Francesco Bagnaia freut sich «wie ein kleines Kind»

Von Nora Lantschner
MotoGP
Francesco «Pecco» Bagnaia

Francesco «Pecco» Bagnaia

Pramac-Ducati-Pilot Francesco Bagnaia feiert am heutigen Montag seinen 22. Geburtstag. In der MotoGP-WM auf Valentino Rossi zu treffen, sei eine coole Sache – der Rookie-Titel das erste Ziel.

Mit fünf Pole-Positions und zwölf Top-3-Ergebnissen stürmte Francesco Bagnaia 2018 eindrucksvoll zum Moto2-Titel. Nach dem Triumph von Franco Morbidelli im Jahr 2017 ging der Titel in der zweithöchsten Klasse der Motorrad-WM zum zweiten Mal in Folge nach Italien – noch dazu an zwei Schützlinge aus Valentino Rossis VR46-Riders-Academy.

2019 bestreitet der nun 22-Jährige seine erste Saison in der Königsklasse. 2016 war er aber schon einmal auf ein MotoGP-Bike gestiegen: Er hatte mit seinem damaligen Team Aspar gewettet, dass er bei einem Sieg in der Moto3-WM die Aspar-Ducati testen durfte. Das schaffte «Pecco», wie er von Kindestagen an genannt wird, weil seine Schwester Carola seinen Namen nicht richtig aussprechen konnte: Auf Mahindra gewann er sogar zwei Grand Prix, in Assen und Sepang. Der TT-Circuit, der Ort seines ersten Erfolgs, ziert seither auch seinen rechten Oberarm.

«Ich bin wie ein kleines Kind, dass sich über sein Weihnachtsgeschenk freut. Es geht schlafen, steht am nächsten Tag auf und das Geschenk ist immer noch da», schwärmte Bagnaia von seinem neuen Arbeitsgerät für die Saison 2019. «An die ersten Testrunden im Jahr 2016 bin ich vorsichtig herangegangen: Ich wollte Spaß haben, ohne zu übertreiben. Sich gleich am Anfang hinzulegen, wäre nicht das Beste gewesen», schmunzelte er im Interview mit «Motosprint».

Bei den ersten Tests für die Saison 2019 zeigte sich Pecco beeindruckt von der Power und den Bremsen seiner Pramac-Ducati – und überzeugte gleichzeitig mit seinen schnellen Rundenzeiten. In Valencia (20./21. November) fuhr er auf Platz 11, in Jerez (23. bis 25. November) schon auf Platz 9. Pramac-Teammanager Francesco Guidotti verglich seine Linienwahl schon mit dem smoothen Fahrstil des fünffachen Weltmeisters Jorge Lorenzo.

In der MotoGP-WM trifft Pecco auch auf sein Idol und seinen Lehrmeister Valentino Rossi. Mit ihm zu kämpfen, wäre «eine coole Sache, weil es bedeutet, unter den Ersten zu sein... Ich bin nicht bereit, daran zu denken», meinte er fast schon ehrfürchtig.

Dass er beim Jerez-Test als Rookie nur knappe vier Zehntel auf die Spitze verlor, darüber war auch er selbst überrascht. 2019 möchte er es noch einmal seinem Landsmann Morbidelli nachmachen und sich zum besten MotoGP-Rookie küren. «Das ist mein Wunsch, aber ich ich will nicht, dass es eine Zwangsvorstellung wird», betonte er.

Peccos Ziel ist, einen Platz im Ducati-Werksteam zu erobern: «Ich habe einen Zweijahresvertrag mit der Option für ein weiteres Jahr unterzeichnet – das wäre 2021 im Werksteam. Ich bin überzeugt von meiner Entscheidung, aber das war ich auch vor einem Jahr, als ich vor der Unterschrift stand und mich viele fragten, ob ich sicher sei. 2018 hat sich die Desmosedici weiter verbessert und dann muss ich zugeben, dass ich immer eine besondere Vorliebe für Ducati hatte.»

Und wer wird der nächste italienische MotoGP-Weltmeister? «Dazu sage ich nichts – aus Aberglaube», winkte Bagnaia ab.

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