Philipp Öttl mit Helmproblem: «Ich war wie blind»

Von Sharleena Wirsing
Moto3
Beim Sachsenring-GP erlebte Philipp Öttl dieselben Probleme mit seinem HJC-Helm wie Jorge Lorenzo 2015 – Platz 17. Die Wildcard-Piloten Kappler und Georgi belegten die Plätze 19 und 21.

«Mein Start war nicht ganz so gut, aber dann fuhr ich die viertschnellste Rennrunde. Das war gut, ich fühlte mich auch gut. Das Problem war dann nur, dass mir der Helm innen anlief», berichtete der enttäuschte Philipp Öttl nach dem Moto3-Rennen. «Ich habe nichts mehr gesehen. Es ist klar, dass die Scheibe anläuft, aber ich habe eben nichts mehr gesehen. Wenn du nichts mehr siehst, kannst du nicht fahren. Auch ich kann da nichts machen. Das Problem mit der Windschutzscheibe haben viele gehabt, aber dann kam das Wasser eben irgendwie in meinen Helm. Die Scheibe ist brutal angelaufen.»

Öttl weiter: «Am Morgen hatte ich mich im Regen wohlgefühlt. Es ist eben scheiße gelaufen. Doch wenn man nichts sieht, kann man nicht schnell fahren. Zur Rennmitte war ich an den Top-15 dran, dann ging es los. Auch das Motorrad war in Ordnung. Im Warm-up war ich schon gut dabei, aber mir lief das Visier schon an. Ich habe es meinem Helmservice mitgeteilt, aber nun lief es eben wieder an. Ich war machtlos, ich habe außen darübergewischt, aber das hat nichts gebracht. Das Visier habe ich auch mal aufgemacht, aber es half alles nichts. Auf der Gerade ging es leicht weg, doch sobald ich bremste, beschlug wieder alles. Ich wusste aus dem Warm-up, dass ich im Regen schnell bin, aber wenn du wie blind bist...»

Der Deutsche erlebte dieselben Probleme, die Jorge Lorenzo im letzten Jahr beklagte. «Normal hatten wir mit diesem Helm keine Probleme, aber in diesem Jahr... Ich weiß nicht. Wir müssen mal schauen, was wir da machen.»

Wildcard-Pilot Max Kappler erklärte nach Platz 19 für das Team KRM-RZT: «So viele Runden im Regen bin ich noch nie am Stück gefahren. Der Sturz vom Morgen war noch etwas zu spüren, doch dann ging es Runde für Runde besser. Es war sehr schade, dass ich Romano Fenati nicht mehr gekriegt habe. Das wäre auch zu schön gewesen, um wahr zu sein. Ich will jetzt den Moment genießen, denn so wie ich mich an diesem Wochenende präsentiert habe, das haben viele nicht erwartet.»

Im Qualifying hatte Kappler den 28. Platz mit 1,8 sec Rückstand erzielt. «Dieses Wochenende konnte ich zumindest in Teilen zeigen, zu was ich in der Lage bin. Im Qualifying war mein Rückstand geringer als in der Junioren-WM. Wir sind mit diesem Wochenende wirklich zufrieden. Weitere Wildcard-Einsätze waren noch in Spielberg und Brünn geplant. Doch für Spielberg wurden andere Fahrer ausgewählt, die Wildcard in Brünn mussten wir aus finanziellen Gründen zurückziehen, weil andere Länder für manche Sponsoren interessanter sind. Jetzt schauen wir mal, ob wir noch Wildcards in Aragón und Valencia beantragen, obwohl sie dort sehr schwierig zu bekommen sind. Erst müssen wir auch schauen, wie es vom Geld her aussieht. Das klärt sich in den nächsten Wochen.»

Tim Georgi aus dem Freudenberg-Team erreichte bei seinem GP-Debüt den 21. Platz, nachdem er vom Position 33 gestartet war. «Es war sehr schwierig, es war extrem viel Wasser auf der Strecke. Anfangs tat ich mich extrem schwer. Ich wurde aber Runde für Runde schneller und konnte mich auf Platz 17 nach vorne kämpfen. Doch in den letzten Runden hat mein Rücken durch den schweren Sturz am Freitag nicht mehr mitgemacht. Ich konnte kaum mehr auf dem Motorrad sitzen, die Muskelschmerzen waren so groß. Dann wollte ich das Rennen einfach nur noch zu Ende fahren und nicht stürzen. Natürlich gibt mir das jetzt auch Schwung für die Junioren-WM.»

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