Jonas Folger (Yamaha): «Stürze zeigen dir das Limit»

Von Ivo Schützbach
MotoGP
Um 15.42 Uhr war der Testtag von Jonas Folger beendet

Um 15.42 Uhr war der Testtag von Jonas Folger beendet

Superstar Valentino Rossi sparte nach den beiden Testtagen von Jonas Folger für Yamaha nicht mit Lob. Dass der Bayer sein MotoGP-Comeback in Valencia mit einem Sturz beendete, ist nicht mehr als ein Schönheitsfehler.

«Ich bin sehr glücklich, wieder auf dem Motorrad zu sitzen», grinste Jonas Folger nach den beiden Testtagen in Valencia. «Auf dem Motorrad, das ich bereits kenne. Dieser Test war mehr für mich, als für Yamaha.»

Erstmals setzte Yamaha das neue Testteam ein, mit dessen Hilfe der japanische Hersteller seine beiden Asse Valentino Rossi und Maverick Vinales zurück an die Spitze bringen möchte. 2018 wurde nur ein Rennen gewonnen (Vinales auf Phillip Island), Rossi ist seit dem 25. Juni 2017 in Assen sieglos.

Die größte Neuerung für den 25-Jährigen, der sich Mitte Oktober 2017 wegen eines Burn-outs aus der WM zurückzog, ist die Elektronik. «Sie arbeitet vor allem in dem Moment etwas anders, wenn du ans Gas gehst», versuchte Folger zu erklären. «Die Leistungsentfaltung ist anders. Sie setzt weicher ein, was hervorragend ist. Aber das war trotzdem eine große Umstellung.»

Folger steigerte sich von Dienstag auf Mittwoch um gut 1,5 sec und hatte letztlich 1:32,265 min als schnellste Runde vorzuweisen. Damit war er als 20. über beide Tage um 1,508 sec langsamer als Yamaha-Kollege Vinales, der den Test in 1:30,757 min als Schnellster beendete.

Um 15.42 Uhr war sein Test nach einem Sturz beendet. «Ich fuhr den ganzen Tag auf weichen Reifen, irgendwann bekamen wir mit, dass die anderen den Medium-Vorderreifen bevorzugen. Als wir ihn aufzogen, wechselte der Rest auf weich, weil die Temperaturen fielen. Mein Timing war echt schlecht – dann stürzte ich. Das war Pech und ich verletzte mich auch nicht. Mir rutschte bei hoher Geschwindigkeit das Vorderrad weg, aber das war nicht schlimm. Für die Mechaniker sind Stürze nie gut. Aber als Fahrer brauchst du das manchmal, um zu wissen wo das Limit ist. Trotz Sturz war das ein positiver Tag für mich.»

Hat dir Yamaha klare Anweisungen gegeben, was für sie das Wichtigste ist, woran du arbeiten sollst? «Ja. Sie wollen, dass die Reifen ab Rennmitte länger halten», erzählte Folger. «Deshalb haben wir viele Elektronik-Mappings probiert, darum fühlte sich die Elektronik für mich so anders an. Yamaha versucht, einen sanfteren Motor zu bekommen.»

Kombinierte Zeiten 20/21. November 2018:

1. Maverick Viñales (E), Yamaha, 1:30,757 min
2. Andrea Dovizioso (I), Ducati, +0,133 sec
3. Marc Márquez (E), Honda, +0,154
4. Jack Miller (AUS), Ducati, +0,182
5. Danilo Petrucci (I), Ducati, +0,202
6. Franco Morbidelli (I), Yamaha, +0,217
7. Alex Rins (E), Suzuki, +0,497
8. Takaaki Nakagami (J), Honda, +0,547
9. Valentino Rossi (I), Yamaha, +0,614
10. Aleix Espargaró (E), Aprilia, +0,643
11. Francesco Bagnaia (I), Ducati, +0,648
12. Jorge Lorenzo (E), Honda, +0,827
13. Pol Espargaró (E), KTM, +0,871
14. Joan Mir (E), Suzuki, +0,957
15. Tito Rabat (E), Ducati, +1,183
16. Stefan Bradl (D), Honda, +1,258
17. Fabio Quartararo (F), Yamaha, +1,334
18. Andrea Iannone (I), Aprilia, +1,367
19. Michele Pirro (I), Ducati, +1,463
20. Jonas Folger (D), Yamaha, +1,508
21. Johann Zarco (F), KTM, +1,752
22. Karel Abraham (CZ), Ducati, +2,149
23. Hafizh Syahrin (MAL), KTM, +2,251
24. Bradley Smith (GB), Aprilia, +2,271
25. Miguel Oliveira (P), KTM, +3,041

Valencia-Test, 21. November 2018:

1. Viñales, Yamaha, 1:30,757 min
2. Dovizioso, Ducati, 1:30,890
3. Márquez, Honda, 1:30,911
4. Miller, Ducati, 1:30,939
5. Petrucci, Ducati, 1:30,959
6. Morbidelli, Yamaha, 1:30,974
7. Rins, Suzuki, 1:31,254
8. Nakagami, Honda, 1:31,304
9. Rossi, Yamaha, 1:31,371
10. Aleix Espargaró, Aprilia, 1:31,400
11. Bagnaia, Ducati, 1:31,405
12. Lorenzo, Honda, 1:31,584
13. Pol Espargaró, KTM, 1:31,628
14. Mir, Suzuki, 1.31,714
15. Rabat, Ducati, 1:31,940
16. Quartararo, Yamaha, 1:32,091
17. Iannone, Aprilia, 1:32,124
18. Folger, Yamaha, 1:32,265
19. Pirro, Ducati, 1:32,376
20. Zarco, KTM, 1:32,509
21. Abraham, Ducati, 1:32,906
22. Syahrin, KTM, 1:33,008
23. Smith, Aprilia, 1:33,028
24. Oliveira, KTM, 1:33,798

Valencia-Test, 20. November 2018:

1. Viñales, Yamaha, 1:31,416 min
2. Márquez, Honda, 1:31,718
3. Rossi, Yamaha, 1:31,845
4. Dovizioso, Ducati, 1:31,846
5. Bradl, Honda, 1:32,015
6. Morbidelli, Yamaha, 1:32,085
7. Aleix Espargaró, Aprilia, 1:32,095
8. Petrucci, Ducati, 1:32,100
9. Pol Espargaró, KTM, 1:32,179
10. Pirro, Ducati, 1:32,220
11. Bagnaia, Ducati, 1:32,396
12. Rins, Suzuki, 1:32,402
13. Nakagami, Honda, 1:32,539
14. Miller, Ducati, 1:32,555
15. Mir, Suzuki, 1.32,787
16. Rabat, Ducati, 1:32,834
17. Zarco, KTM, 1:32,835
18. Lorenzo, Honda, 1:32,959
19. Iannone, Aprilia, 1:33,291
20. Abraham, Ducati, 1:33,301
21. Smith, Aprilia, 1:33,709
22. Folger, Yamaha, 1:33,810
23. Quartararo, Yamaha, 1:33,850
24. Syahrin, KTM, 1:34,233
25. Oliveira, KTM, 1:35,118

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