Mantova: Cairoli siegte, Gajser stürzte, Nagl stark!

Von Frank Quatember
Motocross
Über die Siegprämie von 120.000 Euro kann sich auch ein Tony Cairoli noch freuen

Über die Siegprämie von 120.000 Euro kann sich auch ein Tony Cairoli noch freuen

Der Serienweltmeister Tony Cairoli (KTM) sicherte sich als italienischer Supercampione den ersten Titel der noch jungen Motocross-Saison. Beim Finale in Mantova begeisterte TM-Pilot Max Nagl als Sechster.

Bei Dauerregen und kalten Temperaturen ging die dritte und letzte Runde der italienischen Meisterschaft auf der Sandbodenstrecke in Mantova mit dem erwarteten Triumph des neunmaligen Weltmeisters Antonio Cairoli auf der Werks-KTM zu Ende. Hinter dem neuen Champion teilten sich mit Romain Febvre (FRA) und Jeremy van Horebeek (BEL) zwei Yamaha-Werksfahrer die Podiumsplätze.

Im ersten Lauf der MX1-Klasse setzte Cairoli bereits beim Start Maßstäbe: Der KTM-Pilot zog von weit außen kommend in der Startkurve voll durch, liess die KTM in den Anlieger krachen und holte sich klar den Holeshot. Vorteil Streckenkenntnis!

Am Hinterrad versuchte sich sofort Tim Gajser (Honda) bei seinem Renndebüt 2018, doch nach wenigen Kurven musste der Slowene abreißen lassen. Danach kämpfte Gajser kurz aber intensiv mit dem starken van Horebeek, der sich schnell durchsetzen konnte. Gajser wollte gegenhalten, kam an einem Sprung viel zu weit und knallte in die folgende Steilauffahrt.

Im Rennen setzte sich im Ziel Tony Cairoli deutlich durch, gefolgt von van Horebeek und Febvre. Max Nagl auf seiner neuen TM lieferte bei seinem ersten Start seit seiner Verletzung ein sehr gutes Ergebnis als Fünfter ab, Stefan Ekerold auf der Sarholz-KTM beendete sein Rennen auf Position 19.

Im abschließenden Finale der besten MX1- und MX2-Piloten war es erneut Superstar Cairoli, der vor den heimischen Fans den Start gewann. Diesmal aber mit viel Glück, Cairoli konnte gerade so die Kollision mit Kontrahent Febvre vermeiden. So kam Tanel Leok überraschend als Zweiter hinter Cairoli aus der Startkurve und duellierte sich mit dem kleinen Franzosen Febvre. Aber der Zweikampf war nur von kurzer Dauer, nachdem der erfahrene Este beinahe an einem Sprung von der Strecke geflogen wäre, ließ er Febvre lieber passieren und es dem Alter entsprechend etwas ruhiger angehen.

Max Nagl sortierte sich nach vorsichtigem Start auf Position 8 ein, Ekerold musste dagegen erneut von ganz hinten das Rennen aufnehmen. Im Ziel finishte der Oberbayer auf einem erneut prima sechsten Platz, Stefan Ekerold beendete das Rennen auf Rang 23.

Antonio Cairoli konnte 10 Minuten vor Ultimo einen kurzen Angriff von Febvre auf seinen Spitzenposition mühelos abwehren, siegte hochverdient und kassierte dafür die stolze Siegprämie von 120.000 Euro.

In der Wertung Supercampione folgten Febvre und van Horebeek abgeschlagen, doch Yamaha-Team Manager Erik Eggens (HOL) sah trotzdem viel Positives in Mantova. Eggens: «Ich denke wir sind bereit für den Kampf um den WM-Titel.»

In der MX2-Klasse setzte sich im Wertungslauf der Holländer Calvin Vlaanderen (Honda) vor dem Schweden Alvin Ostlund (Yamaha) und dem Basken Iker Larranaga (Husqvarna) durch. Im Supercampione-Finale war Vlaanderen ebenfalls erfolgreich, beendete sein Rennen als bester MX2-Pilot auf einem bemerkenswerten fünften Platz.

Ergebnisse: MX1, Lauf 1:
1. Antonio Cairoli (ITA), KTM
2. Jeremy van Horebeek (BEL), Yamaha
3. Romain Febvre (FRA), Yamaha
4. Tanel Leok (EST), Husqvarna
5. Maximilian Nagl (GER), TM
6. Alessandro Lupino (ITA), Kawasaki
7. José Butron  (ESP), KTM
8. Arminas Jasikonis (LTU), Honda
9. Karel Kutsar (EST), KTM
10. Ivo Monticelli (ITA), Yamaha

19. Stefan Ekerold (GER), KTM

Lauf MX1/MX2:
1. Antonio Cairoli (ITA), KTM
2. Romain Febvre (FRA), Yamaha
3. Jeremy van Horebeek (BEL), Yamaha
4. Tanel Leok (EST), Husqvarna
5. Calvin Vlaanderen (NED), Honda
6. Maximilian Nagl (GER), TM
7. Samuele Bernardini (ITA), TM
8. Michele Cervellin (ITA), Honda
9. Ivo Monticelli (ITA), Yamaha
10. Roan van De Moosdijk (NED), Yamaha
...
23. Stefan Ekerold (GER), KTM

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