Marquez (2.) über Bezzecchi: «Im Moment kann ich mit ihm nicht mithalten»
Marc Marquez beendete das MotoGP-Zeittraining in Buriram auf Rang 2. Er fühle sich körperlich eingeschränkt und könne die Ducati noch nicht so fahren, wie er es möchte. Wo Bezzecchi Vorteile hat.
Champion Marc Marquez machte es spannend im MotoGP-Zeittraining in Thailand. Der Ducati-Lenovo-Pilot drehte auf dem Chang International Circuit seine Runden und befand sich lange außerhalb der Top-10 in der Zeitenliste, was am Samstag den Umweg über das Q1 bedeutet hätte. Er versuchte viel, ging manchmal in den Kurven weit, eine Top-Zeit gelang ihm nicht. Währenddessen braute sich am Himmel etwas zusammen, der Regen kam dann auch – glücklicherweise aber nur leicht.
19 Minuten vor dem Ende der einstündigen Session preschte der neunfache Weltmeister dann endlich auf Rang 4 nach vorn. Kurz vor dem Ende gelang ihm mit 1:28,947 min eine deutliche Verbesserung. Es wurde aber nur der zweite Rang, da Aprilia-Held Marco Bezzecchi um über vier Zehntelsekunden schneller war und einen Rundenrekord fuhr.
Mit gebrauchten Reifen fühlt sich Marc Marquez derzeit wohler
«Ich fühle mich momentan mit den gebrauchten Reifen viel besser als mit den neuen. Auch letztes Jahr war das schon so, aber dieses Mal ist es viel mehr. Mit den gebrauchten Reifen ist das Bike weniger anstrengend zu fahren – so mag ich es», schmunzelte der Spanier. «Bei der Zeitenjagd muss man präzise und aggressiv sein, weil das Training und das Qualifying natürlich wichtig sind.»
Ich muss mich hinsichtlich meiner körperlichen Verfassung und meines Fahrstils verbessern!Marc Marquez
Fehlt ihm die Präzision bei der Zeitenjagd, weil das Bike für ihn noch nicht perfekt funktioniert oder weil er sich nach seiner Verletzung körperlich noch eingeschränkt fühlt? «Ich fühle mich gut, aber ich kann das Motorrad immer noch nicht so fahren, wie ich möchte», haderte der 33-Jährige. «Ich muss mich hinsichtlich meiner körperlichen Verfassung und meines Fahrstils verbessern.»
Wie unterscheidet sich die GP26 von der GP25 in den Kurven? «Es fühlt sich gleich an», meinte Marquez nur knapp. «Es ist vielleicht ein kleiner Unterschied. Wir haben viele neue, aber kleine Dinge gebracht – das Motorrad ist somit ziemlich ähnlich. Ich fühle mich momentan am Kurveneingang nicht gut, das hängt aber mehr mit meinem Fahrstil als mit dem Bike zusammen.»
Wo genau sieht Marquez noch Defizite bei seinem Fahrstil? «Meine Position beim Bremsen. Wie ihr wisst, habe ich mir die Verletzung an der Vorderseite der Schulter zugezogen», erklärte er den anwesenden Journalisten. «Ich muss in diesem Bereich die vorderen Muskeln noch stärken. Wenn du nicht perfekt bremsen kannst, bist du auch in der Kurvenmitte nicht in der richtigen Position.»
Was Bezzecchi und Aprilia momentan besser machen
Bezzecchi hatte im Zeittraining mit der RS-GP 0,421 sec Vorsprung. Was denkt Marquez, wo der Italiener derzeit Vorteile hat? «Wir müssen uns das ansehen, denn Bezzecchi war mit dieser Reifen-Spezifikation bereits in Indonesien sehr schnell. Man muss wissen, dass wir in Buriram und Mandalika eine andere Karkasse verwenden. Er ist auf beiden Strecken auf einer Runde sehr schnell und aus irgendeinem Grund sehr konstant», musste MM93 zugeben. «Im Moment kann ich mit ihm nicht mithalten. Vielleicht kann ich ihm aber morgen im Sprintrennen folgen.»
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