Michele Pirro: «Ich habe einen Joker ausgespielt»

Von Günther Wiesinger
Ducati-MotoGP-Testfahrer Michele Pirro hat nach seinem 300-km/h-Horrorcrash vom Freitag seinen Humor nicht verloren. «Ich bin hart im Nehmen», versicherte er.

Der schwere Sturz im FP2 am ersten MotoGP-Trainingstag auf dem 5,245 km langen Autodromo del Mugello beendete das Wildcard-Abenteuer von Ducati-Testfahrer Michele Pirro abrupt.

Der Italiener, 2011 Moto2-GP-Sieger im Gresini-Team in Valencia und seit 2013 bei Ducati, musste die Nacht auf Samstag im Krankenhaus verbringen, nachdem er am Ende der Zielgeraden nach der Kuppe bei Vollgas von seiner 2018-Desmosedici abgestiegen war.

Dr. Angel Charte, Medical Director im MotoGP-Sport, diagnostizierte eine schwere Gehirnerschütterung, Prellungen im Brustkorb und im Magenbereich sowie eine Luxation der rechten Schulter.

Die Schulter wurde im Medical Centre an der Strecke wieder eingerenkt, dann wurde Pirro ins Careggi Hospital in Florenz gebracht, wo der komplette Körper mit Hilfe eines «Body Scans» genauer untersucht wurde.

«Es wurden keine weiteren Verletzungen oder Komplikationen festgestellt», berichtete das Ducati-Team. «Trotzdem ist Michele zur Sicherheit über Nacht im Krankenhaus geblieben.»

Inzwischen postete Pirro auf Facebook: «Ich habe am Freitag einen Joker ausgespielt! Ich fühle mich ein bisschen gerädert und spüre überall Prellungen. Aber ich bin hart im Nehmen.»

Valentino Rossi vermutete, Pirros Bike habe auf der Kuppe bei Vollgas abgehoben, deshalb habe die Bremse vor der ersten Kurve keine Wirkung gezeigt, und als er dann mit voller Kraft zupackte, dürfte das Vorderrad blockiert und die Ducati ihn abgeworfen haben.

Michele Pirro wird in diesem Jahr auch Misano und in Valencia als Wildcard-Fahrer Gelegenheit auf WM-Punkte erhalten. Er hatte im FP1 am Freitag mit Platz 2 hinter Iannone aufhorchen lassen.

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