Suzuki unter Druck: Fortschritte der Rivalen größer

Von Maximilian Wendl
Joan Mir und Alex Rins

Joan Mir und Alex Rins

Weltmeister Joan Mir liegt in der Sommerpause 55 Punkte hinter Fabio Quartararo. Alex Rins hat sich mit vier Stürzen im Rennen selbst aus dem WM-Kampf genommen. Suzuki-Projektleiter Shinchi Sahara hofft auf Fortschritte.

«Ich denke, wir konnten nicht unser wahres Leistungspotenzial abrufen», glaubt Suzuki-Projektleiter Shinchi Sahara. Alex Rins lag häufig auf einer aussichtsreichen Position, stürzte dann aber und versenkte seine Chancen im Kiesbett. Weltmeister Joan Mir behält seinen Weg zwar bei und sammelt fleißig Punkte. Um ganz vorne anzugreifen, fehlt es dem Spanier aber am nötigen Material. Während Rins nur 14. ist, liegt Mir immerhin auf WM-Rang 4. Sein Rückstand auf Spitzenreiter Fabio Quartararo beträgt 55 Punkte.

Sahara weiter: «Wir hatten sowohl im Rennen als auch in der Qualifikation ein paar unglückliche Situationen. Alex Rins ist zu häufig gecrasht. Gleichzeitig sind unsere Konkurrenten wirklich stark geworden. Wir haben uns verbessert, aber die anderen Hersteller haben größere Fortschritte erzielt. Um ehrlich zu sein: Es war nicht einfach für uns, zwei Jahre nacheinander dieses Top-Level abzurufen.»

Es besteht aber Hoffnung, dass Suzuki bald wieder um Siege mitfahren kann. Denn: Bei Suzuki hofft man, dass die GSX-RR spätestens beim Österreich-GP am 15. August mit der hinteren «Holeshot»-Vorrichtung ausgestattet sein wird. Sie ermöglicht beispielsweise der Konkurrenz von Ducati eine sanfteren Umgang mit den Reifen und einen höheren Frontabtrieb.Somit könnten die Piloten das Motorrad nicht nur beim Start, sondern auch während der Fahrt absenken.

Sahara sagt: «In der Fabrik arbeiten die Ingenieure sehr hart, um die Lücke zu schließen. Ich hoffe, dass wir schnellstmöglich die neuen Teile zur Verfügung haben.»

Anschließend nimmt sich der Japaner seine Piloten in der Einzelkritik zur Brust. Mir kommt dabei besser weg: «Er zeigt seine gewohnte Konstanz und verfügt über den nötigen Speed. Aber auch er hat mit dem fehlenden Grip zu kämpfen. Ich hoffe, dass wir in diesem Bereich Fortschritte machen.»

Über Rins sagt Sahara: «Er ist in vier Rennen gestürzt und immer, wenn er zu Boden ging, gehörte er zur Spitzengruppe. Er verfügt über den notwendigen Speed und die Fähigkeit, konkurrenzfähig zu sein. Ich denke, er hat seine Form wiedergefunden und deswegen bin ich mir zu 100 Prozent sicher, dass er wieder angreifen wird.»

Allerdings beträgt der Rückstand auf Quartararo bereits 123 Punkte. Schon im Vorjahr hatte sich der Spanier aufgrund einer Verletzung von einer Chance auf den Titel frühzeitig verabschieden müssen.

Stand Fahrer-WM nach 9 Rennen von 19 Rennen:

1. Quartararo, 156 Punkte. 2. Zarco 122. 3. Bagnaia 109. 4. Mir 101. 5. Miller 100. 6. Viñales 95. 7. Oliveira 85. 8. Aleix Espargaró 61. 9. Binder 60. 10. Marc Márquez 50. 11. Nakagami 41. 12. Pol Espargaró 41. 13. Morbidelli 40. 14. Rins 33. 15. Alex Márquez 27. 16. Bastianini 27. 17. Petrucci 26. 18. Martin 23. 19. Rossi 17. 20. Marini 14. 21. Lecuona 13. 22. Bradl 11. 23. Savadori 4. 24. Pirro 3. 25. Rabat 1.

Stand Konstrukteurs-WM:

1. Yamaha, 184 Punkte. 2. Ducati 167. 3. KTM 114. 4. Suzuki 105. 5. Honda 86. 6. Aprilia 62.

Stand Team-WM:

1. Monster Energy Yamaha, 251 Punkte. 2. Ducati Lenovo 209. 3. Pramac Racing 149. 4. Red Bull KTM Factory Racing 145. 5. Suzuki Ecstar 134. 6. Repsol Honda 98. 7. LCR Honda 68. 8. Aprilia Racing Team Gresini 65. 9. Petronas Yamaha SRT 57. 10. Esponsorama Racing Ducati 41. 11. Tech3 KTM Factory Racing 39.

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