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Pit Beirer (KTM): «Darauf können wir alle stolz sein»

KTM-Motorsport-Direktor Pit Beirer zog nach dem MotoGP-WM-Finale eine begeisterte Bilanz der ersten Saison in der Königsklasse.

MotoGP

Im Artikel erwähnt


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Der gesamte KTM-Vorstand mit Stefan Pierer, Hubert Trunkenpolz, Viktor Siegl und Harald Plöckinger rauschte schon vor der letzten Runde des MotoGP-Rennens mit den Leihautos ab zum Privatflugzeug am Flughafen Valencia, um dem horrenden Staus der 100.000 Zuschauer nach dem GP-Finale zu entgehen.

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"Wir bleiben nur hier, wenn wir aufs MotoGP-Podest fahren", scherzte Firmenchef Stefan Pierer vor dem Rennen.

Daran war natürllich nicht zu denken, aber Red Bull KTM hatte zuvor schon das Moto2-Rennen gewonnen und brachte Bradley Smith in der Königsklasse auf Platz 11 ins Ziel. Pol Espargaró fuhr aus der Boxengasse weg und lag beim Sturz in der 25. von 30 Runden auf Platz 15.

Testfahrer Mika Kallio hatte seine KTM RC16 schon in der Anfangsphase weggeschmissen.

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Das Fazit: KTM hat seit Assen in elf Rennen hintereinander immer einen Fahrer zwischen Platz 9 und 11 ins Ziel gebracht.

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Riesenjubel brandete vor der KTM-Box auf, als Bradley Smith mit Tränen in den Augen nach der Auslaufrunde vom Motorrad stieg.

Denn der Brite hat für KTM den fünften Platz (vor Aprilia) in der Konstrukteurs-WM sichergestellt. Er ging sofort auf KTM-Motorsport-Direktor Pit Beirer zu und bedankte sich herzlich bei ihm: "Thank you, Pit."

Denn Pit Beirer hatte Bradley vor dem Japan-GP das Vertrauen ausgesprochen und seinen Vertrag für 2018 bestätigt. Vorher war diskutiert worden, ob man Mika Kallio zum Stammfahrer befördern sollte – nach dessen famosen zehntem Platz beim GP von Österreich.

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Im Gespräch mit SPEEDWEEK.com zog Pit Beirer eine erste Bilanz der ersten MotoGP-Saison.

Pit, wie lautet dein Resümee der ersten MotoGP-Saison – keine zehn Minuten nach der Zieldurchfahrt?

Das Fazit lautet: Es ist sensationell, dass wir jetzt Schritt für Schritt näher an die Spitze rangekommen sind und in der zweiten Saisonhälfte wirklich ordentlich punkten konnten – aus eigener Kraft. Nicht weil irgendwelche Gegner gestürzt sind oder sonst was.

Zuerst ging es darum, überhaupt mal in die MotoGP-WM reinzuschnuppern. Dann hatten wir am Anfang den Vorletzten immer eine Sekunde pro Runde vor uns... Und am Saisonende fährst du wirklich aus eigener Kraft um zehnte Plätze. Das ist eine sensationelle Entwicklung.

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Das ganze Team, die Mitarbeiter zuhause bei KTM, alle haben einen fantastischen Job gemacht. Ich kann mich nur bei allen bedanken, die an diesem Erfolg und bei diesem Projekt beteiligt waren. Das ist eine Geschichte, auf die wir stolz sein können und auf die wir in Zukunft aufbauen können.

Beim Mugello-GP Anfang Juni hast du noch das Ziel ausgegeben, der Rückstand im Rennen solle 2017 noch auf eine Sekunde pro Runde reduziert worden. Das ist längst gelungen.

Ja, wir haben in Aragón 14 Sekunden Rückstand gehabt auf den Sieger, bei einem anderen Rennen waren es 16 Sekunden. Das sind schon so Highlights, bei denen man sehen kann, es fehlt gar nimmer so wahnsinnig viel.

Jetzt müssen wir mal heimfahren, alles in Ruhe analysieren und dann die nächsten Schritt in Angriff nehmen.

Aber wir sind im ersten Jahr weiter gekommen als wir gehofft hätten. Das können wir sagen, ohne jetzt tiefzustapeln.

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Es wissen alle, was MotoGP bedeutet, vor allem für einen Neueinsteiger.

Ich muss noch einmal unterstreichen: Wir mussten unseren eigenen Weg gehen, beim Stahlchassis, wir konnten nichts kopieren, dazu hatten wir unsere hauseigene WP Suspension, einen eigenen Motor. Trotzdem sind wir am Ende der Saison greifbar nahe an die Spitze herangekommen.

Das zeugt natürlich von erstklassigen Technikern. Aber auch die Fahrer haben einen super Job gemacht, dazu Mika als Testfahrer. Eine sensationelle Truppe.

Und Pol Espargaró wäre heute aus der Boxengasse fast noch in die Punkte gefahren. Er ist fünf Runden vor Schluss an 15. Stelle gestürzt.

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(Er schmunzelt).

Das war ganz schade. Denn das wäre noch einmal so ein i-Tüpfelchen gewesen, selbst aus der Boxengasse noch auf Platz 15 zu fahren. Aber im Vorausblick auf die nächste Saison macht das keinen Unterschied. Wäre schön gewesen. Aber egal. Alles gut.

Der oft kritisierte Bradley Smith hat heute die Kastanien aus dem Feuer geholt.

Ja, vor dem Rennen war jedem Fahrer von uns klar, wenn der beste KTM-Fahrer heute vor dem besten Aprilia-Fahrer ins Ziel fährt, sichern wir uns Rang 5 in der Marken-WM. Auch eine schöne Geschichte, aber nicht kriegsentscheidend für die Zukunft.

Denn wir schauen weiter nach vorne. Dieser fünfte Platz in der Hersteller-Wertung war nicht das wichtigste Ziel des Jahres.

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Ich würde mal sagen: Hurra, wir leben noch und haben uns respektabel geschlagen. Und wir haben jetzt eine Basis, auf der wir wirklich aufbauen können.

Pol Espargaró hat gesagt: Das nächste Ziel sind die Top-Five.

Ja, was soll ich jetzt hier weiter tiefstapeln? Ja, das ist das nächste Ziel. Natürlich; klar.

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