Der MX-Jahresrückblick 2014 - Teil 2: Mai bis August

Von Thoralf Abgarjan
Motocross
Ken Roczen kann seine Führung bis zum US Saisonende zwar halten, aber sein Vorsprung schmilzt auf knappe 7 Punkte, während sich in der WM die Gegner von Cairoli selbst eliminieren. Jeffrey Herlings erlebt ein bitteres Fiasko.

Am 29.4. wird Ken Roczen 20 Jahre alt. Was hat der junge Thüringer als Teenager nicht schon erreicht? Was in diesem Jahr noch bevorsteht, wird erneut in die Geschichtsbücher eingehen.

Mai

Ryan Villopoto kann sich trotz einiger gesundheitlicher Handicaps schon vor dem Finale in Las Vegas durchsetzen und wird Supercross-Weltmeister. Danach unterzieht er sich einer lange fälligen Knieoperation und fällt für die nachfolgende Outdoor-Serie komplett aus. Im Finale profitiert Ken Roczen von einem der seltsamen Ausfälle von James Stewart, der ohne ersichtlichen Grund in die Boxengasse einbiegt. So wird Ken Roczen am Saisonende verdient Dritter der Supercross-WM.

Justin Bogle gewinnt in Las Vegas die «Lites»-Klasse an der Ostküste, Jason Anderson wird Westküstenmeister, aber Justin Hill gewinnt das East-West-Shootout, ein Rennen bei dem die Fahrer der Ost- und Westküste gegeneinander antreten.

In der WM gewinnt Gautier Paulin den ersten Lauf im holländischen Valkenswaard, während sich Antonio Cairoli mit defektem und eierndem Vorderrad artistisch auf Rang 3 ins Ziel rettet. Paulin fliegt kurz darauf in der Anfangsphase von Lauf 2 derart heftig per Highsider ab, dass er seine Titelambitionen von nun an begraben muss. Mit Schlüsselbein- und Daumenfraktur pausiert er bis Ende Juli und muss vom Streckenrand aus zusehen, wie Antonio Cairoli seine WM-Führung trotz einiger Hindernisse weiter ausbaut. Aber bereits beim nächsten Rennen in Spanien wird klar, dass auch der italienische Überflieger nicht unbezwingbar ist: Clement Desalle treibt den Italiener in einen Fehler, gewinnt beide Läufe und wird so zum ersten Verfolger von Cairoli. Der Belgier gewinnt an Selbstvertrauen und kann Cairoli auch in Materley Basin in Schach halten und ihm dort einen weiteren Laufsieg abknöpfen.

In der MX2-Klasse lässt Jeffrey Herlings nach seinen Anfangsproblemen nichts mehr anbrennen, gewinnt sein Heimrennen in Valkenswaard überlegen und wird von nun an jeden weiteren Lauf einschließlich Finnland gewinnen. Der Holländer enteilt seinen Gegnern mit einer unglaublichen Siegesserie von 18 Läufen in Folge und degradiert so das gesamte Feld der MX2-Elite zu Statisten: «Ich will schließlich den Rekord von Stefan Everts brechen» (10 WM-Titel), meinte Herlings. Seine Gegner würden ihn am liebsten in die Premiumklasse MXGP abschieben: «Viel zu stark für die MX2», klingt es unisono, aber leider ist «The Bullet» zu diesem Zeitpunkt erst 19 Jahre alt und könnte sogar noch zwei weitere Jahre MX2 fahren, bevor das Alterslimit greift! Doch trotz seiner erdrückenden Übermacht wird es am Ende des Jahres 2014 nichts mit der Weltmeisterschaft. Beim Rennen im spanischen Talavera wächst der einheimische José Butron, angepeitscht vom südländischen Temperament der Fans, über sich hinaus, liegt lange in Führung und wird am Ende infolge mehrerer übermotivierter Rempeleien doch zur tragischen Figur des Tages.

Dennoch war Talavera eines der besten MX2-Rennen der Saison, ein Spektakel in der Hitze Spaniens, das über weite Strecken an eine Stierkampfarena erinnerte!

