Andrea Dovizioso (6.): Letzter Sektor ist das Problem

Von Sharleena Wirsing
MotoGP
Ducati-Star Andrea Dovizioso in Assen

Ducati-Star Andrea Dovizioso in Assen

Andrea Dovizioso erlebte wie sein Ducati-Teamkollege Jorge Lorenzo Probleme im letzten Sektor und musste sich mit Platz 6 am ersten MotoGP-Trainingstag in Assen zufriedengeben.

Als Sechster der kombinierten MotoGP-Zeitenliste war Andrea Dovizioso am ersten Trainingstag in Assen nur 0,011 sec schneller als sein Ducati-Teamkollege Jorge Lorenzo. Doviziosos persönliche Bestzeit lag bei 1:33,859 min. Vor allem der letzte Sektor machte den Ducati-Piloten zu schaffen. Auf die Bestzeit von Maverick Viñales verlor Dovizioso 0,481 sec.

Ist es den Ducati-Fahrern auch in Assen möglich, im Rennen weichere Reifen als die Fahrer von Honda und Yamaha einzusetzen? «Ich weiß nicht, ob wir hier in derselben Situation wie bisher sind, was den Reifenverschleiß betrifft. Wir haben mit dem harten Hinterreifen gearbeitet, mein Speed war damit wirklich gut. Aber die Reifenwahl ist noch nicht getroffen. Wir müssen auch noch mit der weichen Mischung arbeiten, wie Jorge es am Freitag getan hat. Am Samstag werde ich versuchen, das besser zu verstehen. Für Assen ist es in diesem Jahr sehr warm. Wir müssen genau beobachten, wie die Hinterreifen arbeiten, denn auf dieser Strecke ist es sehr schwierig, schnell zu sein und gleichzeitig die Reifen zu schonen.»

Im letzten Jahr hatten die Ducati-Werkspiloten in Assen zu kämpfen. Dovizioso erreichte Platz 5, Lorenzo nur den 15. Rang. «Der Freitag lief besser als erwartet, aber wir haben nur eine ähnliche Pace wie die Schnellsten und sind nicht besser als sie. Es ist noch nicht genug. Ich denke, dass sich schon eine Verbesserung zum letzten Jahr zeigt, aber das betrifft alle Bereiche. Vergleiche sind ohnehin nur schwer möglich, weil vor dem Österreich-GP 2017 kaum ein Hersteller eine Aero-Verkleidung einsetzte. Das macht einen großen Unterschied», weiß der Italiener.

Auch Dovizioso stehen in Assen zwei unterschiedliche Chassis zur Verfügung. «Wir hatten die Chance, einen kleinen Vergleich durchzuführen. Mein Gefühl war mit dem neuen Chassis gut. In den Kurven fühlte ich mich ähnlich. Der Unterschied ist im Bereich der Stabilität auf den Geraden spürbar. Durch den Seitenwind erlebten wir viele Bewegungen der Maschine. In diesem Bereich bot es eine kleine Verbesserung», berichtete «Dovi».

«Der letzte Sektor ist sehr, sehr schwierig für uns. Ich denke, dass dort alle Ducati-Piloten an ihr Limit stoßen. Ganz sicher bin ich mir nicht, aber die Richtungswechsel bei hoher Geschwindigkeit und die schnelle Linkskurve sind nicht ideal für uns. Sicher ist, dass dies ein Teil der Strecke ist, in dem wir uns deutlich verbessern müssen. Wir dürfen nicht zu viel in nur einem Sektor verlieren», ist dem 32-Jährigen bewusst.

Dovizioso setzte am Freitag zunächst die Aero-Verkleidung ein und war danach mit der Standard-Verkleidung unterwegs. «Die Aero-Verkleidung ist wie ein Set-up. Auf jeder Strecke ist es schwierig zu verstehen, ob man die Verkleidung mit den Wings einsetzt oder nicht. Nach Mugello und Barcelona wurde uns klar, dass mein Fahrstil nicht perfekt mit den Wings harmoniert. Es ist aber nicht einfach, weil es auf jeder Strecke anders ist. Darum haben wir mit der Aero-Verkleidung begonnen und änderten das Set-up etwas. Es hat funktioniert, aber wir müssen noch mehr Wissen erhalten, denn das hängt mit der Balance der Maschine und meinem Umgang mit den Reifen zusammen. In diesem Jahr müssen wir anders mit den Reifen umgehen als 2017. Was im letzten Jahr funktioniert hat, können wir nun nicht mehr anwenden. Es geht dabei um kleine Dinge. Wir versuchen, diese Situation zu verbessern.»

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