Jonas Folger/3.: Stark durch Rückkehr zum Jerez-Bike?

Von Sharleena Wirsing
Moto2
Jonas Folger auf dem Sachsenring

Jonas Folger auf dem Sachsenring

In Assen kündigte Jonas Folger gegenüber SPEEDWEEK.com an, wieder zur Gabel und Schwinge zurückzukehren, die er bis Jerez einsetzte. Bisher scheint diese Entscheidung Früchte zu tragen.

In den letzten vier Rennen konnte Folger nur 16 Punkte sammeln und fiel auf WM-Rang 7 zurück. Er liegt nun 63 Punkte hinter WM-Leader Johann Zarco. Was löste das Formtief des Bayern, der 2017 für Tech3-Yamaha in der MotoGP-Klasse antreten wird, aus? Folger hat eine Vermutung und kündigte nach dem Assen-GP eine große Veränderung an seiner Kalex an. Auf dem Sachsenring kehrte Folger zu der Öhlins-Gabel und Schwinge zurück, die er bis zu Jerez-GP einsetzte. Von Argentinien bis Jerez hatte Folger die Plätze 3, 5 und 2 erreicht. In Katar war er in Führung liegend gestürzt.

«Wir haben nicht nur die Schwinge, sondern auch die Gabel gewechselt. Wir verwenden nun also das Motorrad, wie wir es auch von Katar bis Jerez einsetzten. Nach Jerez haben wir getestet und neue Teile verbaut. Wir dachten, dass sie eine Verbesserungen bringen. Natürlich haben wir nach dem ersten Tag noch nicht die völlige Bestätigung, dass die Rückkehr eine Verbesserung bringt. Doch für den ersten Tag war das ganz gut. Wir gehen wieder in die richtige Richtung», ist Folger überzeugt. 0,295 sec trennten den Kalex-Pilot aus dem Team Dynavolt Intact GP am Ende von der Bestzeit des Japaners Takaaki Nakagami.

Am Freitag herrschten auf dem Sachsenring gemischte Wetterverhältnisse und kühle Temperaturen. «Die Bedingungen waren nicht einfach, aber für alle gleich. Leider konnten wir nicht viele Runden im Trockenen fahren, aber diese Runden waren genau deshalb sehr wichtig. Ich hoffe, dass es am Samstag besser wird, damit wir mit dem ‹alten› Material weiterarbeiten können. Aber wir können das Wetter nicht beeinflussen. Im Trockenen waren wir schnell, das ist wichtig.»

Auf dem Sachsenring erhält der Bayer viel Besuch aus seiner Heimat. «Ja, einige Freunde, meine Familie und meine Freundin kommen her. Ich habe zwar nicht viel Zeit, aber die Zeit, die ich hier habe, genieße ich auch. Nur einmal im Jahr kann die gesamte Familie herkommen, trotzdem muss ich konzentriert bleiben und darf mich nicht zu sehr ablenken lassen.»

Wie stehen die Chancen auf einen Sieg auf dem Sachsenring? «Wir sollten den Ball flach halten», lachte Folger. «Natürlich wäre das ein Traum, den Heim-GP zu gewinnen, aber wir müssen jetzt so weitermachen, damit wir es am Samstag wieder unter die Top-3 schaffen.»

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