuvor.» 2014 wird Marcel Schrötter also perfekt vorbereitet in die neue Saison starten.

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