In den USA haben die Piloten im Mai nur eine kurze Verschnaufpause, ehe in den Steilhängen von Glen Helen die US-Outdoors mit dem nächsten Höhepunkt für Aufmerksamkeit sorgen: Das epische Duell zwischen Ken Roczen und seinem Teamkollegen Ryan Dungey lässt nicht nur in Deutschland die Herzen der Fans höher schlagen. «Cooler Typ» heisst es von allen Seiten über «Kroc». Eines wird bereits zu diesem Zeitpunkt klar: Auch, wenn Ken Roczen das Duell des ersten Rennens noch knapp gegen Dungey verliert, er will bereits beim folgenden Rennen in Hangtown Revanche. Der Rookie setzt sich prompt durch und feiert seinen ersten Sieg in der US-Königsklasse! «Ken Roczen kam, sah und siegte», titelt SPEEDWEEK.com am Sonntagmorgen um 1:29 mitteleuropäischer Zeit und die Fans wissen: Das ist eine klare Ansage!

Juni

Die WM-Karawane zieht Anfang Juni nach Frankreich weiter. Clement Desalle hat nun gemerkt, dass Cairoli nicht unantastbar ist und wittert seine Chance: Der Belgier rettet 2 Siege knapp über die Ziellinie und holt im Zwischenklassement weiter auf Cairoli auf. Aber schon 2 Wochen später, im italienischen Maggiora, wird sich das Blatt gegen den Belgier wenden: Trotz der schönen Strecke und der Atmosphäre der vielen Fans hängt ein dunkler Schatten über Italien, denn zahlreiche Unfälle dämpfen die Stimmung: Am Schlimmsten erwischt es den Belgier Joël Roelants, der bereits im freien Training so unglücklich stürzt, dass er querschnittsgelähmt bleibt. Aber auch Cairoli-Verfolger Clement Desalle fliegt im ersten Lauf an einem langen Sprung so übel ab, dass man sich nur wunderte, wie er nach solch einem Abflug das Rennen fortsetzen konnte. Aber Desalle ist und bleibt eine Kämpfernatur und beendet nicht nur diesen Lauf auf Rang 7, sondern steht, wie wir heute wissen, mit gebrochenem Kahnbein am Start zu Lauf 2 und wird so noch Vierter, während Herlings in der MX2 seinen 40. Sieg feiert. Aber das Unglaubliche passiert eine Woche später in Teutschenthal: Desalle gewinnt mit seinem verletzten Kahnbein den Großen Preis von Deutschland vor Max Nagl, der endlich seine Handverletzung vom April auskuriert hat und fulminant Lauf 1 seines Heimrennens dominiert und dieses Comeback mit Rang 2 auf dem Grand-Prix-Podium krönt.

US-Superstar Ryan Villopoto besucht den Grand-Prix von Deutschland und erste Gerüchte machen die Runde, dass Villopoto 2015 in die WM einsteigen könnte, was schließlich am 1. Oktober 2014 offiziell bestätigt wird. SPEEDWEEK.com titelt am 25.6.2014: «Pro & Contra: Warum Villopoto WM fahren wird!». Wissen konnte es zu diesem Zeitpunkt natürlich keiner, aber es gibt viele Indizien dafür, dass ein Wechsel von Villopoto in die WM für alle Seiten eine klassische «Win-Win-Situation» darstellt. Einziger Verlierer in dem großen Roulette wäre Kawasaki USA, denn die wahre Stärke des damals noch verletzten Davi Millsaps als Kawasaki-Einsatzfahrer kennt noch niemand.

Jeffrey Herlings siegt unterdessen weiter und deklassiert die Konkurrenz nach Belieben. Es scheint, als werde ihm die WM inzwischen langweilig. So sucht er eine neue Herausforderung in den USA: Die Sommerpause will er für einen AMA-Ausflug nutzen und in Unadilla mit einer Wildcard in der 250cc-Klasse starten. Wie wir heute wissen, wurde daraus nichts.

Ken Roczen erfreut die Fans auf der anderen Seite des großen Teichs weiterhin mit souveränen Vorstellungen bei den US-Outdoors: Erneuter Sieg in Thunder Valley für den Deutschen! In der 250er-Klasse bricht Blake Baggett die Dominanz von Jeremy Martin. Martin wird aber zur großen Überraschung bei den Outdoors des Jahres 2014.

