Valentino Rossi: «Márquez macht mich sprachlos»

Von Günther Wiesinger
MotoGP
Valentino Rossi

Valentino Rossi

Die Fabelzeiten von Márquez und Lorenzo wunderten Rossi. «Ich habe noch nie so einen Rookie gesehen wie Márquez», räumte er ein.

Valentino Rossi schaffte mit Platz 6 in Silverstone immerhin den Sprung in die zweite Startreihe, aber der Rückstand auf Marc Márquez war mit 1,418 Sekunden für seinen Geschmack zu gross. Auch auf seinen Teamkollegen Jorge Lorenzo büsste der Yamaha-Star satte 1,290 Sekunden ein – eine halbe Ewigkeit.

Schön langsam gewinnt der Spruch von HRC-Manager Livio Suppo vom Mai 2012 an Bedeutung. «Die neue Sharon Stone ist nicht Sharon Stone», betonte Suppo damals, als es bei Honda um die Nachfolge des zurücktretenden Casey Stoner ging.

Tatsächlich ist Honda heute mit Marc Márquez wesentlich besser bedient als Yamaha mit Rossi. Zumindest was die sportlichen Erfolge betrifft.

«Die Zeiten von Márquez und Jorge sind eindrucksvoll, sie fahren bereits 1,5 Sekunden unter dem Rundenrekord», stellte Rossi fest. «Was Jorge gezeigt hat, ist einzigartig, denn die Honda sind momentan etwas besser. Aber die 2:00,6 min von einem Rookie wie Márquez, da fehlen mir die Worte. Ich bin sprachlos. So einen Rookie habe ich noch nie erlebt, in keiner Motorsport-Rennserie! Er kam 2013 in die MotoGP und hat sofort den Titelgewinn anvisiert. Das habe ich im Jahr 2000 nicht getan, weil ich dachte, es sei unmöglich, im ersten Jahr Weltmeister zu werden.»

«Am Nachmittag ist es besser gelaufen für mich. Wir haben das Set-up verbessert, am Vormittag war ich noch nicht schnell genug. Ausserdem habe ich nach zwei, drei Runden an Speed eingebüsst. Ich bin übel geslidet, die Reifentemperatur wurde zu hoch. Im vierten freien Training habe ich mich verbessert. Ich konnte immerhin konstant 2:03 fahren. Das ist nicht grossartig, aber besser gewesen. Ich bin nicht sooo weit hinten, obwohl ich in zwei, drei Kurven auf den Bodenwellen noch Mühe habe. Wir müssen im Warm-up noch etwas probieren. Wir müssen unseren Level und die Konstanz verbessern.»

«Mein sechster Startplatz ist nicht so schlecht, die zweite Reihe ist wichtig. Aber der Rückstand auf die ersten zwei ist zu gross. Aber ich habe etwas Zeit verloren, weil sich im Quali Dovizioso und Bautista bei mir angehängt haben.»

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