Stefan Bradl: «Der KymiRing ist gewöhnungsbedürftig»

Von Günther Wiesinger
In Finnland: Bradl (li.) neben Pirro, Smith, Guintoli, Folger und Kallio

In Finnland: Bradl (li.) neben Pirro, Smith, Guintoli, Folger und Kallio

Richtig hingerissen zeigt sich Hondas MotoGP-Testfahrer Stefan Bradl vom Layout der neuen Grand-Prix-Piste KymiRing in Finnland nicht.

Stefan Bradl hat am Montag und Dienstag dieser Woche den neuen KymiRing in Finnland inspiziert und auf dem 4,6 langen und mit 18 Kurven gespickten Kurs mit 1:47 min eine persönliche Bestzeit gefahren, Bradley Smith war allerdings 0,3 sec schneller. Der deutsche Honda-Testfahrer misst aber den Rundenzeiten keine Bedeutung bei. «Die Piste war verdreckt, so schmutzig und staubig, dass die Reifen gar nicht angefangen haben zu arbeiten. Wir sind nur 33 Runden im Trockenen gefahren. Ich schätze, dass man bei guten Verhältnissen geht um vier Sekunden schneller fahren kann.»

«Ich habe mir vor dem Test das Drohnen-Video angeschaut, aber das war nicht sehr aussagekräftig», meint Bradl. «Aber ich war dann überrascht, wie langsam diese neue Strecke ist. Ich habe zwei Erste-Gang-Kurven vorgefunden, doch der Hauptteil der Strecke wird alles im zweiten Gang bewältigt. Auf dem Abschnitt nach der 1 km langen Geraden geht es links-rechts-links-rechts, das wird alles im zweiten Gang gefahren. Und ziemlich langsam. Für meinen MotoGP-Geschmack ist dieses Layout nicht wirklich optimal. Es gibt wenig Möglichkeiten zum Überholen. Und die kurzen Geraden, die sie immer dazwischen gemacht haben, sind eigentlich keine Geraden, sondern sie haben immer einen leichten Knick, wobei du dich schon wieder auf die nächste langsame Kurve vorbereiten musst. Das Überholen ist deshalb generell sehr schwierig. Ich habe die Verantwortlichen gefragt, ob man auf den kurzen Vollgas-Stücken, auf denen man den zweiten Gang kurz ausdreht, die Knicke nicht rausmachen kann, um sie als Gerade erscheinen zu lassen. Damit man nachher zumindest wieder gerade Anbremspunkte vorfindet. Mika Kallio hat meine Meinung geteilt. Aber ob sie jetzt noch etwas verändern bis zum nächsten Jahr, weiß ich nicht. Es waren jedenfalls alle sechs Testfahrer für diese Idee.»

Jonas Folger verglich den KymiRing mit dem Sachsenring. «Aber auf der Strecke in Finnland ist mehr Abwechslung drin. Es werden dauernd abwechselnd Links- und Rechtskurven gefahren», sagt Bradl. «Aber vom Tempo her ist die Strecke ähnlich langsam wie in Sachsen. Das Layout ist gewöhnungsbedürftig. Wildcard werde ich dort auf jeden Fall keine beantragen.»

Die Boxenanlage war laut den Testpiloten nicht einmal zur Hälfte fertiggestellt, die Werksmaschinen wurden deshalb über Nacht in die Auflieger der Trucks geräumt. Die Boxen konnten nicht versperrt werden, deshalb wurden sie in der Nacht mit Securities abgesichert. Bradl: «Rund um den Asphaltstreifen war nichts als komplett Baustelle.»

«Das Wetter haben wir nicht gut erwischt, denn am Montag hat es immer geregnet. Am Dienstag ist ab 14.30 Uhr wieder der Regen gekommen. Ich bin an zwei Tagen deshalb nur 50 Runden gefahren. Auf trockener Fahrbahn habe ich 33 Runden abgespult.»

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