Folger & Schrötter: Starker Start beim Österreich-GP

Von Sharleena Wirsing
Moto2

Die Moto2-Piloten Jonas Folger und Marcel Schrötter zeigten beim Grand Prix auf dem Red Bull Ring ein solides erstes Training. Die Bayern haben hohe Ziele für den Grand Prix von Österreich.

«Ja, es lief echt gut, obwohl es bei den kalten Bedingungen nicht ganz einfach war. Ich fuhr zwei Runs mit dem harten Hinterreifen Nummer 4, danach wechselten wir auf den weicheren Hinterreifen Nummer 3. Das war schon viel besser. Auch Fahrerisch konnte ich mich dann noch etwas besser anpassen, auch was die letzte Kurve betrifft. Bisher funktioniert das ganz gut», erklärte Jonas Folger nach Platz 2 im Gespräch mit SPEEDWEEK.com. Nur 0,118 sec trennten den Kalex-Fahrer aus dem Team Dynavolt Intact GP von der Bestzeit des Franzosen Johann Zarco.

Wie veränderte sich die Charakteristik der Kurve 10 durch die Verschmälerung der Fahrbahn um zwei Meter? «Es ist eigentlich ganz einfach, wir müssen dort nur mehr Speed herausnehmen. Man ist länger auf der Bremse, die Kurve an sich ist gleich, der Ausgang ist nur enger. Ich denke, jede Sicherheitsmaßnahme ist wichtig, ob das nun für Moto3, MotoGP oder für uns ist. Das ist für alle richtig.»

Konntet ihr bei den niedrigen Temperaturen bereits feststellen, an welchen Bereichen der Maschine noch gearbeitet werden muss? «Noch nicht ganz. Wir haben schon eine gute Richtung eingeschlagen, aber momentan kann ich fahrerisch noch mehr bewirken. Im ersten und zweiten Sektor muss ich mich noch stark verbessern, dafür brauchen wir vielleicht auch noch mehr Bremsstabilität.»

Nachdem Jonas Folger in den vier Moto2-Rennen vor seinem Heim-GP nur 16 Punkte sammeln konnte, meldete sich der Deutsche im Regenrennen auf dem Sachsenring mit einem Podestplatz zurück. Er unterlag Sieger Johann Zarco nur um 0,059 sec. In Österreich will er an diese Leistung anknüpfen.

Marcel Schrötter hielt das gesamte erste Training weit vorne mit und sicherte am Ende den fünften Rang der Zeitenliste. Er lag 0,5 sec hinter Zarcos Bestzeit. «Ich habe mich gut zurechtgefunden und hatte Spaß. Natürlich haben die Fahrer nun einen Vorteil, die schon getestet haben. Ich hoffe natürlich, dass die anderen noch länger brauchen, um diesen Nachteil zu beseitigen», lachte der 23-Jährige in der Box des AGR-Teams. «Doch die Bedingungen waren ganz anders als beim Test, denn damals war es viel wärmer. Alle waren happy mit dem Grip, durch die kühlen Temperaturen nahm der Grip nun aber deutlich ab. Die Reifen sahen schnell ziemlich schlecht aus, während wir beim Test viele Runden mit ihnen fahren konnten. Trotzdem waren wir gut dabei, ich fühle mich wohl. So müssen wir weitermachen. Hoffentlich können wir uns an diesem Wochenende unter den Top-5 oder Top-6 halten. Die ersten zwei Startreihen wären ein klasse Ausgangspunkt für das Rennen», weiß der Bayer, der für 2017 Chancen auf ein weiteres Jahr im AGR-Team, aber auch den Platz bei Intact GP als Nachfolger von Jonas Folger hat.

Schrötter gefällt der 4,3 Kilometer lange Red Bull Ring. «Wenn man sich die Strecke auf dem Papier ansieht, dann denkt man: Ja, easy. Es gibt aber doch viel bergauf und bergab, und im ersten Teil hat man drei harte Bremszonen. Das heißt zweimal bergauf und einmal bergab – also komplett unterschiedliche Anforderungen an die Maschine. Man kann sie nicht für beides perfekt abstimmen. Diese ersten Kurven sind entscheidend, dort kann man sehr leicht viel Zeit verlieren, der Rest ist dann relativ einfach.»

Wie empfindest du die Änderungen in Kurve 10? «Wenn du knapp an die aufgezeichneten Curbs fährst und sie voll ausnutzt, merkst du es nicht, wenn du die Begrenzung der Fahrbahn leicht berührst. Ich hoffe, dass die Rennleitung nicht zu kleinlich ist und sie vielleicht fünf Zentimeter Toleranz geben. Ansonsten ist der Style der Kurve noch derselbe, man muss nur einen Tick mehr Speed herausnehmen. Die Kurve war zuvor schnell, aber in dieser Kurve ist der Unterschied zwischen Moto2 und MotoGP ohnehin nicht so groß. Vor der Kurve wird nur kurz beschleunigt. Doch am Kurvenausgang bei der Beschleunigung Richtung Gerade kommt man der Mauer schon nah. Doch normalerweise stürzt man in diesem Bereich nicht mehr. Es gibt andere Stellen, die wahrscheinlich gefährlicher sind. Die Verantwortlichen tun aber alles, damit es weniger gefährlich wird.»

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