Jorge Lorenzo: Beim Sturz 0,605 sec in der Luft

Von Matthias Dubach
MotoGP
Assen-GP: Zwei Tage nach dem schweren Sturz tauchte Jorge Lorenzo wieder in der Yamaha-Box auf

Assen-GP: Zwei Tage nach dem schweren Sturz tauchte Jorge Lorenzo wieder in der Yamaha-Box auf

Das Airbag-System Tech Air von Leder-Hersteller Alpinestars lieferte genaue Daten über den Crash des MotoGP-Weltmeisters in Assen.

In der MotoGP-WM sind mittlerweile die meisten Fahrer mit einem Airbag-System in der Lederkombi unterwegs. Das System Tech Air von Hersteller Alpinestars half etwa Marc Márquez bei seinem Horrorsturz bei über 300 km/h in Mugello, ohne ernsthafte Verletzungen davonzukommen. Wie in einem gewöhnlichen Personenwagen kann ein Airbag aber nicht jede Verletzung verhindern.

Bei Jorge Lorenzos Sturz im freien Training zum Assen-GP arbeitete das Tech-Air-System einwandfrei, trotzdem musste der Weltmeister den Bruch des linken Schlüsselbeins hinnehmen. Der Aufprall auf dem Asphalt nach dem Highsider im Nassen war schlicht zu heftig.

Alpinestars gab nun einen Einblick in die Daten, welche die Sensoren bei Lorenzo geliefert haben. Als die Sensoren registierten, dass der Spanier seine Maschine aus der Kontrolle verliert, dauerte es 0,22 sec bis zum Aufblasen des Airbars. Ab diesem Zeitpunkt flog Lorenzo 0,605 sec durch die Luft und prallte dann auf den Boden.

Der erste Bodenkontakt geschah mit dem linken Arm, bei dieser Aktion wurde die meiste Energie absorbiert, es war zuviel für das Schlüsselbein. Weitere Aufprall-Merkmale wurden von den Sensoren an beiden Schultern und am Rumpf gemeldet.

Airbag-Entwicklung seit zehn Jahren

Im Leder sind sieben Beschleunigungssensoren eingebaut, die ihren Status jede zweite Tausendstelsekunde an den eingebauten Prozessor schicken. Erkennen die Gravitation- und Energiekennzahlen einen freien Fall, wird der Airbag aufgeblasen. Einmal aufgepumpt, ist der Airbag für fünf Sekunden maximal leistungsfähig.

Alpinestars arbeitet seit rund zehn Jahren an den Airbag-Systemen. Der Durchbruch wurde erreicht, als das System nach einem Sturz nicht mehr an den Boxen neu aufgeladen werden musste. Nun kann ein Fahrer nach einem Sturz wieder mit einem erneut funktionsfähigen Airbag weiterfahren.

Seit der Saison 2011 sind in der MotoGP-WM alle Alpinestars-Fahrer mit dem «Tech Air Airbag System» unterwegs.

Eine Video des Sturzes gibt es HIER

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