Das nächste Rennen der Königsklasse in Highpoint kann zwar James Stewart gewinnen, aber Roczen führt die Serie nun mit 16 Punkten an. Stürze von Ken Roczen sind zum Glück extrem selten, aber im Matsch von Muddy Creek nimmt der Deutsche eine der seltenen Bodenproben und muss sich in der Folge erst von der Last seiner verschlammten Maschine befreien, um danach noch sensationell auf Rang 2 vorzufahren. Lauf 2 gewinnnt der Thüringer, der bereits als Meisterschaftskandidat gehandelt wird.

Juli

In Schweden kämpft der angeschlagene Desalle noch einmal verbissen mit Cairoli und wird Vierter. In Lauf 2 gibt es eine heftige Startkarambolage, in die Desalle ebenfalls verwickelt ist. Zwar kann er den Ort des Geschehens auf eigenen Füßen verlassen, aber eine weitere medizinische Untersuchung bringt das Unfassbare zu Tage: Ein älterer Kahnbeinbruch, erlitten beim Crash in Italien, ist die eigentliche Ursache seiner Probleme. Der WM-Zug droht damit für den Belgier abzufahren, während Cairoli seinen 70. Grand-Prix-Sieg feiert. Aber Desalle probiert es unter Schmerzen trotzdem noch einmal im tschechischen Loket, um schließlich frustriert festzustellen, dass weitere Versuche zum Scheitern verurteilt sind und gibt auf.

Mitte Juli gastiert die WM in Finnland. Antonio Cairoli hat zu diesem Zeitpunkt nur noch wenig Gegenwehr: Paulin, seit Valkenswaard verletzt, hat seine Rückkehr für Loket avisiert und Desalle muss nun ebenfalls bis Saisonende pausieren. Der einzig verbliebene Fahrer im Reigen der Verfolger, Jeremy van Horebeek, stürzt und fällt zurück. So nutzt Cairoli die Gunst der Stunde und gewinnt in Finnland weltmeisterlich.

Auf der «oldschool»-Strecke im tschechischen Loket fühlt sich Cairoli aber mit seiner 350er KTM untermotorisiert und wird Dritter. Jeremy van Horebeek kann seinen ersten MXGP-Sieg feiern und Dennis Ullrich gibt mit dem «holeshot» eine Kostprobe seiner Starterqualitäten. Max Nagl wird in Tschechien von Steven Frossard unsanft abgeräumt. Gautier Paulin kehrt nach seiner Verletzung in die WM zurück. Die HRC-Manager pilgern durch das Fahrerlager und suchen wenig diskret nach einem siegfähigen Fahrer, denn mit dem HRC-Engagement müssen endlich zählbare Erfolge her. Sie werden fündig: Gautier Paulin wechselt von Kawasaki zu Honda, ganz inoffiziell und diskret versteht sich, aber die gesamte MX-Welt weiss zu diesem Zeitpunkt davon. Damit wurde auch Max Nagls Wechsel von Honda zu Husqvarna ein offenes Geheimnis und seitens Kawasaki wurde bereits mit Tyla Rattray verhandelt, den sich Villopoto immer als Team-Buddy gewünscht hatte, falls …, ja falls... Die Saga um Villopoto geht weiter.

MX2-Überflieger Jeffrey Herlings kann in Loket, vier Runden vor dem Finale, bereits vorzeitig Weltmeister werden. Nur 5 Pünktchen trennen ihn noch vom Titel. Niemand im Fahrerlager denkt auch nur ansatzweise daran, dass jemand anderes als er Weltmeister werden könnte. Aber beim Charity-Rennen «Everts & Friends» passiert das Unfassbare: Bei dem Spaß-Rennen mit ausgeflippten Regeln, bei dem für einen guten Zweck gefahren wird und eher der Klamauk im Vordergrund steht, schwingt sich Herlings auf ein 80ccm-Moped, stürzt unglücklich und bricht sich dabei den Oberschenkel! Das gewaltige Polster von 145 Punkten Vorsprung vor dem Zweitplatzierten Jordi Tixier, der auch noch sein eigener Teamkollege ist, sollten am Ende nicht reichen, den dritten WM-Titel einzufahren. Jeffrey Herlings wird zur tragischen Figur der Saison 2014!

