Hermann Tomczyk: «Sachsenring idealer Schauplatz»

MotoGP
ADAC-Sportpräsident Hermann Tomczyk nimmt zum Thema Sachsenring-Motorrad-GP Stellung und erklärt die Motive für die Lancierung des Nürburgrings.

Hermann Tomczyk (66) war vor einer Woche auf dem Red Bull Ring in Spielberg im Rahmen des Motorrad-GP einer der prominenten Gäste im Aichfeld. Der ADAC-Sportpräsident besiegelte dort vor allem die Kooperation des ADAC-Northern-Europe-Cups mit den DORNA Talents Cups, die in der vergangenen Woche kommuniziert wurde. Die Zusammenarbeit in der Nachwuchsförderung soll bis 2019 in eine vereinheitlichten, europaweiten Nachwuchsarbeit münden.

Der Bayer nahm auch kurz zum Thema Sachsenring als Austragungsort des deutschen Motorrad-GP und zu den Meldungen um einen möglichen Schauplatzwechsel zum Nürburgring Stellung, wo zuletzt 1997 gefahren wurde.

Es ist bekannt, dass viele MotoGP-Fans im Osten Deutschlands diese Diskussion sehr bewegt. FIM-Safety-Officer Franco Uncini wird den Traditionskurs in der Eifel besichtigen.

Tomczyk stellte klar: «Ich will finanzielle Belange oder die Ergebnisse vom Sachsenring-GP nicht kommentieren. Aber ich stehe als ADAC-Sportpräsident in der Verantwortung für den Sport und muss Alternativen prüfen, nicht mehr und nicht weniger.»

Tomczyk ließ zudem durchblicken: «Für die MotoGP-WM ist der Sachsenring ein idealer Austragungsort. Dort gibt es auch das nötige Motorrad-Einzugsgebiet und eine Riesen-Fangemeinde. Das ist meine persönliche Meinung, das möchte ich wirklich klarstellen. Wie die Fahrer den Sachsenring als Rennstrecke beurteilen, kann ich nicht sagen und auch nicht bewerten. Fakt ist aber: Der ADAC wird sich als Vertragspartner des Sachsenrings an seinen Vertrag halten und ihn seinerseits in jedem Fall erfüllen.»

Was in diesem Vertrag genau steht, wissen nur die Partner Promoter SRM (Sachsenring Rennstrecken Management GmbH) und die Verantwortlichen ADAC-Zentrale in München.

Dass im neuen Dorna-Vertrag des ADAC München der Schauplatz des GP von Deutschland (der Fünf-Jahres-Vertrag geht von 2017 bis inklusive 2021) nach den finanziellen Turbulenzen in Sachsen nicht mehr festgelegt ist, daraus macht die Dorna kein Geheimnis.

Außerdem müssen sich der ADAC in München und die Dorna für den Fall rüsten, dass sich die SRM nach den Verlusten im «hohen sechsstelligen Bereich» beim Grand Prix 2017 außerstande sieht, das finanzielle Risiko für ähnliche Verluste für vier weitere Jahre zu schultern.

Am ersten Juli-Wochenende erschienen beim Sachsenring-GP nach einer 30-prozentigen Ticketpreiserhöhung fast 68.000 Besucher weniger als im Vorjahr.

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