MX-Rückblick 2017-6: Blake Baggett geht in Führung

Von Thoralf Abgarjan
Motocross

Juni 2017: Jeffrey Herlings ist nach der Hitzeschlacht von Ottobiano und seinem Duell gegen WM-Leader Antonio Cairoli dermaßen am Ende, dass er es nicht mehr aufs Podium schafft. Blake Baggett geht in den USA in Führung

Juni 2017: Max Nagl geht im Qualifikationsrennen im russischen Orlyonok in Führung und fliegt schwer über den Lenker ab. Mit einer schmerzhaften Kapselverletzung, die sich später auch noch entzünden wird, erkämpft er in einem weiteren Schlammrennen 23 wichtige WM-Punkte. Dennoch waren die Bedingungen weniger kritisch als in Indonesien. Trotzdem stürzen viele Fahrer und einige verletzen sich: Jeremy van Horebeek und Valentin Guillod fallen mit Knochenbrüchen für mehrere Rennen aus.

Jeffrey Herlings siegt im ersten Lauf, doch im zweiten Lauf erwischt es auch ihn. Nach mehreren Bodenproben wird er vom führenden Romain Febvre überrundet. Der Franzose fährt auf sein Hinterrad auf, stürzt und fällt zurück. Clement Desalle wird in Russland Lauf- und Tagessieger und ist jetzt mit 47 WM-Punkten WM-Zweiter.

Pauls Jonass gewinnt mit einem 2-3-Ergebnis den Grand-Prix. Jeremy Seewer siegt in Moto-2, hat aber zwischenzeitlich einen Rückstand von 45 Punkten auf Leader Jonass.

Der 11. WM-Lauf in Ottobiano wird als eines der brutalsten Rennen des Jahres in Erinnerung bleiben. Antonio Cairoli liefert sich bei Temperaturen nahe der 40 Grad erneut ein episches Duell mit Jeffrey Herlings. Beiden geht es um den Tagessieg. Herlings ist am Ende so stark dehydriert, dass er weder Interviews geben kann, noch das Podium betritt. Der zweite Podiumsplatz bleibt in Ottobiano leer. KTM-Teamchef Dirk Grübel nimmt die Ehrung entgegen.

Tim Gajser kehrt nach seinem Schulterblattbruch in die WM zurück. Er ist noch nicht hundertprozentig fit, holt aber dennoch 21 Punkte.

Auch Jeremy Seewer geht in der MX2-Klasse ans Limit und gewinnt mit einem 2-1-Ergebnis den Grand-Prix der Lombardei, der als Ersatztermin für Maggiora in den WM-Kalender gekommen war.

Blake Baggett: Wie Phönix aus der Asche
In Thunder Valley findet der 3. Lauf der US-Outdoors statt. Plötzlich steht ein alter Bekannter im Zentrum des Geschehens, der fast in Vergessenheit geraten schien: Blake Baggett, 'El Chupacabra', ersteht vor der Kulisse der Rocky Mountains in Colorado wie Phönix aus der Asche auf: Der inzwischen 25-Jährige mischt das Feld mit einem unglaublichen Ritt auf und gewinnt sein erstes 450-US-Nationals!

Baggett startet für das Privatteam 'Rocky Mountain ATV/MC - KTM'. Er ist kein Werksfahrer.

Er findet immer wieder neue Linien. Seine Spezialität sind die extremen Außenlinien. Er schafft es immer wieder, mit einem unglaublichen Vortrieb Schwung mitzunehmen und lässt dabei einen Gegner nach dem anderen stehen. Mit sagenhaften Rundenzeiten, die teilweise bis zu 4 Sekunden schneller sind, pulverisiert er seinen Rückstand infolge eines Startcrashs und gewinnt vor dem Meisterschaftsführenden, Marvin Musquin, und seinem Verfolger Eli Tomac.

Mitte Juni übernimmt Privatier Baggett in High Point sogar die Tabellenführung der US-Outdoors, während sich Musquin im Training einen Meniskusriss im linken Knie zuzieht und gehandicapt Schadensbegrenzung betreibt.

Baggett kann die Tabellenführung im 5. Lauf von Muddy Creek sogar nach einem schweren Fehler noch verteidigen. Seine Spezialität bleiben die Außenlinien, aus denen er unglaublich viel Schwung mitzunehmen vermag. Eli Tomac holt den Tagessieg mit einem 2-1-Ergebnis und kommt Leader Bagget mit 4 Punkten bedrohlich nahe.

Ken Roczen steigt nach seinem verheerenden Unfall im Januar in Anaheim erstmals wieder aufs Motorrad.

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