Jorge Martin wieder fast der Alte: «Fühlte mich so, wie ich einmal war»
Insgeheim hatte Jorge Martin auf einen MotoGP-Podestplatz beim Großen Preis von Thailand spekuliert. «Der war möglich, ich gebe diesem Rennen 9 von 10 Punkte», sagte der Aprilia-Star nach Platz 4.
Während sich Polesetter Marco Bezzecchi auf dem Chang Circuit in Buriram ab der ersten Runde immer weiter absetzen und mit 5,543 sec Vorsprung souverän seinen saisonübergreifend dritten Grand-Prix-Sieg in Folge feiern konnte, gab es hinter dem Italiener teils spektakuläre Kämpfe um die Plätze 2 bis 5.
Raul Fernandez war lange einsamer Zweiter, wurde aber fünf Runden vor Schluss von Sprintsieger Pedro Acosta (Red Bull KTM) kassiert, der damit weiterhin die Weltmeisterschaft anführt. Acosta musste sich erst gegen Jorge Martin und Titelträger Marc Marquez (Ducati Lenovo) durchsetzen, der später mit einem furchteinflößenden Reifenschaden ausschied.
Martin: «Konnte gegen Marc und Pedro kämpfen»
Martin sah die Zielflagge 12,182 sec hinter dem Sieger als Vierter und trat bestens gelaunt vor die Medien. «Ich bin sehr glücklich, dass ich so fahren und meine Pace über die Tage so eindrucksvoll verbessern konnte», strahlte der Weltmeister von 2024. «Im Qualifying und in beiden Rennen Top-5 – das ist schön. Ich konnte gegen Marc und Pedro kämpfen, ich fühlte mich wieder so, wie ich einmal war. Um Bezzecchi und die anderen einzuholen, muss ich meine Abstimmung weiter verbessern. Fernandez war nicht weit weg, das Podium lag in Reichweite. Deshalb gebe ich diesem Rennen 9 von 10 Punkte.»
«Marc war sehr stark, bis er das Problem mit dem Reifen bekam», hielt Jorge fest. «Er holte zu Fernandez und Acosta auf und wäre wahrscheinlich Zweiter geworden. Diese Strecke hier ist anders als alle anderen, ich gehe davon aus, dass Ducati die restliche Saison extrem stark sein wird. In Buriram konnten wir viele Runden drehen, deshalb waren wir gut vorbereitet. Sie haben mehr Motorräder auf der Strecke, aber Aprilia ist stark und wir haben die Chance, um den Titel zu kämpfen.»
Jorge Martin jetzt WM-Vierter
«Ich bin viel näher dran, als ich erwartet hatte», meinte der 28-Jährige, der jetzt WM-Vierter ist. «Während des Tests konnte ich kaum zwölf Runden am Stück fahren, im Sprint war diese Distanz okay für mich. Und die 26 Runden heute waren knifflig, ich konnte meine Schwächen genau spüren und weiß, wo ich mich zu verbessern habe. Ich schufte, um mich in jedem kleinen Punkt zu steigern. Am Sonntag gelang mir ein Schritt, insgesamt funktioniert dieses Bike sehr gut für mich. Noch habe ich aber keine Basis, um damit überall zu fahren. Momentan bin ich noch zu sehr damit beschäftigt, mich permanent anzupassen. Wenn ich das hinter mir habe, ist mir der nächste kleine Schritt gelungen. Dann werde ich in der Lage sein, um Siege zu kämpfen.»
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