Bourguignon (LCR): «Honda kann froh sein über Stefan»

Von Günther Wiesinger
MotoGP
Beefy Bourguignon mit Stefan Bradl

Beefy Bourguignon mit Stefan Bradl

Stefan Bradl verlor am Dienstag am ersten Testtag nur 0,599 Sekunden auf die Bestzeit von Viñales. LCR-Honda-Crew-Chief spart nicht mit Lob für den Moto2-Weltmeister von 2011.

Der Belgier Christophe «Beefy» Bourguignon war schon von 2012 bis 2014 bei LCR-Honda Crew-Chief an der Seite von Stefan Bradl.  Er hat ihn jetzt auch in Sepang und Valencia betreut, wo der Bayer als Ersatzfahrer für Cal Crutchlow die Ränge 13 und 9 erzielte. Dabei waren die Voraussetzungen mit zwei 20. Startplätzen nicht gerade vielversprechend.

«Wir haben in Malaysia im Qualifying ein bisschen Pech gehabt, weil der Regen kam. Sonst hätten wir die Chance auf Top-12 gehabt», meinte Bourguignon. «Hier in Valencia hatten wir sehr wechselhafte Bedingungen. Wenn man bedenkt, dass Stefan nicht auf seinem Motorrad saß, muss man sagen, er hat sich wirklich gut aus der Affäre gezogen. Er ist sitzen geblieben, er hat sich über das Wochenende hinweg immer gesteigert. Meiner Meinung nach hat er eine wirklich gute Performance gezeigt. Es ist echt schwierig für einen Fahrer, der nicht ständig auf dem Motorrad sitzt und nur vier, fünf Rennen im Jahr fährt, bei solchen Bedingungen einzuspringen.»


Am Sonntag blieb Bradl in beiden Rennen bei teilweise prekären Verhältnissen und tiefen Pfützen in beiden Rennen sitzen. Mit Nakagami (Platz 6) und Bradl war LCR-Honda nach Red Bull KTM (3. und 8.) das zweitbeste Team beim Finale.

Bourguignon: «Ja, auch das Rennen war richtig gut. Unser Plan war, einfach zu schauen, was der Fahrer und das Bike bei diesem Regen erreichen können. Wenn du mehr herausholen willst als das Bike handeln kann, liegst du wie das halbe Feld auf dem Boden. Die Verhältnisse wurden schlimmer, dann wieder besser, jede Runde war anders. Stefan hat es gut gemacht. Er sagte uns, er habe am Ende des ersten Rennens mit dem Wetter Mühe gehabt. Ich teile seine Ansicht, dass man früher hätte abbrechen sollen. Zum Glück ist niemand verletzt worden. Aber das hätte leicht passieren können.»

Teambesitzer Lucio Cecchinello sagte vor dem Sepang-GP, man erwarte sich Punkte von Bradl, aber man dürfe die Erwartungen bei einem Ersatzfahrer nicht zu hoch ansetzen. «Unser Fazit lautet: Punkte in beiden Rennen errungen, sehr konstant, gutes technisches Feedback für uns, wie wir das Bike abstimmen sollen. Und gestern noch einmal ein sehr starker Testtag. Sehr konstant in jedem Run. Wir haben fast das komplette Testprogramm abgespult. Natürlich hätten wir am Abend noch gerne eine weitere halbe Stunde gehabt, dann wäre es perfekt gewesen. Aber das gilt für alle Teams. Der Regen kam leider dazwischen. Nein, wir sind sehr zufrieden. Stefan kann jederzeit wieder bei uns fahren. Er ist herzlich willkommen.»

Bedauert «Beefy», dass sein Schützling keinen Stammfahrerplatz mehr hat? «Stefan hat immer noch seinen Platz in der MotoGP. Er hat vielleicht ein paar Gelegenheiten nicht genützt... Aber Honda hat auch 2019 vier MotoGP-Fahrer, da kann immer wieder mal ein Ersatzfahrer gebraucht werden, und er wird wieder Wildcards bekommen. Was Stefan 2018 bei Honda und bei den zwei Grand Prix in diesem Jahr bei uns gezeigt, wird ihm Selbstvertrauen geben. Honda wird jetzt bestärkt sein in der Überzeugung, dass es eine korrekte Entscheidung war, ihn als Testfahrer zu verpflichten. Er war hier am Testtag sehr dicht hinter der Spitze. Honda kann froh sein, so einen Testfahrer unter Vertrag zu haben.»

Valencia-Test, 20. November, 1. Tag

1. Viñales, Yamaha, 1:31,416 min

2. Márquez, Honda, 1:31,718
3. Rossi, Yamaha, 1:31,845

4. Dovizioso, Ducati, 1:31,846

5. Bradl, Honda, 1:32,015

6. Morbidelli, Yamaha, 1:32,085

7. Aleix Espargaró, Aprilia, 1:32,095

8. Petrucci, Ducati, 1:32,100

9. Pol Espargaró, KTM, 1:32,179

10. Pirro, Ducati, 1:32,220
11. Bagnaia, Ducati, 1:32,396

12. Rins, Suzuki, 1:32, 402

13. Nakagami, Honda, 1:32,539

14. Miller, Ducati, 1:32,555

15. Mir, Suzuki, 1.32,787

16. Rabat, Ducati, 1:32,834

17. Zarco, KTM, 1:32,835

18. Lorenzo, Honda, 1:32,959
19. Iannone, Aprilia, 1:33,291

20. Abraham, Ducati, 1:33,301

21. Smith, Aprilia, 1:33,709

22. Folger, Yamaha, 1:33,810
23. Quartararo, Yamaha, 1:33,850

23. Syahrin, KTM, 1:34,233

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