Dominique Aegerter: «Bin etwas nervös geworden»

Von Jordi Gutiérrez
Moto2

Seine Verletzungen sind verheilt, Dominique Aegerter startet topfit in die neue Moto2-Saison. Beim Test in Jerez machte die Kalex des Schweizers jedoch ein paar Probleme.

Nach seinen schweren Verletzungen 2015 in Aragón, als ihn Xavier Simeon vom Motorrad holte, musste Dominique Aegerter im Winter hart trainieren, um für die Saison 2016 wieder fit zu werden. Das gelang dem Schweizer. Am ersten Testtag in Jerez musste er nach der langen Pause erst den Winterrost abstreifen, doch am zweiten Tag kam der 25-Jährige wieder in Fahrt.

Am Dienstagmorgen hatte das Technomag-Team noch Schwierigkeiten mit der Elektronik der Moto2-Kalex, die am Nachmittag beseitigt wurden. Doch einen kleinen Rückschlag erlebte der Moto2-Pilot auch am zweiten Tag, als der Honda CBR 600 RR-Motor Probleme machte. «Die schlechte Nachricht ist, dass am Ende des zweiten Testtages dieselbe Schraube von meinem Motor abbrach wie schon im Rennen von Katar. Das war aber nicht so schlimm, denn ich verlor dabei nur die letzten 20 Minuten, als die Temperaturen ohnehin schon kühler waren.»

«Am Morgen des zweiten Tages bin ich etwas nervös geworden, denn wir konnten das Motorrad nicht verbessern. Das hat mich gestresst, ich war nervös, aber plötzlich haben wir eine Richtung gefunden, die mir sofort eine halbe Sekunde brachte. Am Ende war ich schnell unterwegs und auch die Konstanz stimmte. Ich freue mich sehr, dass ich schon am zweiten Tag auf dem Motorrad gute Zeiten fahren konnte. Meine Bestzeit lag nach insgesamt 95 Runden an zwei Tagen bei 1:42,9 min.» Zum Vergleich: Simone Corsi fuhr mit seiner Speed Up eine Zeit von 1:42,361 min und war damit eine halbe Sekunde schneller als die Pole-Zeit 2015.

«Insgesamt war es ein guter Test – bis auf die zwei Aussetzer wegen dem Motorrad. Das ist nicht gut, weil wir nur zehn private Testtage für diese Saison haben. Ich hatte am zweiten Tag Muskelkater, obwohl ich den ganzen Winter viel trainiert habe, auch die Konzentration auf dem Motorrad ist ganz anders als beim Training. Mit meinem neuen Crew-Chief konnten wir sehr gut arbeiten, auch mit WP. Wir haben eine gute Basis gefunden, wir müssen nun schauen, ob das auf anderen Strecken und über eine Renndistanz funktioniert.»

Der Franzose Florian Chiffoleau, der 2015 im Tech3-Team für Xavi Vierge zuständig war, ist 2016 Dominique Aegerters neuer Chefmechaniker, während Aegerters bisheriger Crew-Chief Gilles Bigot die Position von Alfred Willeke in der Mannschaft von Tom Lüthi einnahm.

«Was meine Verletzungen aus dem letzten Jahr betrifft, ist alles super. Sie sind alle verheilt. Ich hatte Muskelkater, aber ich bin topfit. Leute, die nicht Motorrad fahren, können sich gar nicht vorstellen, wie anstrengend das ist. Die Muskeln werden auch beim Motocross- oder Supermoto-Training anders beansprucht. Wenn mit der Moto2-Maschine etwas nicht funktioniert, dann kann man nach zwei Runden schon ganz verkrampft sein», weiß Aegerter.

Die inoffzielle Zeitenliste aus Jerez:

1. Simone Corsi (Speed Up) 1:42,361 min
2. Lorenzo Baldassarri (Kalex) 1:42,620
3. Axel Pons (Kalex) 1:42,638
4. Marcel Schrötter (Kalex) 1:42,912
5. Mattia Pasini (Kalex) 1:43,077
6. Luca Marini (Kalex) 1:44,257
7. Xavier Simeon (Speed Up) 1:44,324
8. Federico Fuligni (CEV, Suter) 1:46,510
9. Alessandro Tonucci (Kalex) 1:46,773

Zum Vergleich: Die Pole-Zeit 2015 lag bei 1:42,874 min

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