Jack Miller verärgert über Honda: Geht er zu Ducati?

Von Günther Wiesinger
MotoGP
Jack Miller

Jack Miller

Honda lässt den 22-jährigen Jack Miller, immerhin vor zehn Tagen Sechster in Assen, nach drei MotoGP-Jahren fallen wie eine heisse Kartoffel.

Bei der Dutch-TT in Assen versicherte Pramac-Ducati-Manager Francesco Guidotti noch, man werde für 2018 die Fahrerverträge für Danilo Petrucci (2017 schon zwei Podestplätze) und Scott Redding aller Voraussicht nach verlängern.

Aber Redding brachte bei den letzten vier Rennen nicht viel zustande (nur 17. auf dem Sachsenring), gleichzeitig wuchs bei Jack Miller die Enttäuschung über Honda.

Deshalb wuchs das Interesse des 22-jährigen WM-Zwölften aus Australien an dem Ducati-Angebot, während er sich mächtig über Honda und HRC ärgert.

Erstens bekommt der fast zehn Jahre ältere Cal Crutchlow jetzt an seiner Stelle den HRC-Vertrag, und zweitens wird «JackAss», immerhin Assen-Sieger 2016, jeglichen HRC-Support verlieren.

Das geht so weit, dass ihm für 2018 nur 2017-RC213V-Maschinen in Aussicht gestellt wurden – wie sie auch Rookie Franco Morbidelli beim Estrella Galicia 0,0 Marc VDS Honda-Team fahren wird.

Während Marc VDS-Teamprinzipal Michael Bartholemy ein paar Ferientage in Schweden verbringt, denkt Jack Miller angestrengt über seine Zukunft nach.

«Ich kann nur sagen, dass Jack richtig sauer ist auf Honda. Er hatte eine Bitte an Honda und selbst diese wurde abgeschlagen. Ich weiß nicht, wie er sich entscheiden wird», erklärte Bartholemy gegenüber SPEEDWEEK.com.

Dabei sagte selbst Cal Crutchlow noch im Herbst 2016: «In zehn Jahren werden es Fahrer wie Jack sein, die die MotoGP-WM gewinnen, Valentino, Marc, Dani, Dovi und ich – wir werden dann alle in Pension sein.»

Bartholemy ist nebenbei noch persönlicher Manager von Scott Redding, der womöglich für Miller bei Pramac Platz machen muss «Ich habe Scott bei einer langen Unterredung auf dem Sachsenring gesagt: 'Für mich gibt es zwei Fahrer, die mit einem Bein schon aus dem MotoGP-Paddock draußen sind – du und Sam Lowes.' Dazu stehe ich. Das ist so.»

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