Dominique Aegerter: Gelungener 8-h-Test in Suzuka

Von Günther Wiesinger
Moto2
Der Schweizer Moto2-Pilot Dominique Aegerter aus dem Technomag-Team testete letzte Woche in Suzuka die Endurance-Suzuki des Kagayama-Teams. Er will im Rennen gewinnen – oder unter die Top-3.

Dominique Aegerter wird am 27. Juli in Suzuka gemeinsam mit den schnellen Japanern Yukio Kagayama und Noriyuki Haga den legendären Acht-Stunden-Langstrecken-WM-Lauf bestreiten – für das Team Kagayama auf einer Suzuki GSX-R1000.

Zwischen den WM-Rennen in Assen und auf dem Sachsenring flog der Moto2-WM-Vierte nach Japan, um am offiziellen Test für das «Eight Hour Race» teilzunehmen.

Domi, wie ist der Deal zwischen dem Kagayama-Team und dir zustande gekommen?

Ich habe vor zwei Jahren auf der Ranch von Kenny Roberts beim Dirt-Track-Fahren die Japanerin Hatsumi Tsukamoto kennengelernt, die für Suzuki arbeitet. Sie hat mich dann in diesem Jahr einmal gefragt, ob ich Interesse am 8-h-Rennen hätte.
Ich war interessiert. Ich habe dann mit dem Team geschaut, ob ich das machen kann. Ich habe das Okay bekommen, also habe ich zugesagt.

Du hast nach dem Barcelona-GP eine MotoGP-Kawasaki getestet, jetzt eine Endurance-Suzuki. Kriegst du da keine Probleme mit Honda?

Nein, ich habe zwar einen Vertrag mit Honda Suisse, aber wegen einem Rennen... Das ist nicht so schlimm.

Du warst letzte Woche beim Test in Suzuka. Wie ist er verlaufen?

Ich bin am Mittwoch und Donnerstag gefahren. Und ich fliege am 22. Juli wieder rüber zum Rennen.
Ich bin an den zwei Tagen nichts ehr viel zum Fahren gekommen, denn es hat noch einen Tag geregnet.
Der Suzuka Circuit ist eine richtig geile Strecke, wirklich cool, sie ist 5,9 km lang. Rundenzeit 2:10 min. ich war gleich schnell wie Kagayama, Haga war eine halbe Sekunde langsamer als ich.

Du hast die beiden Japaner bisher nie getroffen?

Nein, ich kannte sie nur vom Namen her. Sie sind beide 39 und 40 Jahre alt, haben sehr viel Erfahrung und sind ein bisschen crazy.

Das Team Kagayama ist im Vorjahr mit Kevin Schwantz auf Platz 3 gelandet, mit dir wollen sie gewinnen?

Ja, natürlich. Aber wir sind kein offizielles Werksteam. Es gibt Werksteams von Yamaha, Suzuki, Honda und Kawasaki. Auf diese Teams verlieren wir bei den Boxenstopps etwas Zeit. Wir haben 24-Liter-Tanks und müssen jede Stunde an die Box zum Reifenwechsel und Nachtanken. Das dauert bei den Werksteams 10 Sekunden, bei uns etwa 15. Wir müssen also sieben Stopps machen.

Wie viele Turns wirst du fahren müssen?

Das ist noch nicht klar. Einen, zwei oder vielleicht drei.

Bei so einem 8-h-Rennen wird normalerweise mit weniger Risiko gefahren als bei einem Grand Prix über 40 Minuten. Fällt dir diese Umstellung schwer?

Nein, denn ich finde das Limit ziemlich gut. Ich bin kein Sturzfahrer und kann das Motorrad sehr gut beherrschen. Ich kann Vollgas fahren und die Maschine trotzdem unter Kontrolle halten.

Suzuka ist im Sommer auch für die Hitze und die hohe Luftfeuchtigkeit bekannt.

Ja, der erste Tag war richtig arg. 38 Grad und wirklich schwül.

Ein dritter Platz gegen all diese Werksteams wäre schon ein Achtungserfolg?

Schwierig zu sagen. Wir haben bei den Tests mehr als eine Sekunde pro Runde verloren. Ich selber habe 2,1 Sekunden auf die Bestzeit der schnellsten Japaner verloren. Es sind nicht nur so Schokolade-Fahrer... Aber es fahren auch Amateure mit, der vier oder fünf Sekunden einbüssen. Insgesamt werden 60 Teilnehmer auf der Piste sein.

Kannst du im Training in zwei Wochen durch bessere Streckenkenntnis noch näher an die Bestzeit rankommen?

Ja, sicher. Ich habe mich letzte Woche bei jedem Turn um eine halbe Sekunde gesteigert. Es hat sehr viel Verkehr.

Das 8-h-Rennen beginnt mit einem Le-Mans-Start, man muss also über die Fahrbahn zum Motorrad sprinten. Wer macht den?

Weiss ich nicht. Darüber haben wir noch nicht gesprochen. Ich weiss nicht, ob ich der Startfahrers ein werde. Das ist noch nicht klar. Kagayama leidet noch an einer Fussverletzung. Er ist beim Laufen noch nicht so schnell.

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