Valencia-GP, MotoGP: Pedrosa gewinnt Chaos-Rennen

Von Helmut Ohner
MotoGP
Pedrosa kam am besten mit den schwierigen Bedingungen zurecht.

Pedrosa kam am besten mit den schwierigen Bedingungen zurecht.

Das Wetter sorgte beim letzten MotoGP-Rennen der Saison für viel Action auf und neben der Rennstrecke.

Weil der Regen während des Moto2-Rennens aufgehört hatte, sorgte eine auftrocknende Ideallinie für Sorgenfalten bei den MotoGP-Fahrern und ihren Mechanikern. Man war sich nicht sicher, ob man auf Regenreifen oder doch auf Slicks setzen sollte. Die Mehrheit entschied sich für die sichere Variante, Jorge Lorenzo und Stefan Bradl wählten die Trockenreifen. Dani Pedrosa, Cal Crutchlow und Nicky Hayden brausten nach der Warm up Runde an die Box und wechselten auf ihr Motorrad mit Slicks.

Das Feld der MotoGP-Piloten wurde durch die unterschiedliche Reifenwahl wild durcheinander gewürfelt. Aleix Espargaro nützte in der ersten Runde die Gunst der Stunde und sorgte für die erste Führung eines Claiming Rule Bikes. Doch bereits im zweiten Umlauf verdrängte in Andrea Dovizioso von der Spitze.

Casey Stoner erkannte bei seinem letzten Rennen bereits frühzeitig, dass er reifentechnisch die falsche Entscheidung getroffen hatte. Nach der dritten Runde wechselte auch der Australier sein Motorrad. Ihm taten es auch Dovizioso, Karel Abraham, Hector Barbera und Hiroshi Aoyama gleich.

Nachdem alle Fahrer endlich auf Slicks unterwegs waren kehrte etwas Ruhe ein. Jorge Lorenzo, Dani Pedrosa, Stefan Bradl, Katsuyuki Nakasuga, Cal Crutchlow und Alvaro Bautista lautete nach acht Runden die Reihenfolge. Ducati-Pilot Nicky Hayden war da bereits seiner Angriffslust zum Opfer gefallen.

Auch bei seinem sechsten Grand Prix konnte Stefan Bradl seinen Valencia-Fluch nicht ablegen. Mit einer Podiumsplatzierung vor Augen landete der Zahlinger wie schon im Vorjahr im Kiesbett und beendete seine erste Saison in der Premiumklasse auf dem ausgezeichneten achten Rang.

Während Crutchlow mit Nakasuga seine liebe Mühe hatte, büsste Dani Pedrosa durch einen Fehler wertvolle Zeit auf den Führenden Lorenzo ein. Doch kurz darauf musste Lorenzo den schlüpfrigen Streckenbedingungen Tribut zollen. Bei einem missglückten Überrundungsmanöver gegen James Ellison geriet der Weltmeister auf eine nasse Stelle und verwandelte seine Yamaha in einen veritablen Totalschaden. Ab da hatte Pedrosa keinen ernsthaften Gegner mehr.

Mit einer sehenswerten Vorstellung sicherte sich Katsuyuki Nakasuga, der heuer nicht nur für das Monster Yamaha Austria Racing Team in der Langstrecken-WM unterwegs war und sich den Titel in der japanischen Superbike-Meisterschaft sichern konnte, den sensationellen zweiten Platz. Allerdings profitierte der Ersatzpilot für Ben Spies davon, dass Cal Crutchlow von seiner Yamaha purzelte.

Für Valentino Rossi gab es bei seinem letzten Antreten auf der Ducati die Höchststrafe. Bereits bei Halbzeit musste der neunfache Weltmeister eine Überrundung hinnehmen. Etwas besser verlief die Abschiedsvorstellung von Casey Stoner. In einer sehenswerten Aufholjagd sicherte sich der Repsol-Honda-Werksfahrer die 89. Podiumsplatzierung in seiner aussergewöhnlichen Karriere.

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