MotoGP

Aleix Espargaró (15.): Drei Stürze, wenig Hoffnung

Von - 16.11.2019 20:56

Beim letzten Rennwochenende des Jahres ist der Aprilia Racing Team Gresini Fahrer Aleix Espargaró dreimal gestürzt. Folglich startet er im MotoGP-Rennen am Sonntag vom 15. Platz.

«Es war ein schwieriger Tag», gab Aleix Espargaró nach dem Q1 zu. «Ich bin ein Fahrer, der sehr spät bremst. Normalerweise fahre ich so meine schnellen Rundenzeiten. Wenn die Temperatur aber niedrig ist wie hier, kann es sein, dass ich deshalb stürze.»

Der 30-jährige Aprilia-Werkspilot hat im FP3 das erste Motorrad des Wochenendes zerstört und ist seinem Team dankbar für den darauffolgenden Einsatz: «Es tut mir leid für mein Team, dass ich heute so viel kaputtgemacht habe, weil sie sogar während der Mittagspause an meinem Bike gearbeitet haben und deshalb gar nicht zum Essen gekommen sind. Und dann habe ich im FP4 das zweite Motorrad auch noch zerstört... Und mein Teamkollege Andrea Iannone hat am Vormittag auch ein Motorrad beschädigt.»

Aleix erklärte, dass das erste Motorrad, mit dem er am Vormittag unterwegs war, gut funktionierte, das zweite Bike war zu langsam. «Ich habe im FP3 heute alles versucht, um in die Top-Ten zu kommen, aber ich habe das Bike überbeansprucht und bin deshalb damit gestürzt. Nach dem Sturz im FP4 habe ich das Motorrad von der anderen Seite der Strecke bis zur Box zurückgeschoben, damit das Team es direkt reparieren und ich nochmals mit dem Nr.-1- Bike starten konnte.»

«Im Qualifying bin ich dann eine schnelle Runde gefahren, nach der ich mich aber entschieden habe, aufzuhören und nicht weiter zu pushen, weil es zu riskant war, dass ich das Motorrad noch einmal zerstören würde.»

Das größte Problem des in Andorra wohnhaften Spaniers beim Grand Prix in seiner Heimat ist der Vorderreifen. «Ich pushe hart auf den Bremsen, weil es hier viele enge Kurven gibt. Bei Aprilia fehlt uns die Beschleunigung, deshalb regeln wir alles in den Bremszonen. Dort müssen wir Ziet wettmachen. Ich glaube, dass ich normalerweise konkurrenzfähig bin, was meinen Fahrstil betrifft. Bei diesen tiefen Temperaturen ist das aber sehr schwierig», meinte er.

«Auch wenn ich am Samstag Mühe hatte mit den kalten Temperaturen, kann das offensichtlich keine Ausrede sein, weil alle Fahrer unter diesen Umständen gefahren sind», ist Espargaró bewusst. «Mit meinem Fahrstil habe ich aber die Vorderseite des Motorrads überbeansprucht und zu viel riskiert. Das und die kalten Temperaturen waren die Ursache dafür, dass ich heute dreimal gestürzt bin. Ich bremse immer am Limit, noch später ist unmöglich. Aber, wie gesagt, wenn es so kalt ist wie heute, ist das sehr schwierig für den Vorderreifen.»

Aleix ist sich darüber im Klaren, dass er seine Fahrweise morgen dem Wetter anpassen muss, da es erneut kühl sein soll. «Ich muss relaxter sein», überlegte er. «Ich befürchte, dass ich morgen nicht besonders konkurrenzfähig sein werde, weil ich an Performance verliere, wenn ich nicht so hart bremsen kann. Aber ich möchte das Rennen zu Ende fahren und punkten, also muss ich gucken, wie ich das am besten anstelle.»

MotoGP-Ergebnis, Valencia, Q2:

1. Quartararo, Yamaha, 1:29,978 min
2. Márquez, Honda, + 0,032 sec
3. Miller, Ducati, + 0,108
4. Viñales, Yamaha, + 0,200
5. Morbidelli, Yamaha, + 0,471
6. Dovizioso, Ducati, + 0,533
7. Mir, Suzuki, + 0,595
8. Rins, Suzuki, + 0,617
9. Crutchlow, Honda, + 0,748
10. Petrucci, Ducati, + 0,793
11. Pol Espargaró, KTM, +0,930
12. Rossi, Yamaha, + 0,976

Die weitere Startaufstellung:
13. Zarco, Honda
14. Pirro, Ducati
15. Aleix Espargaró, Aprilia
16. Lorenzo, Honda
17. Kallio, KTM
18. Rabat, Ducati
19. Lecuona, KTM
20. Iannone, Aprilia
21. Abraham, Ducati
22. Syahrin, KTM

MotoGP-WM-Stand nach 18 von 19 Rennen:

1. Marc Márquez 395 (Weltmeister). 2. Dovizioso 256. 3. Viñales 201. 4. Rins 194. 5. Petrucci 176. 6. Quartararo 172. 7. Rossi 166. 8. Miller 149. 9. Crutchlow 133. 10. Morbidelli 115. 11. Pol Espargaró 94. 12. Mir 83. 13. Nakagami 74. 14. Aleix Espargaró 56. 15. Bagnaia 54. 16. Iannone 43. 17. Oliveira 33. 18. Zarco 30. 19. Lorenzo 25. 20. Rabat 18. 21. Bradl 16. 22. Pirro 9. 23. Syahrin 8. 24. Guintoli 7. 25. Abraham 7. 26. Kallio 3.

Konstrukteurs-WM nach 18 von 19 Rennen:
1. Honda 401. 2. Ducati 302. 3. Yamaha 301. 4. Suzuki 223. 5. KTM 105. 6. Aprilia 81.

Team-WM nach 18 von 19 Rennen:
1. Ducati Team 432. 2. Repsol Honda Team 430. 3. Monster Energy Yamaha 367. 4. Petronas Yamaha SRT 287. 5. Team Suzuki Ecstar 281. 6. LCR Honda 210. 7. Pramac Racing 203. 8. Red Bull KTM Factory Racing 124. 9. Aprilia Racing Team Gresini 99. 10. Red Bull KTM Tech3 41. 11. Reale Avintia Racing 25.

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