Michael Bartholemy: «Bin von Kallio nicht enttäuscht»

Von Jordi Gutiérrez
Moto2
Mika Kallio auf der Marc-VDS-Kalex in Mugello: nur Platz 6

Mika Kallio auf der Marc-VDS-Kalex in Mugello: nur Platz 6

MarcVDS-Teamchef Michael Bartholemy hat seine eigene Erklärung für das schwache Abschneiden des Moto2-WM-Zweiten beim Mugello-GP.

Marc-VDS-Racing-Teammanager Michael Bartholemy wunderte sich, warum beim Dunlop-Test in Mugello am Dienstag nur 14 Moto2-Fahrer antraten.

«Wir haben ein paar neue Sachen, die wir testen wollten, da uns an den GP-Wochenenden immer wieder die Zeit nicht reicht. Auch neue Abstimmungen haben wir ausprobiert», erklärte der Belgier, der mit den Fahrer Rabat und Kallio die WM anführt und mit ihnen fünf von sechs Saisonrennen gewonnen hat. «Ich habe zu den Teamchefs gehört, die bei der Teamvereinigung IRTA durchgesetzt haben, dass wir in Europa 2014 ein paar After-Race-Tests machen, weil das unser Budget wenig strapaziert, wenn wir nicht verreisen müssen. Deshalb war ich enttäuscht, als ich gesehen habe, dass viele Teams nach Hause gefahren sind. Wenn man schon vom Veranstalter die Rennstrecke und die Reifen kostenlos bekommt, sollte man auch bleiben. Die zwei zusätzlichen Hotelnächte bringen keinen um. Es ist wichtig zu fahren und etwas zu probieren. Du kannst bei so einem Test einiges lernen, was dir irgendwann in der Saison wieder zugute kommt.»

Worum ging es beim Mugello-Test von Tito Rabat und Mika Kallio?
«Wir haben neue Reifen probiert, das Basis-Set-up verbessert und uns ein bisschen um die Federelemente gekümmert», schilderte Bartholemy. «Eigentlich wollten wir auch eine neue Schwinge von Kalex testen, wir haben sie aber für Mike schon vor dem Rennwochenende bekommen. Sie funktioniert nicht schlecht. Wir haben sie schon beim Almeria-Test nach dem Jerez-GP ausprobiert. Das ist der richtige Weg. Auch wenn Mike beim Rennen in Mugello nicht so stark war wie zuletzt bei seinen Siegen in Jerez und Le Mans.»

«Mugello ist eine schwierige Strecke für Mike und überhaupt eine schwierige Strecke für kleinere Fahrer», meint der Belgier. «Denn du hast drei schnelle Schikanen, wo du die Maschine mit viel Kraftaufwand von links nach rechts bewegen musst. Da tun sich die kleineren Fahrer etwas schwerer als die kräftigeren. Deshalb hatte unsere Scott Redding hier 2013 mit Abstand die Pole-Position! Tito Rabat hat bei unseren Daten anfangs gesehen, dass Scott im Vorjahr an einigen Stellen schneller war...»

Bartholemy weiter: «Aber ich war von Mikas Rennresultat nicht enttäuscht. Wir waren 2013 mit ihm dort Fünfter, jetzt Sechster. Das ist so die Mike-Kallio-Position für Mugello. Es werden wieder bessere Tage für ihn kommen, zum Beispiel in Assen, auf dem Sachsenring und in Brünn. Das sind Strecken, auf denen er absolut stark ist. Dort wird Mika den 22-Punkte-Rückstand auf Tito Rabat vielleicht wieder verringern können.»

In der WM-Tabelle sieht es vorläufig für Marc VDS recht gemütlich aus: Rabat liegt 55 Punkte vor den ex-aequo-Drittplatzierten Maverick Viñales und Domi Aegerter, Kallio 33 Punkte.
Bartholemy: «Das heisst, wir können die Sache etwas ruhiger angehen lassen als noch vor zwei, drei Rennen, was auch immer kommt.»

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