Fabio Di Giannantonio (3.) noch skeptisch: «Will mir nicht zu sicher sein!»
Fabio Di Giannantonio (Ducati) erzielte im MotoGP-Zeittraining in Buriram Rang 3. Das gute Gefühl für den Vorderreifen bei der GP26 wurde bestätigt. Der Römer möchte noch kein finales Urteil abgeben.
VR46-Ducati-Pilot Fabio Di Giannantonio hinterließ bei den MotoGP-Tests in Sepang und Buriram einen starken Eindruck, er war immer bei den Schnellsten dabei. Dies setzte sich auch im Zeittraining am Freitagnachmittag in Thailand fort. «Diggia» führte die Zeitenliste lange an, zum Schluss wurde er noch von Aprilia-Ass Marco Bezzecchi und Champion Marc Marquez (Ducati) eingeholt. Am Ende fehlten ihm 0,484 sec auf die Bestzeit von «Bez». Den direkten Einzig ins Q2 am Samstag schaffte er dennoch locker.
Analyse in der Heimat brachte den Erfolg
«Ich bin happy. Es war ein großartiger Start, ich bin aber nicht überrascht. Beim Test hatten wir so viel Arbeit zu erledigen und es war schwer, alles zusammenzubekommen, um unser Paket zu schnüren. Für Buriram haben wir es geschafft», meinte der Römer. «Ich bin so froh, dass die Analyse, die wir zu Hause gemacht haben, und die Ideen, die wir hatten, um in das Wochenende zu starten, aufgegangen sind. Das Gefühl ist fantastisch. Auch mit meiner Pace bin ich zufrieden.»
Di Giannantonio hatte letztes Jahr wie Pecco Bagnaia (Ducati Lenovo) seine Probleme mit der GP25 – er hatte Schwierigkeiten, konstant gute Leistungen zu erzielen. Kann er jetzt schon sagen, dass er mit der GP26 viel besser zurechtkommt? Oder braucht er dafür noch die Erfahrung auf anderen Strecken? «Ich will das jetzt noch nicht sagen, denn ich möchte mir noch nicht zu sicher sein», ist Di Giannantonio vorsichtig. «Letztes Jahr habe ich auch gesagt, dass das Gefühl auf dem Bike unglaublich ist und schon einen Tag später hat sich das Feeling geändert. Deshalb ist es für mich noch zu früh, eine Aussage zu tätigen. Aber jedes Mal, wenn ich auf die Strecke ging, war das Vertrauen zum Vorderreifen da – das gibt einem Fahrer sehr viel Selbstvertrauen und es erlaubt mir, momentan schneller zu sein.»
Gutes Gefühl für den Vorderreifen als größte Verbesserung
Fabio Di Giannantonio hat an seiner Desmosedici die 2024er-Aerodynamik verbaut – so wie die Werksfahrer Marc Marquez und Pecco Bagnaia. Tut er sich damit leichter als mit der 26er-Spezifikation? «Es ist nicht die 2024er-Aero, sondern die Werks-Spezifikation. Es ist die Aero, mit der die Kräfte bei meinem Bike am besten verteilt werden. Das ist der Grund, weshalb wir diese Spezifikation gewählt haben», erklärte der VR46-Pilot. In welchen Bereichen fühlt er sich damit am wohlsten? «Es ist eine Mischung, denn die Aerodynamik hat großen Einfluss auf die modernen Motorräder. Jede Aero verändert die Art und Weise, wie man bremst, oder das Verhalten am Kurveneingang. Ob ein Bike schwer wirkt oder nicht, hängt auch sehr davon ab, welche Reifen man aufgezogen hat. Es sind somit viele Faktoren, die einwirken. Mit unserer Analyse haben wir uns dafür entschieden, bei der Aerodynamik mit der Werks-Spezifikation zu gehen.»
Ist für Di Giannantonio das konstant gute Gefühl für den Vorderreifen der größte Vorteil im Vergleich zu 2025? «Ja, das stimmt», bestätigte der 27-Jährige. «Wir haben hier und da Teile ausgetauscht, die größte Verbesserung haben wir aber bei der Front erreicht.»
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