Trackhouse-Held Raul Fernandez: «2025 war wie ein Neustart»
Nach Verletzungen und Rückschlägen hat Raul Fernandez 2025 eindrucksvoll bewiesen, dass er in die MotoGP gehört. Die besondere Erfolgsgeschichte mit Trackhouse-Aprilia will er diese Saison fortführen.
Als Raul Fernandez bei der Teamvorstellung von Trackhouse-Aprilia auf die Bühne trat, wirkte er entspannter als sonst. Kein Vergleich zu dem Stand vor einem Jahr, als ihn zu Saisonbeginn Verletzungen einbremsten. «Ich fühle mich supergut – die Saison startet bald, und ich kann es kaum erwarten», sagte Fernandez zu Beginn der Präsentation.
Der Start in die MotoGP-Saison 2025 verlief alles andere als ideal. Eine Verletzung am ersten Testtag in Sepang warf Fernandez in der Vorbereitung zurück, der Rhythmus fehlte, das Vertrauen ebenso. Erst nach dem Test in Jerez kam die Wende. «Irgendwo zwischen Rennen und Test gab es eine magische Pizza», scherzte der Spanier. Ab diesem Moment griffen die Puzzleteile ineinander.
Von Mugello an war Fernandez regelmäßig in den Top-10 zu finden, in Indonesien folgte der erste Sprint-Podestplatz. In Australien folgte der Durchbruch: Sprint-Zweiter, Grand-Prix-Sieger. «Das war das beste Wochenende meines Lebens», sagte Fernandez rückblickend.
Eine Schlüsselrolle spielten dabei Crew-Chief Noe Herrera und Teamchef Davide Brivio. «Noe sagt mir, wenn etwas gut war – aber vor allem, wenn ich Fehler mache», erklärte Fernandez. Brivio wiederum half ihm in der mental schwierigsten Phase der Saison. Genau das brauchte der Spanier.
Nach dem Hoch von Australien folgten erneut Rückschläge: Malaysia, dann der schwere Sturz in Portimao. Fernandez musste pausieren, kämpfte sich aber eine Woche später in Valencia zurück – und wurde Zweiter. «Mental war es okay, aber körperlich extrem anstrengend», gab er rückblickend zu.
Nun beginnt für Fernandez sein viertes Jahr auf der Aprilia – mehr Erfahrung auf der RS-GP hat aktuell kein anderer Fahrer im Lager aus Noale. Er betonte: «Als Massimo Rivola und Fabio Sterlacchini kamen, hat sich das Motorrad und die Mentalität stark verändert. Für mich war es wie ein Neustart.»
Entscheidend wird für ihn eine verletzungsfreie Vorbereitung sein – etwas, das ihm im Vorjahr verwehrt blieb. «Ich will eine gute Vorsaison, dann an mir selbst arbeiten und mich nicht mit anderen beschäftigen.» Genau dieser Ansatz habe ihn in der zweiten Saisonhälfte 2025 stark gemacht.
Ein erstes Highlight 2026 ist die neue Trackhouse-Lackierung. Diese kam bei Fernandez bestens an. «Sie ist fantastisch. Ich kann es kaum erwarten, auf das Bike zu steigen.» Auch die neue Aerodynamik der Aprilia RS-GP stimmt ihn optimistisch: «Ich habe das nicht erwartet – aber es sieht sehr gut aus. Hoffentlich funktioniert es auf der Strecke ebenso.»
Besondere Emotionen weckte bei ihm auch die Gulf-Lackierung, die Trackhouse bei ausgewählten Rennen einsetzen wird. «Mit diesen Farben habe ich mein erstes Sprint-Podium geholt – ich liebe dieses Design.»
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