Mike Krack: Fernando Alonso hat allen gezeigt, wie man Rennen fährt
In einer schwierigen Saison für Aston Martin hieß der Lichtblick für das Team aus Silverstone Fernando Alonso. Wie der zweimalige Weltmeister aus Spanien es mal wieder allen gezeigt hat…
Im letzten Rennen der Saison in Abu Dhabi ist Altmeister Fernando Alonso Sechster geworden, in der WM-Gesamtwertung hat es für den zweimaligen Weltmeister für Rang 10 gereicht, fünf Punkte vor Nico Hülkenberg. Und in der Konstrukteurswertung reichte es für Rang 7. Um drei Punkte musste sich Aston Martin den Racing Bulls geschlagen geben. Keine Bilanz, auf die man sonderlich stolz sein möchte – aber immerhin.
Die Saison war für Aston Martin insgesamt schwierig. Mike Krack, zwischenzeitlich Teamchef, jetzt Chief Trackside Officer von Aston Martin, sagte nach Ende der Saison in seiner Medienrunde: «In einer Welt mit Budget Cap oder im letzten Jahr des Reglements ist es am einfachsten, mit einem guten Auto zu starten. Und wenn man das nicht hat, muss man vom ersten Rennen an Aufholjagd betreiben.» Und so war es bei Aston Martin 2025.
Krack: «Die Upgrades, der Entwicklungswettlauf sind für alle gleich. Also versuchen alle, ihre Autos zu verbessern, und irgendwann entscheidet man sich, es nicht mehr zu tun. Wir wussten also, dass es aus dieser Sicht schwierig werden würde, insbesondere in der zweiten Saisonhälfte.» Weil keine Innovationen mehr fürs 2025er-Auto kamen, da der Fokus bei Aston Martin früh auf 2026 ging – auf Kosten der Saison 2025.
Krack: «Aber das bedeutet nicht, dass man es nicht versucht. Wir haben es weiter versucht. Ich denke, insgesamt war der siebte Platz und das knappe Verpassen des sechste Platzes in der Meisterschaft nicht weit von dem entfernt, was wir maximal erreichen konnten. Natürlich gibt es immer ein ‹Was wäre, wenn›, aber ich denke, das ist für alle Teams gleich. Man sollte sich wegen solcher Dinge nicht zu sehr fertigmachen.»
Ein starker und ausschlaggebender Faktor, der die Saison doch noch irgendwie zum Funktionieren brachte, war Fernando Alonso. Speziell in Abu Dhabi überzeugte er mal wieder mit seiner Leistung. Krack scherzte: «Er hat nicht nur den Kids gezeigt, wie man Rennen fährt, sondern auch uns.» Der Luxemburger über den Abu-Dhabi-GP: «Das Rennen ist wirklich optimal ausgeführt worden, speziell im Reifenmanagement. Er hat versucht, die Position zu halten, die Reifen zu schonen, damit sie im entscheidenden Moment bereit sind.»
Aber auch Alonsos Teamkollege Lance Stroll fuhr im letzten Rennen der Saison in die Punkte, wurde Zehnter. Krack: «Gleichzeitig haben wir das Gleiche bei Lance gesehen, der etwas weiter hinten gestartet ist. Denn auch für ihn war das Reifenmanagement der Schlüssel zum Erfolg. So lange auf den Reifen zu fahren und frische Reifen zu haben, wenn andere das nicht hatten. Ich finde es großartig, dass beide Fahrer das umgesetzt haben, was wir über die Reifen gelernt haben. Es ging um die Reifen und um die Rennintelligenz, die man haben muss. Denn man hat eine ganze Reihe von Leuten hinter sich. Man gibt DRS, man gibt kein DRS. Wo macht man Druck, wo nicht. Aus rein renntechnischer Sicht wurde das meiner Meinung nach sehr gut gemanagt.»
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