MotoGP

Danilo Petrucci (Pramac): «Ich brauche ein Kamel»

Von Oliver Feldtweg - 15.02.2018 14:22

Pramac-Ducati-Pilot Danilo Petrucci will sich in Buriram ganz auf die 2018-Maschine konzentrieren. Das Layout der Strecke wirkt für ihn simpel, die enorme Hitze missfällt ihm.

Mit Platz 11 und fast 0,7 Sekunden Rückstand war Danilo Petrucci aus dem Pramac-Ducati-Team in Sepang nicht ganz zufrieden. Jetzt ist er gespannt auf den Thailand-Test.

«Ich bin am Mittwoch erstmals um die Strecke gelaufen. Die Piste erinnert mich ein bisschen an Spielberg in Österreich. Ich weiß nicht, ob das gut für mich ist, denn in Österreich habe ich bisher immer etwas Mühe gehabt. Wir müssen die Piste hier am Freitag nie entdecken. Wir haben bei Ducati Daten aus der Superbike-WM. Zumindest keinen wir die Kurvengeschwindigkeiten… So haben wir zumindest eine Grundlage für die Getriebeübersetzung. Wir wissen auch, wie heftig wir bremsen müssen und wie lange die Geraden sind. Den Rest müssen wir uns erarbeiten. Viele Kurven gibt es hier nicht, der Fahrer hat also wenig Möglichkeiten, um den Unterschied auszumachen. Du darfst dir in keiner Kurve auch nur den kleinsten Fehler erlauben. Die Piste ist sehr flach. Die Qualität des Asphalts lässt bereits zu wünschen übrig. Aber wir haben drei Tage Zeit, hier alles zu erforschen.»

«Es ist heißer als in Malaysia. Die Sonne brennt erbarmungslos runter», seufzte Petrux. «Das mag ich nicht besonders.»

«Ich habe auch hier nur eine 2018-Ducati und dazu ein 2017-Modell. Die zweite diesjährige Maschine muss noch fertiggestellt werden. Ich will mich hier auf das neue Bike konzentrieren. Es hat mir Potenzial, und wenn es nur ein oder zwei Zehntel sind, das macht viel aus. Ich muss an der 2018-Ducati noch das Set-up verbessern. Ich habe dieses Motorrad noch nicht gut genug kennengelernt. Die 2017-Maschine unter scheidet sich nicht stark, aber es sind trotzdem Unterschiede festzustellen, wenn du fährst. Wenn du mit der neuen Ducati in die Kurve einbiegst, fühlst du dich sicherer und wohler, dadurch passieren weniger Fehler. In Sepang haben wir viele Vergleiche mit den zwei Modellen gemacht. Mit der 2018-Maschine habe ich jeweils in der ersten Runde eine Zeit erreicht, für die ich mit dem 2018-Modell drei Runden gebraucht habe. Wenn ich in Sepang immer nur mit der 2017-Desmosedici gefahren wäre, hätte ich vielleicht dieselbe Zeit erreicht. Aber das Potenzial der 2018-Ducati ist größer. Und da ich damit alle Rennen fahren werde, möchte ich hier in erster Linie damit fahren.»

Normalerweise verwendet Petrucci bei den Tests keinen Camelbak, in dem er unter dem Leder Flüssigkeit mitführt, um trinken zu können. «Aber wenn wir eine Rennsimulation über zwei Drittel der Renndistanz machen, dann werde ich mir eine Trinkblase besorgen», kündigte er an. «Hier braucht man das. Denn ich schwitze so viel wie sonst drei Fahrer gemeinsam. Eigentlich brauche ich keinen Camelbak, ich brauche ein ganzes Kamel. Aber ich bin vorbereitet. Ich habe fast täglich auf dem Spinningbike in der Sauna trainiert.»

Sepang-Test, kombinierte Zeitenliste aller drei Tage:
1. Jorge Lorenzo, Ducati, 1:58,830 min
2. Dani Pedrosa, Honda, + 0,179 sec
3. Cal Crutchlow, Honda, + 0,222
4. Andrea Dovizioso, Ducati, + 0,339
5. Jack Miller, Ducati, + 0,516
6. Alex Rins, Suzuki, + 0,518
7. Maverick Viñales, Yamaha, + 0,525
8. Marc Márquez, Honda, + 0,552
9. Valentino Rossi, Yamaha, + 0,560
10. Johann Zarco, Yamaha, + 0,681
11. Danilo Petrucci, Ducati, + 0,698
12. Tito Rabat, Ducati, + 0,717
13. Andrea Iannone, Suzuki, + 0,785
14. Aleix Espargaró, Aprilia, + 1,095
15. Takaaki Nakagami, Honda, + 1,241
16. Álvaro Bautista, Ducati, + 1,375
17. Pol Espargaró, KTM, + 1,432
18. Mika Kallio, KTM, + 1,634
19. Bradley Smith, KTM, + 1,690
20. Franco Morbidelli, Honda, + 1,696
21. Karel Abraham, Ducati, + 1,744
22. Xavier Siméon, Ducati, + 1,954
23. Scott Redding, Aprilia, + 1,982
24. Sylvain Guintoli, Suzuki, + 2,290
25. Tom Lüthi, Honda, + 2,296  
26. Yonny Hernandez, Yamaha, + 2,393
27. Michele Pirro, Ducati, +5,937

Danilo Petrucci mit Ducati-Manager Tardozzi © Gold & Goose Danilo Petrucci mit Ducati-Manager Tardozzi

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