Stefan Bradl: «Moto2 ist keine Option für mich»

Von Günther Wiesinger
MotoGP
Stefan Bradl und HRC-Vizepräsident Shuhei Nakamoto

Stefan Bradl und HRC-Vizepräsident Shuhei Nakamoto

Stefan Bradls Vertragsverlängerung bei LCR ist in Frage gestellt. Cal Crutchlow hat einen Fuss in der Tür. Bradl: «Honda will immer die besten Fahrer.»

Stefan Bradl (23) wird von Honda hinsichtlich der Vertragsverlängerung hingehalten, solange der Brite Cal Crutchlow noch auf dem Markt ist, der in dieser Saison mit der Tech3-Yamaha bereits vier Podestplätze erzielt hat. Wie kommt der deutsche MotoGP-Pilot mit dieser Situation und seiner vorläufig ungewissen Zukunft zurecht?

Stefan, Crutchlow ist bei LCR-Honda im Gespräch. Er hat in zweieineinhalb Jahren sechs Podestplätze erobert, du in eineinhalb Jahren noch keinen.

Ich denke, dass Crutchlow momentan überall gefragt ist, weil er bei den letzten Rennen eine gute Performance abgeliefert hat. Dadurch ist er der einzige, der auf dem Fahrermarkt gefragt ist.

Ich glaube, dass Ducati ihn haben will, dass Yamaha ihn halten will, ist auch klar. Dass jetzt auch Honda interessiert ist, weil Honda sowieso immer die besten Fahrer haben will, das wissen wir auch schon.

Ich kann mir aber nicht vorstellen, dass LCR für Crutchlow die erste Option ist, denn es gibt bei Honda einen Fahrer, der schwächer ist als ich, auch wenn das kaum möglich ist.

Wenn mich Crutchlow 2014 bei LCR ersetzt, kann ich es nicht ändern. Ich glaube aber nicht dran.

Falls sich Crutchlow und HRC einigen, bleibt für dich nur noch ein Prototypenplatz übrig – neben Dovizioso bei Ducati?

Ja, Ducati ist dann eine Möglichkeit. Die sind schon länger an mir interessiert.

Würdest du eine Rückkehr in die Moto2-WM für ein Jahr in Erwägung ziehen? Denn 2015 kommt Suzuki mit zwei Werkspiloten in die MotoGP, irgendwann vielleicht auch BMW?

Ja sicher, in diesem Fahrerlager ist alles vorstellbar. Es kann sich so schnell alles ändern.

Aber momentan ist die Moto2 keine Option für mich. Ich glaube auch nicht, dass ich so schlecht bin, dass ich in die Moto2 zurückgehen muss. Aber es kann viel passieren. Man muss mit allem rechnen, speziell ist der augenblicklichen Situation, wenn man keinen kugelsicheren Vertrag hat für 2014 und weil es einfach sehr viele Gerüchte gibt.

Aber die Chance, dass ich nächstes Jahr Moto2 fahre, schätze ich als sehr, sehr gering ein.

Ich bin überzeugt, dass ich nächstes Jahr in irgendeiner grossen Motorradrennserie ein konkurrenzfähiges Motorrad steuern werde.

Ich konzentriere mich auf die nächsten MotoGP-Rennen. Wenn wir bei der Rennperformance zwei, drei Zehntel finden, kann ich um Podestplätze fighten.

Das steht für mich jetzt im Vordergrund.

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