Pit Beirer (KTM): «Neues Material nicht immer besser»

Von Günther Wiesinger
MotoGP
Pol Espargaró auf der KTM RC16

Pol Espargaró auf der KTM RC16

Pit Beirer, Motorsport-Direktor bei KTM, hofft jetzt auf Fortschritte beim Gitterrohrstahlrahmen, den KTM als einziger Hersteller benützt. Aber es ist Geduld nötig.

Das österreichische Red Bull KTM-Werksteam wollte ursprünglich erst beim GP von Tschechien am kommenden Wochenende mit den neuen Big-Bang-Motoren fahren.

Doch als sich der Big-Bang-Motor gleich beim Michelin-Test in Le Mans vor dem Jerez-GP anfangs Mai so glänzend bewährte, wurde der Zeitplan auf den Kopf gestellt – und schon der Jerez-GP (7. Mai) mit den Big-Bang-Triebwerken bestritten.

Die Fahrer zeigten sich von der sanfteren Kraftentfaltung begeistert. Red Bull KTM hat in der ersten MotoGP-Saison bei acht von neun Rennen gepunktet, in Le Mans schafften sogar beide Fahrer den Sprung ins Qualifying 2; auf dem Sachsenring gelang dieses Kunststück zumindest Pol Espargaró. Der Spanier zeigte außerdem mit Platz 11 in Assen Ende Juni, dass die Top-Ten unter gewissen Umständen in der zweiten Saisonhälfte durchaus in Reichweite liegen können.

Aber die KTM-Fahrer klagen über Probleme beim Turning, das Einlenkverhalten der KTM RC16 lässt zu wünschen übrig.

Und das Team hat noch keine wirklich klare Vorstellung, wie diese Schwäche beseitigt werden soll.

KTM-Rennchef Pit Beirer: «Es ist sicher nicht einfach, die nächsten Schritte nach vorne zu machen. Wenn du so nah dran bist, wenn dir im Qualifying manchmal nur 1,3 Sekunden fehlen, kannst du nicht sagen: 'Ich baue jetzt den Rahmen ein bisschen weicher oder ein bisschen härter, dann sind wir automatisch wieder schneller.' Wenn es so einfach wäre, gäbe es ja diese enorme Entwicklung auf der Chassis-Seite nicht. Es kann auch passieren, dass du das Motorrad mit neuen Teilen einmal schlechter und langsamer machst. Wir bringen nicht nur Testmaterial an die Strecken, das besser ist. Du musst auch Erfahrung über nicht optimale Teile erlangen. Es ist schwierig... Aber es ist nicht unerwartet schwierig, sondern eigentlich ganz normal.»

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