Der langjährige österreichische FIM Kommissionspräsident Dr. Wolfgang Srb wird zum Präsidenten der FIM Europe gewählt. Seine Nachfolge als FIM Motocross Direktor tritt der Brite Tony Skillington an.

Szenenwechsel USA: Die wahren Qualitäten von Ken Roczen kommen in RedBud zum Vorschein: Das verlängerte Wochenende zum amerikanischen «Independence-Day» versetzt die amerikanischen Fans ohnehin in Ekstase, aber was «Kroc» hier abliefert, ist Leistung von einem anderen Stern! Erst versiebt er den Start, um danach eine Aufholjagd durch das halbe Feld bis auf Rang 1 zu starten. In Lauf 2 macht er es weniger spannend und legt mit einem guten Start den Grundstein zum Erfolg, nachdem er sich kurzerhand gegen einen Gegner namens Trey Canard durchsetzt. Mit einem einhändigen Sprung über den legendären«LaRocco's Leap» führt er nun mit 26 Punkten in der Gesamtwertung und der Eine oder Andere träumt bereits jetzt von dem Gewinn der Meisterschaft. Aber davon ist, wie wir heute wissen, der Deutsche zu diesem Zeitpunkt noch weit entfernt, denn bereits in Budds Creek spitzt sich die Lage zu: Teamkollege Ryan Dungey wird immer stärker, gewinnt den zweiten Lauf und den Tagessieg. Das ist der Wendepunkt in der US-Outdoor-Saison, denn Ryan Dungey gewinnt von nun an immer mehr an Selbstvertrauen. James Stewart indes wirkt unkonzentriert und SPEEDWEEK.com fragt: «Ist James Stewart noch im Rennen?» In Milleville kommt nach einer Verletzungspause ein alter Bekannter zurück auf die Bühne: Das Duell Ken Roczen gegen Eli Tomac wirkt wie ein Déjà-vu aus dem Jahre 2013. Das eigentliche Problem: Roczen kann trotz erbitterten Widerstands den Speed von Tomac nicht mitgehen. Tomac gewinnt und nimmt dem Deutschen wichtige Punkte für die Meisterschaft ab. Als sich Roczen im ersten Lauf stark verausgabt und er im zweiten Lauf nur Vierter wird, beginnt sein Vorsprung zu schmelzen und es stehen noch harte 4 Runden bevor. Aus unerklärlichen Gründen fährt James Stewart in Spring Creek an die Box und beendet das Rennen mit einem weiteren Nuller. Nach wie vor beklagt Stewart gesundheitliche Probleme.

Ende Juli beendet KTM-Firmenchef Stefan Pierer die Spekulationen um den Verbleib von Ken Roczen bei KTM und erklärt: «Wir haben mit Ken eine wirklich tolle und erfolgreiche Zeit verbracht, aber in Amerika werden sehr hohe Gagen geboten.» Roczen wechselt in das RCH-Suzuki-Team von Ricky Carmichael und beschreibt die Situation etwas anders: «Es hat nicht nur am Geld gelegen. Die Zeit war reif für den Wechsel und das Fahrwerk der KTM hat nie zu mir gepasst.» Wie man die Situation auch dreht und wendet: Roczen ist mit Suzuki aufgewachsen und er kehrt 2015 zu dem Fabrikat seiner Kindheit und Jugend zurück, zu der Marke, mit der er die ersten großen Erfolge feierte. Es ist eine Rückkehr zur Jugendliebe.

August

Der WM-Lauf in Lommel gilt ohnehin als eines der schwierigsten Rennen der Saison. 2014 kamen jedoch noch unwetterartige Bedingungen hinzu. Der zweite Lauf endete in einer tiefen Düsternis, in der sich Antonio Cairoli wieder einmal durchsetzte, während seine Verfolger, allen voran Jeremy van Horebeek, strauchelten. Aber auch Kevin Strijbos und Max Nagl wurden in Lommel auf eine harte Probe gestellt. Strijbos bricht leistungsmäßig ein und Max Nagl kann den Lenker in Lauf 2 nicht mehr halten. Er fährt total erschöpft an die Box.

