Davide Brivio: «Respekt, aber keine Stallorder»

Von Otto Zuber
MotoGP
Keine Stallorder bei Suzuki: Alex Rins und Joan Mir dürfen beide um den WM-Titel kämpfen

Keine Stallorder bei Suzuki: Alex Rins und Joan Mir dürfen beide um den WM-Titel kämpfen

Suzuki-Teammanager Davide Brivio hat ein Luxusproblem: Mit WM-Leader Joan Mir und dem WM-Sechsten Alex Rins hat er gleich zwei Titelanwärter im Team. Eine Stallorder gibt es deswegen aber nicht, wie er betont.

Joan Mir führt die MotoGP-WM drei Rennen vor dem Saisonende mit 137 Punkten an, sein Suzuki-Ecstar-Teamkollege Alex Rins belegt mit 32 Punkten Rückstand den sechsten Zwischenrang in der Gesamtwertung. Damit gehören die beiden Stallgefährten zu den diesjährigen Titelanwärtern – eine schwierige Situation, auch für Teammanager Davide Brivio und Suzuki.

Doch der Italiener bleibt entspannt. Als ihn die Kollegen von «GPOne.com» auf das «Problem» ansprechen, winkt er lachend ab: «Ich wünschte, ich hätte diese Sorge jedes Jahr.» An eine Stallorder will das Team-Oberhaupt aber nicht denken: «Wenn beide Fahrer die Chance haben, um den WM-Titel zu kämpfen, kann man kein Teamwork verlangen.»

«Die einzige Strategie, über die wir gesprochen haben, ist jene, dass die beiden Teamkollegen auf der Piste respektvoll und korrekt miteinander umgehen müssen. Suzuki mag keine Stallorder, deshalb haben wir unseren Fahrern gesagt: 'Möge der Bessere gewinnen'», betont Brivio, der erst darauf zurückgreifen will, sollte einer seiner Schützlinge beim Saisonfinale aus dem Titelrennen sein.

«Wenn wir zum letzten Rennen kommen und einer der Fahrer nicht mehr dabei sein, dann sprechen wir vielleicht noch einmal darüber. Vielleicht ist dieser Ansatz zu romantisch, aber es ist schön, wenn eine Weltmeisterschaft ohne Schützenhilfe gewonnen wird, wenn jeder mit seinen Stärken um den Titel kämpfen kann. Deshalb wird es vorerst auch keine Stallorder geben», fügt Brivio an.

Ergebnisse MotoGP Teruel-GP:

1. Franco Morbidelli, Yamaha, 23 Runden in 41:47,652 min
2. Alex Rins, Suzuki, +2,205 sec
3. Joan Mir, Suzuki, +5,376
4. Pol Espargaró, KTM, +10,299
5. Johann Zarco, Ducati, +12,915
6. Miguel Oliveira, KTM, +12,953
7. Maverick Viñales, Yamaha, +14,262
8. Fabio Quartararo, Yamaha, +14,720
9. Iker Lecuona, KTM, +17,177
10. Danilo Petrucci, Ducati, +19,519
11. Cal Crutchlow, Honda, +19,708
12. Stefan Bradl, Honda, +20,591
13. Andrea Dovizioso, Ducati, +22,222
14. Tito Rabat, Ducati, +26,496
15. Bradley Smith, Aprilia, +31,816
– Aleix Espargaró, Aprilia
– Alex Márquez, Honda
– Pecco Bagnaia, Ducati
– Takaaki Nakagami, Honda
– Brad Binder, KTM
– Jack Miller, Ducati

Stand Fahrer-WM nach 11 von 14 Rennen

1. Mir, 137 Punkte. 2. Quartararo 123. 3. Viñales 118. 4. Morbidelli 112. 5. Dovizioso 109. 6. Rins 105. 7. Nakagami 92. 8. Pol Espargaró 90. 9. Miller 82. 10. Oliveira 79. 11. Petrucci 71. 12. Binder 67. 13. Alex Márquez 67. 14. Zarco 64. 15. Rossi 58. 16. Bagnaia 42. 17. Lecuona 27. 18. Aleix Espargaró 27. 19. Crutchlow 26. 20. Bradl 12. 21. Smith 12. 22. Rabat 10. 23. Pirro 4.

Konstrukteurs-WM

1. Yamaha, 208 Punkte. 2. Ducati 171. 3. Suzuki 163. 4. KTM 143. 5. Honda 117. 6. Aprilia 36.

Team-WM

1. Team Suzuki Ecstar, 242 Punkte. 2. Petronas Yamaha SRT 235. 3. Ducati Team 180. 4. Monster Energy Yamaha MotoGP 176. 5. Red Bull KTM Factory Racing 157. 6. Pramac Racing 128. 7. LCR Honda 118. 8. Red Bull KTM Tech3, 106. 9. Repsol Honda Team 79. 10. Esponsorama Racing 74. 11. Aprilia Racing Team Gresini 39.

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