Domi Aegerter: «Noch weit von schnellem Rhythmus weg»

Von Jordi Gutiérrez
Moto2
Dominique Aegerter auf der Kalex des Teams Technomag Interwetten

Dominique Aegerter auf der Kalex des Teams Technomag Interwetten

Nach seinem schweren Unfall 2015 in Aragón ist Dominique Aegerter wieder topfit, doch am ersten Tag des Jerez-Tests musste der Schweizer erst den Winterrost abstreifen.

In der Saison 2015 erlebte Dominique Aegerter einige Enttäuschungen. Der Berner hatte große Mühe mit dem Umstieg von Suter auf Kalex. Erst in Mugello kam Hoffnung auf, als der Schweizer auf Platz 3 preschte. Doch ein weiterer Podestplatz gelang ihm nicht.

In Aragón wurde der 25-Jährige dann schwer verletzt, als ihn Xavier Simeon vom Motorrad holte: ein Rippenbruch, rechts ein Mittelhandknochen gebrochen, Fraktur des Radiusknochens an der rechten Hand, dazu Risse in vier Rückenwirbeln. Ein Comeback in Valencia scheiterte an den großen Schmerzen. Am Ende lag er auf WM-Rang 17.

«Mir geht es jetzt wieder gut», versicherte der Schweizer in Jerez. «Die Knochen sind wieder zusammengewachsen, die Muskeln konnte ich wieder aufbauen. Es war geil, wieder zurück auf dem Bike zu sein. Am Morgen hatten wir hier Probleme mit der Elektronik, denn es war unser erster Rollout. In den anderen drei Stunden konnten wir gut arbeiten, ich kam wieder in meinen Rhythmus. Ich habe einen neuen Cheftechniker, mit dem die Zusammenarbeit schon recht gut funktioniert. Wir versuchen jetzt, die Geometrie auf meinen Fahrstil anzupassen. Er ist neu bei uns, aber er kennt sich mit der Moto2-Maschine bereits aus.» Der Franzose Florian Chiffoleau, der 2015 im Tech3-Team für Xavier Vierge zuständig war, ist 2016 Dominique Aegerters neuer Chefmechaniker, während Aegerters bisheriger Crew-Chief Gilles Bigot die Position von Alfred Willeke in der Mannschaft von Tom Lüthi einnahm.

Durch deine Verletzung hattest du eine sehr lange Winterpause. Wie fühlte es sich für dich an, nun wieder auf dem Bike zu sitzen? «Klar, ich fuhr in Valencia einen Tag, aber eigentlich konnte ich seit September nicht mehr wirklich fahren. Daher freut es mich umso mehr, wieder bei meinem Baby zu sein. Doch um wieder richtig ans Limit zu gehen, brauche ich einfach noch mehr Kilometer. Ich bin schon noch weit weg von meinem schnellen Rhythmus. Wir haben super Material, alles passt. Jetzt muss ich noch schneller werden und ein gutes Setting finden.»

Musstest du dein Training nach deiner Verletzung umstellen? «Ja, nach dem Unfall musste ich anders trainieren. Im neuen Jahr war ich aber wieder fit. Trotzdem habe ich mein Training umstellt, denn ich war einen Monat lang in Spanien und habe dort mit einem Personal Trainer zusammen mit Robin Mulhauser gearbeitet. Wir saßen fast alle zwei Tage auf dem Motorrad – Motocross oder Supermoto.»

Die inoffzielle Zeitenliste aus Jerez, Tag 1:

1. Lorenzo Baldassarri (Kalex) 1:42,939 min

2. Marcel Schrötter (Kalex) 1:43,166

3. Mattia Pasini (Kalex) 1:43,225

4. Axel Pons (Kalex) 1:43,435

5. Simone Corsi (Speed Up) 1:43,502

6. Xavier Simeon (Speed Up) 1:44,324

7. Luca Marini (Kalex) 1:44,621

8. Federico Fuligni (Suter) 1:46,510

9. Alessandro Tonucci (Kalex) 1:46,773

Zum Vergleich: Die Pole-Zeit 2015 lag bei 1:42,874 min

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