Cal Crutchlow: Bestzeit gestrichen, sonst Platz 5

Von Günther Wiesinger
Cal Crutchlow

Cal Crutchlow

LCR-Honda-Pilot Cal Crutchlow (32) fährt in Mugello von Platz 8 los, aber seine beste Runde wurde annulliert. Die hohe Asphaltemperatur setzt der Honda zu.

Cal Crutchlow ist bei den drei Rennen seit dem Sieg in Argentinien vom ersten auf den achten WM-Rang zurückgefallen.
In Mugello wollte er um den Sieg fighten, weil Honda hier bei den Testfahrten überlegen war.

Aber im Qualifying kam der LCR-Honda-Pilot über Rang 8 nicht hinaus.

Cal verlor 0,605 Sekunden auf die Bestzeit. Marc Márquez fährt als Sechster los, Dani Pedrosa nur als 20.

«Keiner wollte einen Gegner im Windschatten mitfahren lassen. Der einzige, der Unterstützung bekommen hat, war Valentino, er hat sich hinter Morbidelli gespannt, das hat geklappt, weil Franco bei ihm in der VR46-Academy unter Vertrag ist», schilderte Crutchlow. «Ich bin ein paar saubere Runden allein gefahren. Aber das Qualifying 2 war hektisch. Meine beste Runden ist mir gestrichen worden. Ich habe betrogen… Es war marginal. Ich war mit gar nicht bewusst, dass ich die Streckenbegrenzung überfahren habe. Es ging um einen Zentimeter, glaube ich. Es ist beim Rausfahren aus Turn 5 passiert. Wenn du dort ein Motorrad mit 280 oder 300 PS unter Kontrolle halten willst, kannst du nicht genau vorhersagen, auf welchem Zentimeter der Piste du landest. Aber die Vorschriften sind die Vorschriften. Schade, es hätte sonst Startplatz 5 sein können. Deshalb bin ich enttäuscht. Denn dann wäre ich die schnellste Honda in Mugello gewesen.»

«Im Moment sehe ich nicht zu viel Positives vor dem Rennen morgen», stellte der Engländer fest. «Die Honda-Fahrer haben hier Mühe, obwohl wir hier beim Test vor zwei Wochen unantastbar waren. Aber die Asphalttemperatur ist viel höher als damals, das macht den Unterschied aus. Ohne Zweifel.»

«Es wird ein langes Rennen. Aber wenn wir noch ein paar Kleinigkeiten verbessern, kann uns ein gutes Rennen gelingen», meint Cal.

Wie kommt es, dass WM-Leader Marc Márquez anch drei Siegen in Serie (Austin, Jerez, Le Mans) hier plötzlich so viel Mühe hat?

Crutchlow: «Die aktuellen Motorräder der Werke verhalten sich in unterschiedlichen Bereichen sehr unterschiedlich. Diese Piste beinhaltet alles, schnelle Kurven, langsame Kurven, Richtungswechel, Schikanen, eine lange Gerade. Dadurch spielen alle Bikes ihre Vorteile aus. Am Schluss liegen nach einer Runde alle eng beisammen. Iannone schaut in Sektor 2 so aus, als fahre er langsam. Aber er nimmt uns dort drei Zehntel ab. Im ersten Sektor ist er nicht so stark, die Ducati hauen dort wie eine Raketen rein. Unsere Honda ist gut im dritten und im letzten Sektor. Man wird ein seltsames Rennen mit vielen Positionswechseln sehen.»

«Wir haben Mühe beim Turning. Aber psitiv ist, dass unsere Motorräder viel, viel schneller auf der Geraden sind als im Vorjahr. Wir waren 2018 auf jeder Piste konkurrenzfähig. Und trotz des hohen Top-Speeds schlagen wir uns auch in den Kurven anständig», hält der TT-Fan von der Insel Man fest.

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