Dirk Heidolf und die Zeitverschwendung in Almeria

Von Jordi Gutiérrez
Moto3
Racing-Team-Germany-Teamchef Dirk Heidolf bezeichnete Almeria als «sehr aufschlussreichen Test». Dabei drehte Vazquez keine einzige Runde im Trockenen.

Für das Racing Team Germany war der Drei-Tage-Test auf dem Circuito de Almeria (25. bis 27. November) reine Zeitverschwendung.

Im Gegensatz zur Ongetta-CBC-Corse-Truppe von Mirko Cecchini (Fahrer Alex Masbou) brachte die Mannschaft von Dirk Heidolf wegen der späten Anreise das Motorrad von Efren Vazquez für Dienstag nicht startklar, was höchst unerfreuliche Auswirkungen haben sollte.

Denn der Dienstag blieb der einzige warme und trockene Tag, Mittwoch und Donnerstag trocknete die Fahrbahn nie ab, das Thermometer kletterte kaum über 5 Grad, es herrschten Asphalttemperaturen von 4 Grad.

Deshalb konnte der WM-Neunte und bisherige Mahindra-Werkspilot Vazquez null Aufschlüsse über das neue Material gewinnen.

«Das Wetter hat uns einen Strich durch die Rechnung gemacht», klagte RTG-Teammanager Dirk Heidolf. «Wir haben für Vazquez ein 2013-Motorrad mit neuen Teilen aus Japan aufgebaut. Die 2014-Motorräder erhalten wir im Laufe des Januars. Honda wird bis zum ersten IRTA-Test in Valencia alle sechs Fahrer mit identischem Material ausstatten. Ob wir vorher noch einmal testen, weiss ich nicht. Es wird davon abhängen, ob HRC mit der Produktion der Motorräder rechtzeitig fertig wird.»

Obwohl Vazquez keine einzige Runde im Trockenen fuhr und John McPhee mit seiner diesjährigen FTR-Honda seinen Runden drehte, weil er kein neues Bike bekam, sprach Heidolf von einem «sehr aufschlussreichen Test». Die Zusammenarbeit mit Honda verlaufe gut, berichtete Heidolf, der mit Honda vor zwei Jahren wegen nicht fristgerecht abgelieferter 250-ccm-Kit-Motoren noch vor Gericht stand. «Das war ein Roll-out, bei dem wir gesehen haben, was möglich ist oder welche Informationen Honda braucht. Die haben wir, denke ich, weitergegeben. Alle drei Teams haben über die gleichen Sachen gesprochen, die getestet werden sollten.»

Heidolf lobte auch die Zusammenarbeit mit Vazquez. «Er hat einen guten Job gemacht und sich gut ins Team eingefügt. Er hat ein gutes Gespür fürs Motorrad. Er hat auch Verständnis gehabt, dass wir einen Tag gebraucht haben, um das Motorrad für ihn aufzubauen. Die Teile wurde von Honda erst am Montag angeliefert», stellte der Sachse fest.

Übrigens: Das Racing Team Germany macht seinem Namen auch 2014 wieder alle Ehre. Im dritten Jahr hintereinander gibt es keinen ganzjährigen deutschen Stammfahrer.

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