In der Klasse MX2 spielt sich am Start beinahe ein weiteres Drama ab: Als im ersten Lauf die 5-Sekunden-Tafel erscheint, müht sich Polesetter Max Anstie immer noch vergeblich, seine Maschine in Gang zu setzen. Das Gatter fällt und just in diesem Moment springt der Motor an. Anstie verwandelt diesen «Kavalierstart» in einen Laufsieg, doch Jordi Tixier verkürzt mit seinem Sieg im zweiten Lauf sukzessive den Abstand zum verletzten Tabellenführer Herlings. Max Anstie holt in Belgien seinen ersten Grand-Prix-Sieg.

Brian Hsu wird in der Klasse EMX125 Europameister und die politischen Unruhen in der Ost-Ukraine führen zur Absage des Ukraine-Grand-Prix. So entsteht eine 5-wöchige Pause, die sich die Piloten nach der Schlacht von Lommel auch redlich verdient haben.

Nachdem Ende Juli Klarheit über den Wechsel von Ken Roczen von KTM zu Suzuki besteht, lastet noch mehr Druck auf dem Thüringer, denn sein ärgster Verfolger Ryan Dungey steht ebenfalls unter dem KTM-Zelt, wird aber im Gegensatz zu Roczen das KTM-Werksteam nicht verlassen. Wem in einer solchen Situation die mentale Unterstützung gilt, braucht nicht näher hinterfragt zu werden, auch wenn offiziell natürlich von absoluter Gleichbehandlung die Rede ist. Dass KTM den Titel 2014 holen wird, zeichnet sich klar ab. Die offene Frage: Wird der abtrünnige Ken Roczen oder der KTM-treue Ryan Dungey Champion werden? Die US-Meisterschaft wird zum Nervenkrieg und SPEEDWEEK.com titelt: «Die Lage spitzt sich zu». Dungey nutzt die Gunst der Stunde und siegt in Unadilla, während Ken Roczen erstmals in der Outdoor-Saison 2014 nicht auf dem Podium steht. Zwei Runden vor dem Saisonende schmilzt Roczens Vorsprung auf knappe 7 Pünktchen. Dungey ist in dieser Situation klar im Vorteil.

Die nächste und zugleich vorletzte Runde in Indiana führt aber zur entscheidenden Wende: Es regnet wie aus Gießkannen und die Strecke in Crawfordsville wird zur Schlammwüste. Hier kann Ken Roczen eindeutig von seiner europäischen Herkunft profitieren, denn für die Amerikaner sind solche Verhältnisse außergewöhnlich hart. Ken Roczen muss aber alles auf eine Karte setzen und im Renn-Stenogramm von SPEEDWEEK.com heisst es: «Ken Roczen katapultiert sich aus dem Startgatter mit dem Holeshot, kommt in der ersten Kurve komplett quer, kann aber die Maschine gerade noch abfangen!». Der erste Lauf wird schließlich eine Vorführung des gesamten übrigen Fahrerfeldes: Mit 40 Sekunden Vorsprung siegt der Deutsche in erdrückender Überlegenheit, aber Dungey erreicht immerhin Rang 2. 10 Punkte trennen die beiden nun in der Meisterschaft. Die Entscheidung fällt in Lauf 2. Zwar erreicht der Thüringer den führenden Trey Canard nicht mehr, aber Dungey kommt im tiefen Schlamm nun gar nicht mehr zurecht und wird nur 9. Mit 20 Punkten Vorsprung geht es zum Finale nach Utah, während Jeremy Martin in Crawfordsville vorzeitig Meister wird.

Beim Finale in Utah bleibt Roczen voll auf die Meisterschaft fokussiert, gewinnt mit den Plätzen 3 und 4 mit 14 Punkten Vorsprung die US-Meisterschaft und schreibt erneut Geschichte. SPEEDWEEK.com berichtet am 23.08.2014 um 23:57: «Ken Roczen steht zwar in Utah erst das zweite Mal in dieser Saison nicht auf dem Podium, hat aber als erster deutscher Motocrossfahrer in seiner «Rookie»-Saison die Gesamtwertung der US-Outdoors gewonnen!»

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