Max Kofler: Die GP-Karriere geht zu Ende

Von Günther Wiesinger
Im August und September hoffte Papa Klaus Kofler noch auf einen Moto3-WM-Platz für Sohn Max. Aber inzwischen droht das Ende der GP-Laufbahn.

Für den Österreicher Maximilian Kofler sind mittlerweile alle Türen bei den Teams in der Moto3-Weltmeisterschaft zugefallen. Vater und Manager Klaus Kofler hoffte im Sommer nach zwei Jahren im privaten Rennstall von Alain Bronec ein größeres, professionelleres Team für den 20-jährigen Oberösterreicher aus Attnang-Puchheim zu finden. Im August spekulierte er noch mit einem Platz im Husqvarna Factory Team von Max Biaggi und Peter Öttl oder bei PrüstelGP. Doch diese Teams sind inzwischen alle besetzt.

Das CIP Green Power Team von Alain Bronec, das 2021 mit Kaito Toba und Max Kofler fährt, hat für die kommende Saison Toba und den Australier Joel Kelso bestätigt. Prüstel steigt für 2022 von KTM auf CF Moto um. Das ist eine chinesische Motorradfirma, die an der Pierer-Mobility-Marke mit 2,05 Prozent beteiligt ist. Die neuen Fahrer bei Prüstel: Xavier Artigas und Carlos Tatay.

Max Kofler hat die Saison 2021 in Katar mit den Plätzen 15 und 14 vielversprechend begonnen, aber dann bis zu seinem schweren Sturz in Mugello nicht mehr gepunktet. Beim Italien-GP erlitt er Wirbelverletzungen, er musste dann zwei Monate bis zum Steiermark-GP (6. bis 8. August) pausieren.

Auf dem Red Bull Ring gelang KTM-Pilot Kofler dann im Regen ein ausgezeichneter siebter Platz. Er hoffte dann auf eine Weiterführung der GP-Karriere, aber inzwischen sind alle Plätze vergeben. «Ich kann nichts sagen», berichtete Klaus Kofler im Gespräch mit SPEEDWEEK.com. Er betonte auch: «Max hat den Platz bei CIP nicht verloren. Das war immer so unser Plan. Zwei Jahre bei CIP, und dann wie bei jedem anderen Fahrer ein Teamwechsel.»

Anfang September war Klaus Kofler noch zuversichtlich. «Wir sind mit einigen Teams im Gespräch. Es wird sich noch einiges ändern.»
Aber es drängen zu viele schnelle Fahrer aus den Nachwuchs-Meisterschaften (Rookies-Cup, British Talent Cup, European Talent-Cup und Junioren-WM) in die Moto3-WM.

Auch bei der Pierer Mobility AG waren im zweiten GP-Jahr von Kofler (Platz 17 in Texas) bessere Resultate erwartet worden, deshalb war die Unterstützung bei der Suche nach einem neuen Team enden wollend.

WM-Rang 26 mit zehn Punkten – diese Bilanz reicht offenbar nicht für die Fortführung der WM-Karriere.

«Im zweiten GP-Jahr musst du performen, sonst gibt es kein drittes Jahr», lautet die Devise der Moto3-Teambesitzer.

Die Moto3-GP-Teams für 2022

Red Bull KTM Ajo
Jaume Masia, David Alonso

Red Bull KTM Tech3
Deniz Öncü, Daniel Holgado

BOE Owlride
David Muñoz, ???

CIP Green Power
Kaito Toba, Joel Kelso

Avintia VR 46 Riders Academy KTM
???, Niccolò Antonelli

MTA Tonucci Racing
Stefano Nepa, Ivan Ortola

MT Foundation 77 KTM
???, Adrian Fernández?

Snipers Honda Team:
Alberto Surra, Andrea Migno

CF Moto Factory Racing PrüstelGP
Xavier Artigas, Carlos Tatay

VisionTrack Honda
Scott Odgen, Joshua Whatley

Leopard Honda Racing:
Dennis Foggia, Tatsuki Suzuki

GASGAS Aspar Team:
Sergio Garcia, Izan Guevara

SIC58 Squadra Corse Honda
???, Lorenzo Fellon

Sterilgarda Max Husqvarna Racing Team
Ayumu Sasaki, John McPhee?

Honda Team Asia
Andi Farid Izdihar, Yuki Kunii

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